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OB-Stichwahl 2020 in Bayreuth: Thomas Ebersberger ist neuer Oberbürgermeister – Das sagen die beiden Kontrahenten zum Wahlausgang

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Am heutigen Sonntag (29.3.2020) finden in ganz Bayern Stichwahlen statt. Auch in Bayreuth. Vor zwei Wochen standen in der Kommunalwahl sieben Bürgermeisterkandidaten zur Auswahl. Zwei sind noch übrig. Die Wahl entscheidet, ob Brigitte Merk-Erbe weiterhin Oberbürgermeisterin bleibt oder Thomas Ebersberger ihr den Rang abläuft.

Update vom 29. März 2020 um 21:58 Uhr: Das sagen die Kandidaten zur Wahl

Das endgültige Ergebnis steht nun fest – alle Stimmen sind ausgezählt. Insgesamt haben 32.348 Bayreuther gewählt, davon waren 302 Stimmen ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,5 Prozent.

Was Brigitte Merk-Erbe und Thomas Ebersberger über den Ausgang der Wahl zu sagen haben, wie sie sich fühlen und noch mehr, erfahrt ihr in den Videos.

Brigitte Merk-Erbe gratuliert Thomas Ebersberger

Auch wenn sie es nicht direkt sagt, ist Brigitte Merk-Erbe ihre Enttäuschung anzumerken. Trotzdem gratuliert sie ihrem Kontrahenten.

 

Thomas Ebersberger ist motiviert nach seinem Wahlsieg

Er habe nach dem ersten Wahlergebnis vor zwei Wochen mit einem Sieg gerechnet. Doch die vergangene Woche hatte ihn zunächst verunsichert.

Update vom 29. März 2020 um 20:29 Uhr: Neuer Oberbürgermeister steht fest

Auch wenn noch nicht alle Wahlbezirke ausgezählt sind (aktuell 38 von 40) steht der Sieger fest: Thomas Ebersberger. 53,5 Prozent aller Wähler wollten einen Führungswechsel im Rathaus Bayreuth. 46,5 Prozent haben der noch amtierenden Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe ihre Stimme gegeben. Thomas Ebersberger sagt, es werde in Zeiten von Corona keine Party geben um den Sieg zu feiern. “Aber ein Bierchen mach ich mir auf”, lacht er.

Update vom 29. März 2020 um 19:12 Uhr: Über die Hälfte der Stimmbezirke sind ausgezählt

Aktuell sind 29 von 40 Bezirken ausgezählt. Brigitte Merk-Erbe liegt mit 46,6 Prozent hinter Thomas Ebersberger. Er hat mit 53,4 Prozent die Nase vorn.

Update vom 29. März 2020 um 18:48 Uhr: Die ersten Bezirke sind ausgezählt

Bisher wurden 16 von 40 Stimmbezirken ausgezählt. Aktuell liegt Thomas Ebersberger mit 53,3 Prozent vor Brigitte Merk-Erbe (46,7 Prozent).

59.000 stimmberechtigte Bayreuther

In der Stadt Bayreuth sind 59.000 Menschen Stimmberechtigt. So viele Wahlunterlagen wurden auch versandt, denn die entscheidende Wahl kann aufgrund der Corona-Pandemie nur per Briefwahl durchgeführt werden. Die Stimme kann aber nur gezählt werden, wenn sie bis 18 Uhr im Rathaus eingegangen ist. Es bleibt abzuwarten wie hoch die Wahlbeteiligung ist.

Stichwahl am Sonntag in Bayreuth: Brigitte Merk-Erbe vs. Thomas Ebersberger

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Am kommenden Sonntag (29.3.2020) entscheidet sich, wer künftig das Oberhaupt der Stadt Bayreuth ist. Die beiden Kontrahenten sind die amtierende Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (BG) und der zweite Bürgermeister Thomas Ebersberger (CSU).

Wahlausgang vor zwei Wochen

Vor knapp zwei Wochen waren Kommunalwahlen in ganz Bayern. In Bayreuth mussten sich die Bürger zwischen sieben Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters entscheiden. Dass es bei so vielen Kandidaten auf eine Stichwahl hinauslaufen würde, war vielen Kandidaten im vornherein klar. Jedoch überraschte vor allem der Newcomer Andreas Zippel (SPD). Der 28-Jährige lag nur dicht hinter den beiden Spitzenreitern. Nach der ersten Auszählung lag Thomas Ebersberger mit 26 Prozent vorne, dicht gefolgt von Brigitte Merk-Erbe mit 25,5 Prozent und Andreas Zippel mit 24,3 Prozent.

Nun müssen sich die Bayreuther zwischen der amtierenden Oberbürgermeisterin und dem zweiten Bürgermeister entscheiden. Ein normaler Wahlsonntag ist durch das Coronavirus allerdings derzeit nicht möglich. Deswegen hat die Stadt Bayreuth allen Wahlberechtigten die Wahlunterlagen per Post zugesandt. Weil einige ihre Briefwahlunterlagen sehr spät bekamen, hat die Deutsche Post eine zusätzliche Briefkastenleerung eingerichtet.

Brigitte Merk-Erbe (BG)

Die Oberbürgermeisterin war überrascht, wie knapp das Ergebnis ausfiel: “Dass es so knapp wird, habe ich nicht erwartet. Ich habe mir auch die Verteilung der Stimmen anders vorgestellt.” Jedoch war sie mit ihrem Ergebnis zufrieden. Auf einen Wahlkampf hat sie in den vergangenen zwei Wochen durch die Corona-Krise verzichtet. “Ich sehe meine Aufgabe zur Zeit vorrangig die Coronakrise unter Kontrolle zu kriegen. Es ist nicht meine Aufgabe sich in den Wahlkampf zu stürzen”, sagte Brigitte Merk-Erbe nach der Wahl am 15.3. Sie fasste zusammen: “Es gibt Dinge, die jetzt wichtiger sind.” Dennoch möchte sie die Wahl gewinnen. Sie habe in acht Jahren bewiesen, dass sie es könne, sagt sie am Abend nach der Kommunalwahl.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bei der Jahrespressekonferenz. Foto: Katharina Adler.

Thomas Ebersberger (CSU)

Im Gegensatz zur amtierenden Oberbürgermeisterin, hat sich ihr Kontrahent Thomas Ebersberger in den Wahlkampf gestürzt, wobei er auf den klassischen Wahlkampf aufgrund der Pandemie verzichtet. Bis auf den OB-Kandidaten der Grünen, Dr. Klaus Wührl-Struller, haben sich alle anderen ehemaligen Kontrahenten für Ebersberger ausgesprochen. Brigitte Merk-Erbe reagierte darauf jedoch gelassen: “Wahlempfehlungen von Kandidaten drücken nicht immer den Willen der Mitglieder der politischen Gruppierung und oftmals gar nicht den Willen der Wählerinnen und Wähler aus.” Ebersberger ist seit inzwischen 18 Jahren der zweite Bürgermeister von Bayreuth. Nun will er Oberbürgermeister werden. “Bayreuth ist eine wunderbare Stadt. Nirgendwo sonst möchte ich leben. Deshalb liegt mir das Wohl unserer Stadt ganz besonders am Herzen”, erklärt er seine Kandidatur.

Thomas Ebersberger. Foto: Susanne Jagodzik

Zippel und Fischer: Die Hoffnungsträger der SPD im Video-Interview

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Beide sind erst 27 Jahre alt. Für die älteste Partei Deutschlands sind sie nach Jahren des Niedergangs die Hoffnungsträger. Der eine, Andreas Zippel, soll für die SPD bei der Kommunalwahl 2020 den Chef-Sessel im Rathaus erobern. Den Sessel, den die in Bayreuth immer noch mitgliederstärkste Partei durch Leute wie Hans Rollwagen, Hans Walter Wild oder Dieter Mronz bis 2006 durchgängig inne hatte. Der andere, Jan-Michael Fischer, soll als Roter Landrat im schwarzen Landkreis werden. Ein Video-Interview finden Sie über dem Text.

Jan-Michael Fischer. Foto: SPD

Jan-Michael Fischer kommt aus Speichersdorf und studiert Jura, Politikwissenschaft und interkulturelle Wirtschaftskommunikation in Jena. Noch in diesem Herbst will er sein Studium abschließen. Nebenbei geht er einer Arbeit nach: Bei den Jenaer Stadtwerken ist er dafür zuständig, dass die Elektro-Mobilität in Jena geplant und koordiniert wird. Kein Wunder also, dass er im Landkreis Bayreuth vor allem Nachholbedarf in Sachen Mobilität sieht.

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Ich wollte das machen und habe gesagt, dass ich mir das vorstellen könnte (…) Dass ich nach dreijähriger Mitgliedschaft die Möglichkeit bekomme, für so ein Amt zu kandidieren, ist immer noch eine Wucht, die ich auf eine gewisse Art und Weise erst noch realisieren muss.

(Jan-Michael-Fischer darüber, dass die SPD ihn ins Rennen schickt)

Andreas Zippel hingegen stammt gebürtig aus Nürnberg, ist Wirtschaftsjurist, arbeitet und lehrt an der Uni Bayreuth und ist dort unter anderem am Aufbau neuer Studiengänge beteiligt. Für seine Vorlesungen über das Verfassungsrecht wurde er vergangenes Jahr mit dem Lehrpreis der Uni Bayreuth ausgezeichnet. Zippel promoviert außerdem an der Uni Bremen bei einem der renommiertesten Arbeitsrechtlern des Landes. In seiner Doktorarbeit beschäftigt er sich mit der Frage, welche digitalen Hilfen im Personalmanagement zulässig sind. Nach Zippels Meinung sind die derzeit in Stadt und Landkreis tätigen Politiker zu wenig tätig und verfügen über kein Konzept, wie sich die Region in den nächsten Jahren entwickeln soll.

Die SPD hat sich vermutlich überlegt, dass es gut wäre ein paar neue Ideen reinzubringen und ein bisschen Schwung.

(Andreas Zippel auf die Frage, warum die SPD ihn nominiert hat)

Andreas Zippel. Foto: Thorsten Gütling

Wie Fischer glaubt auch Zippel, dass Stadt und Landkreis vertrauensvoller miteinander umgehen und mehr miteinander kooperieren sollten. Gemeinsam wollen sie antreten, um aus Stadt und Landkreis eine starke Einheit zu machen.

Es gibt Überschneidungen in unterschiedlichsten Bereichen. Das fängt bei der Mobilität an, das geht übers Klinikum und weitere gemeinsame Projekte weiter, wo es wirklich gut ist, wenn sich Landrat und Oberbürgermeister auch wirklich gut verstehen.

(Jan-Michael Fischer)

Auch wenn sich die Nachrichten über historische Tiefpunkte bei der SPD beinahe wöchentlich wiederholen und die SPD in Bayern aktuellen Umfragen zufolge auf nicht einmal mehr zehn Prozent kommt, finden Zippel und Fischer: die Sozialdemokratie ist wichtiger denn je. Sicherlich bekomme man “wenig Rückenwind rein von dem Namen SPD”, sagt Zippel. Aber:

Man braucht sich nur mal in einen Park setzen, da sieht man Rentner die Flaschenpfand sammeln um die eigene Rente aufzubessern. Das ist ein Zustand der nicht tragbar ist.

(Jan-Michael Fischer)

Andreas Zippel (li.) und Jan-Michael Fischer (re.) im bt-Interview. Die Fragen stellt Thorsten Gütling. Foto: Carolin Richter

Das Alter? Kein Problem!

Dass ihnen ihr mit 27 Jahren noch recht junges Alter bei der Wahl zum Verhängnis wird, glauben die beiden nicht.

Dieses Alter ist eigentlich überhaupt kein Problem. Denn man bringt neue Ideen mit, man bringt Schwung mit, man bringt ganz andere Perspektiven mit.

(Andreas Zippel)

Was sie anders tun wollen als ihre Vorgänger? Man habe wahnsinnig großes Potenzial in Bayreuth, das aber kaum genutzt werde, findet Zippel. Man arbeite weder an einem Plan, wie in Bayreuth die Mobilitätswende zu schaffen sei, noch daran, wie man die Wohnungsnot lindern könnte ohne die Natur zu zerstören. Folglich sagt Zippel, es fehle ihm vor allem an Konzepten, die erarbeitet und dann auch durchgezogen werden müssten.

Schlecht getan hat sie nicht viel, weil sie wenig getan hat.

(Andreas Zippel über Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe)

So sieht das auch Fischer, der unter anderem ein Mobilitätskonzept für den Landkreis vermisst um junge Menschen von einem Leben dort zu überzeugen. Eines, das dafür sorgen könnte, dass die Jungen in der Region bleiben und damit auch die Nachwuchssorgen in Vereinen und Feuerwehren lösen.

Der Ort für ein Interview über mehr Kooperation zwischen Stadt und Landkreis: Der in Bindlach ansässige Flugplatz der Stadt Bayreuth. Foto: Carolin Richter

Politik von der Fraktionsbank

Und wenn es nun nicht klappt mit dem Sturm auf die Chef-Sessel am 15. März des nächsten Jahres? Dann wollen sich Zippel und Fischer in Stadt- und Kreistag Gehör verschaffen. Wollen ihre Ideen davon, wie die Zukunft der Region aussehen soll, möglichst von den vorderen Bänken der Gremien vorantreiben.

Wenn ich mir zutraue eine Stadt zu führen, dann möchte ich mir auch zutrauen in einem Stadtrat eine Stadt zu gestalten.

(Andreas Zippel)

Die Inhalte, die ich jetzt im Rahmen des Wahlkampfes einbringe, möchte ich dann auch umsetzten, ungeachtet der Tatsache, ob ich Landrat werde oder nicht. Das sollte die Devise jedes Kandidaten sein.

(Jan-Michael Fischer)

Oberbürgermeisterwahl 2020: Fünf Kandidaten bahnen sich an

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Noch scheint unklar, ob die AfD bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr einen Oberbürgermeisterkandidaten ins Rennen schickt. Zwar sollte die Entscheidung bereits in einer Sitzung Ende Juli fallen, jetzt bittet der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Kreisvorsitzende, Tobias Peterka, im Gespräch mit dem Bayreuther Tagblatt um weitere Wochen Aufschub, um die Kandidaten-Frage zu klären.

Anders als noch im Juli nennt es Peterka jetzt aber auf Nachfrage des Bayreuther Tagblatts “eher unwahrscheinlich”, dass die AfD in Bayreuth einen eigenen OB-Kandidaten stellt. Allerdings wolle man mit einer Liste für den Stadtrat kandidieren.

Fest steht bisher nur einer

Aktuell kandidiert im März 2020 damit sicher für das Amt des Oberbürgermeisters nur Andreas Zippel von der SPD. Zippel ist 27 Jahre alt, Wirtschaftsjurist und Dozent an der Uni Bayreuth. Er gilt deshalb derzeit als einziger sicherer Kandidat, weil er als bisher einziger von seiner Partei nominiert worden ist. Zwei weitere Kandidaten haben ihren Wunsch anzutreten aber zumindest schon formuliert.

Andreas Zippel. Foto: SPD

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Thomas Hacker ist 51, Bundestagsabgeordneter, Vorsitzender der FDP/DU-Stadtratsfraktion und war bereits Fraktionsvorsitzender der FDP im bayerischen Landtag. Für den Kreisverband der FDP gilt er als geeignetster Kandidat, das hat der Verband so auch schon kommuniziert. Von den Mitgliedern des Kreisverbands offiziell nominiert ist Hacker aber noch nicht.

Thomas Hacker. Foto: Stadt Bayreuth

Gleiches gilt für Thomas Ebersberger (59). In Teilen der CSU gilt er als heißester Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im nächsten Jahr. Spätestens nachdem Bayreuths Alt-OB Michael Hohl vor zwei Wochen erklärt hatte, sich auf anderer Ebene für die Belange der Stadt einsetzen zu wollen, rechnet er selbst nicht mehr mit einem Gegenkandidaten aus den eigenen Reihen. Allerdings: Teile der Partei sollen einen noch unbekannten jüngeren Kandidaten bevorzugen.

Thomas Ebersberger. Foto: Stadt Bayreuth

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Auch Bayreuths amtierende Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (63) hat sich eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob sie für eine weitere Legislatur bereit steht. Sie wolle sich erst nach der Sommerpause entscheiden, Ende August soll sie erst einmal in den Urlaub fahren, im Herbst sollen die Mitglieder der Bayreuther Gemeinschaft sich offiziell auf einen Kandidaten einigen. Es heißt, die BG wolle auf jeden Fall einen Kandidaten stellen. Dafür, dass der Merk-Erbe heißt, sprechen zwei Argumente. Erstens: Die Oberbürgermeisterin hat bereits einmal angedeutet, ihre Entscheidung auch davon abhängig zu machen, in wessen Hände sie die Stadt übergeben könnte. Und zwischen ihr und dem wahrscheinlichen CSU-Kandidaten Ebersberger ist der Ton im Stadtrat in den vergangenen Wochen hörbar rauer geworden. Zweitens: Dass sich ein anderer Kandidat aus Reihen der BG hervortut, ist gerade nicht erkennbar.

Brigitte Merk-Erbe. Foto: Stadt Bayreuth

Rätselraten um die Grünen

Unklar auch, wen die Grünen ins Rennen schicken. Stefan Schlags, der vielleicht heißeste Kandidat aus Reihen der grünen Stadtratsfraktion, sagt auf Nachfrage des Bayreuther Tagblatts, die Partei wolle sich bis Dezember Zeit mit der Entscheidung lassen. Gegenüber dem bt hatte er aber auch schon erklärt “noch einmal Lust zu haben, auf einen richtig guten Wahlkampf”. Statt seinen Hut nach 2012 noch einmal in den Ring zu werfen, könnte Schlags auf absehbare Zeit aber auch seiner Frau Ulrike Gote folgen, die im Sommer die Stelle der Bildungsreferentin im hessischen Kassel angenommen hat. Vor allem unter Erstwählern hätte Schlags wohl  gute Karten. Tochter Magdalena ist die Hauptorganisatorin der Fridays for Future-Bewegung in Bayreuth.

Stefan Schlags. Foto: Stadt Bayreuth

JB und DU wollen mehr

Als relativ sicher gilt hingegen, dass das Junge Bayreuth einen eigenen Kandidaten um die Nachfolge Merk-Erbes ins Rennen schickt. Als wahrscheinlichster Kandidat gilt der Fraktionsvorsitzende Stefan Schuh. Auf Nachfrage des Bayreuther Tagblatts dementiert er das nicht, verweist aber auf eine Nominierungsversammlung Ende September.

Stefan Schuh. Foto: Stadt Bayreuth

Auch die Unabhängigen (DU) um Med-Center- und Spielvereinigungs-Chef Wolfgang Gruber wollen mehr als die bisherigen zwei Sitze im Stadtrat und die daraus resultierende Fraktionsgemeinschaft mit der FDP. Dass sie einen eigenen Kandidaten stellen gilt zumindest als möglich.

Wolfgang Gruber. Foto: Stadt Bayreuth

Oberbürgermeisterwahl: Michael Hohl tritt nicht an

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Bayreuths Bürgermeister Thomas Ebersberger gilt seit Dienstagabend als heißester Tipp, wenn es um die Frage geht, wen die CSU in das Rennen um das Oberbürgermeisteramt 2020 schickt. Der Grund: Ebersbergers ärgster Konkurrent, Michael Hohl, hat erklärt, nun doch nicht zu kandidieren. Zur Begründung sagt Hohl, er wolle die Zukunft der Stadt künftig von anderer Stelle aus gestalten.

Bei einer Abstimmung, die das Bayreuther Tagblatt im Juli gestartet hatte, nahmen über 500 Leser teil. Am Ende hatte Hohl die Nase zwölf Prozentpunkte vor Ebersberger.

Es ehrt mich, dass ich von einer ganzen Reihe von Parteimitgliedern und tagtäglich von Bayreuther Bürgern außerhalb der CSU zu einer erneuten Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters aufgefordert wurde. Nach reiflicher Überlegung und intensiven Gesprächen mit meiner Familie und engen Freunden bin ich zu dem für mich alles andere als leichten Entschluss gekommen, dass ich auf eine Kandidatur verzichten werde.

(Michael Hohl, Altoberbürgermeister)

Den Kreisverband habe er von seiner Entscheidung bereits in Kenntnis gesetzt. Hohl war von 2006 bis 2012 bereits Oberbürgermeister der Stadt, bevor er eine Stichwahl gegen Brigitte Merk-Erbe denkbar knapp verlor.

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Ich bin dankbar dafür, dass ich den Menschen unserer Stadt sechs Jahre lang dienen durfte und dazu beitragen konnte, die Stadt Bayreuth attraktiver und zukunftsfester zu machen. Dies sehe ich auch künftig als wichtige Aufgabe und Herausforderung an – jedoch an anderer Stelle.

(Michael Hohl)

Hohl sagt, er habe neben seiner langjährigen Tätigkeit für die Forschungsstelle für Familienunternehmen aktuell die Geschäftsführung der Forschungsvereinigung Neue Materialen übernommen. Sein Ziel sei es, das “Innovationspotential” der Region weiter zu stärken. Zudem sehe er seine Aufgabe künftig in der Förderung der Wirtschaftsregion Bayreuth. Das wolle er vorantreiben, indem er Wirtschaft, Uni und Start-Ups vernetze.

Diese Entscheidung wurde mir erleichtert durch die Gewissheit, dass die Bayreuther CSU in der Kommunalwahl umso erfolgreicher sein wird, je geschlossener sie agieren kann. Ich möchte mit diesem Schritt auch dazu konstruktiv beitragen.

(Michael Hohl)

Für den Stadtrat wolle er allerdings wieder kandidieren, so Hohl.

CSU-Kreisverband zollt der Entscheidung Respekt

Die Frage ist nicht, ob Dr. Hohl positiven Einfluss auf die Entwicklung unseres geliebten Bayreuths nimmt, sondern aus welcher Position heraus. Auch wenn er der CSU nicht als Oberbürgermeisterkandidat zur Verfügung steht, wird er sich trotzdem in geeigneter Position in den Dienst der Bürger, der Stadt und somit auch in den Dienst seiner Partei stellen. Davor habe ich größten Respekt und dafür empfinde ich tiefe Dankbarkeit.

(Silke Launert, CSU-Kreisvorsitzende)

Am 19. September soll die Frage nach dem Oberbürgermeisterkandidaten der CSU endgültig entschieden werden. Dann möchte die CSU Bayreuth-Stadt ihren Kandidaten auf einer Versammlung offiziell nominieren.

Von Thomas Ebersberger war am Abend keine Stellungnahme mehr zu erhalten.

Kommunalwahl 2020: Oberbürgermeister gesucht

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Die SPD hat vorgelegt. Als erste Partei in Bayreuth hat sie ihren Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister im nächsten Jahr nominiert. Aber was machen die anderen Parteien und Gruppierungen? Welche Kandidaten zeichnen sich ab? Das Bayreuther Tagblatt wagt einen Ausblick:

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Die CSU:

Von einem Neuanfang wie bei der SPD, ist man bei der CSU weit entfernt. In erster Reihe stehen mit Michael Hohl (Altoberbürgermeister), Stefan Specht (Fraktions-Chef) und Thomas Ebersberger (stellvertretender Bürgermeister) gleich drei politische Schwergewichte.

Insider rechnen Stefan Specht die geringsten Chancen aus. Erstens hat sich die Lage im Jugendkulturzentrum (Zentrum) noch nicht beruhigt, wo die frühere Geschäftsführerin tief in die Kasse griff und Vorstandsmitglied Specht den Anschein erweckte, das dem Stadtrat verheimlichen zu wollen. Was das Gericht in dieser Sache noch zutage fördert, bleibt abzuwarten. Zweitens brachte Specht schon als ein Kulturreferent gesucht wurde seinen Namen ins Gespräch, um ihn dann umso schneller mit Verweis auf berufliche Gründe wieder zurückzuziehen.

Aus CSU-Kreisen ist immer wieder zu hören, dass Thomas Ebersberger noch immer auf die Einlösung eines Versprechens wartet. Demnach sei Ebersberger im Jahr 2000 nur deshalb als völlig aussichtsloser Kandidat gegen Amtsinhaber Dieter Mronz (SPD) ins Rennen gegangen, weil man ihm sechs Jahre später eine vielversprechende zweite Chance in Aussicht gestellt habe. Sechs Jahre später schnappte ihm Michael Hohl dann aber die Kandidatur weg und schaffte prompt den Sprung auf den Chefsessel im Rathaus – übrigens gegen Rechtsreferent Ulrich Pfeifer und Hohls spätere Nachfolgerin Brigitte Merk-Erbe. Es war das erste Mal, dass die CSU in Bayreuth den Oberbürgermeister stellte. Gut möglich also, dass der 62 Jahre alte Ebersberger jetzt seine Chance bekommt. Es sei denn Altoberbürgermeister Michael Hohl, von Merk-Erbe 2012 knapp geschlagen und durch seine Stadtratsarbeit mittlerweile aber politisch rehabilitiert, wittert noch einmal seine Chance.

Auf Facebook fragt das Tagblatt seine Leser:

Allerdings: Michael Hohl kandidierte im vergangenen Jahr für den Landtag und ist erster Nachrücker auf der Liste. Nicht ausgeschlossen also, dass ihn der Ruf nach München in den nächsten Jahren doch noch ereilt. Weil auch Landrat Hermann Hübner (65) aufhört und die Wunschkandidaten der CSU, Gudrun Brendel-Fischer (Landtagsabgeordnete) und Silke Launert (Bundestagsabgeordnete), sowie Ex-Staatssekretär Hartmut Koschyk, dem Vernehmen nach bereits dankend abgelehnt haben, ist Hohl auch immer wieder als Landrat im Gespräch. Immerhin gilt es dort ein Amt zu besetzen, aus dem er nicht schon einmal gewählt wurde. Und mit Klaus-Günther Dietel hat schon einmal ein Parteifreund vorgemacht, dass der Landrat von Bayreuth gerne auch in der Stadt wohnen darf. Allerdings deutet sich an, dass die CSU im Kreis eine andere Personalie bevorzugt.

Aus Reihen der CSU ist zu hören, dass sich der Kreisvorstand intensiv um eine Kandidatur des in Teilen des Landkreises noch recht unbekannten Franc Dierl aus Speichersdorf bemühe. Der Windischenlaibacher ist Architekt, jüngst erst zu einem von vier stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt worden, Gemeinderat und Ortsverbandsvorsitzender der Christsozialen in Speichersdorf.

bt-Tipp: Michael Hohl kandidiert noch einmal als Oberbürgermeister in Bayreuth.

Michael Hohl. Foto: Stadt Bayreuth

Die BG:

Ob sie sich zur Wiederwahl stellt, will Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe erst nach der Sommerpause verkünden. Schon mehrfach hat sie versichert, dass sie die Entscheidung noch nicht getroffen hat. Das ist auch aus Reihen der Bayreuther Gemeinschaft (BG) zu hören. Vermutlich will Merk-Erbe warten, bis sich SPD und CSU positioniert haben. Dass die Amtsinhaberin noch einmal antritt, gilt aber als wahrscheinlich. Merk-Erbe selbst macht die Entscheidung eigenen Aussagen zufolge davon abhängig, in wessen Hände sie die Stadt andernfalls übergeben müsste. Zwischen den Zeilen ist zu lesen: in die ihres Amtsvorgängers Michael Hohl auf keinen Fall. Und auch mit Stellvertreter Ebersberger liefert sie sich in den vergangenen Wochen auffallend hitzige Gefechte im Stadtrat.

Dazu kommt: Bräuchte die BG einen Nachfolger für Merk-Erbe, müsste der sich allmählich Aufmerksamkeit verschaffen. Im Stadtrat sind es mit Stephan Müller (Fraktions-Chef), Georg Kämpf, Karsten Schieseck und Ernst-Rüdiger Kettel aber die immer gleichen, die sich zu Wort melden. Einzig Schieseck käme aus Reihen der Fraktion wohl für eine Kandidatur in Frage. BG-Vorsitzender Frank Hofmann hingegen müsste erst öffentlichkeitswirksam aufgebaut werden, sprich: in den Stadtrat einziehen, um gegen die Schwergewichte der CSU bestehen zu können. Es sei denn, die BG verfährt wie die SPD und nimmt zunächst ein Scheitern, und damit eine eigentlich unnötige Unterbrechung der Regentschaft, in Kauf.

bt-Tipp: Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe tritt noch einmal an.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. Archivfoto: Thorsten Gütling

Die Grünen:

Bei den Grünen hätte Ex-Bundestagsabgeordnete und Neu-Stadträtin Ulrike Gote wohl die besten Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung um das Oberbürgermeisteramt gehabt. Allerdings folgt Gote einem Ruf nach Kassel, wo man sich für sie als Bildungsreferentin entschieden hat und Ex-Stadtrat Tim Pargent scheint sich im Maximilianeum pudelwohl zu fühlen. Bleibt? Sabine Steininger. Für ihre diplomatische aber konsequente Art, wird sie fraktionsübergreifend geschätzt, wie kaum ein anderer im Stadtrat. Ihre Politik gilt außerdem als extrem zukunftsorientiert. Nur: Ein höheres politisches Amt strebt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, die schon die Arbeit in Gotes Wahlkreisbüro niedergelegt hat, nicht an.

Womit wir bei Designer und Gote-Ehemann Stefan Schlags wären. Ein Mann, der wie Steininger durchaus radikal-grüne Politik vertritt, dabei aber viel lauter als die Fraktionsvorsitzende auftritt. Ein Mann, der polarisiert und der mit seinem Vorstoß, zum 250. Geburtstag des Dichters Jean Paul auf dem Marktplatz eine 19 Meter hohe “Himmelstreppe” zu bauen, gezeigt hat, dass er sich für kein Gedankenspiel zu schade ist. Warum also nicht auch mit dem Gedanken spielen, den bundesweiten Hype um die Grünen zu nutzen und selbst in die Chef-Etage des Bayreuther Rathauses einzuziehen. 2012 nahm Schlags schließlich schon einmal Anlauf und spricht davon, noch einmal Lust zu haben, auf einen richtig guten Wahlkampf. Für wen er den führen will, verrät er aber nicht. Ihren Kandidaten wollen die Grünen erst im Dezember präsentieren. Dass sie einen präsentieren, gilt als sicher.  Beim aktuellen Höhenflug der Grünen, kann sich die Partei etwas anderes auch gar nicht erlauben.

bt-Tipp: Stefan Schlags wirft seinen Hut in den Ring. 

Stefan Schlags (Grüne). Foto: Stadt Bayreuth

Die weiteren Parteien:

Aus Reihen der FDP ist dem Ex-Landtagsabgeordneten und amtierenden Mitglied des Deutschen Bundestags, Thomas Hacker, eine Kandidatur zuzutrauen. Hinter den Kulissen soll er die schon mehrfach angekündigt haben. Allerdings haftet Hacker noch der Strafbefehl an, den er akzeptiert hat, weil er Gelder der FDP zu Unrecht auf sein Konto hat überweisen lassen. Da er zu dem Zeitpunkt bei der Bank in der Kreide stand, hätte das Geld stattdessen auf ein Kreditkonto gehen müssen. Als Schatzmeister der FDP-Oberfranken trat Hacker daraufhin zurück. Kritiker stellen seitdem aber auch seine Eignung als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses in Frage.

GDM, dieses Kürzel ist vielen in Bayreuth noch immer ein Begriff. Gert-Dieter Meier, der einstige Redaktionsleiter des Nordbayerischen Kuriers, zog es unter Chefredakteur Joachim Braun 2012 nach Bremerhaven. Seit einiger Zeit ist er zurück in der Stadt und will dem Vernehmen nach für Wählergruppe Die Unabhängigen in den Stadtrat, die dort gemeinsam mit der FDP eine Fraktionsgemeinschaft bildet. Für sehr viel mehr als ein Mandat wird es vorerst aber nicht reichen. Zu lange war “GDM” raus aus der Stadt.

Bleibt noch Stefan Schuh, Junges Bayreuth (JB). Seit einem Jahr ist Schuh der Fraktionsvorsitzende des JB, er hat das Amt von Iris Jahn übernommen. Bei der Übernahme versprach Schuh einen eigenen Kandidaten zu stellen um die Fraktion, die wegen einer früheren Fraktionsgemeinschaft mit den Liberalen vielen noch als Anhängsel der FDP im Kopf ist, zu emanzipieren. Was wiederum voraussetzt, dass FDP/DU auch einen Kandidaten stellen oder zumindest einen anderen als den des JB unterstützen. Der einzige für das Junge Bayreuth in Frage kommende Kandidat ist wohl Stefan Schuh selbst.

bt-Tipp: Stefan Schuh tritt an.

Stefan Schuh. Foto: Stadt Bayreuth

Die SPD schlägt ihren Oberbürgermeisterkandidaten vor

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Der Stadtverband der SPD hat einstimmig entschieden: Andreas Zippel soll am Sonntag von den Delegierten als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im nächsten Frühjahr gewählt werden.
Zippel ist am Dienstag auf dem Parteitag des Unterbezirks neben Silke Winkelmaier zu einem von zwei Stellvertretern der Vorsitzenden und Staatssekretärin Anette Kramme gewählt worden. Als Schriftführer is Zippel außerdem im erweiterten Vorstand des SPD-Stadtverbandes.

27 Jahre alt

Zippel ist 27 Jahre alt und Wirtschaftsjurist. Der gebürtige Nürnberger ist als Dozent für Verfassungsrecht und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Bayreuth beschäftigt, wohin es ihn des Studiums wegen verschlagen hat. Zippel ist außerdem Doktorand an der Uni Bremen bei einem der renommiertesten Arbeitsrechtlern des Landes. In seiner Doktorarbeit beschäftigt sich Zippel mit der Frage, welche digitalen Hilfen im Personalmanagement zulässig sind.

Über den Tellerrand schauen macht einfach Spaß!

(Andreas Zippel)

Engagement an der Uni

Zippel stand der Juso-Hochschulgruppe vor, war Mitglied des Studierendenparlaments und des Senats und leitete die Fachschaft der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
Zum vergangenen Wintersemester startete der unter anderem von Zippel umgesetzte Studiengang “Recht und Wirtschaft”. Im nächsten Wintersemester beginnt zusammen mit der Universität Bordeaux ein rechtswissenschaftlicher Studiengang “Deutsch-Französischer-Bachelor”, den der 27-Jährige mit entwickelt.

Es ist einfach genial, an solch tollen innovativen Projekten an vorderster Front intensiv mitzuwirken!

(Andreas Zippel)

Für seinen Einsatz in der Lehre wurde er mit dem Lehrpreis 2018 aufgezeichnet. Als stellvertretender Vorsitzender führt Zippel den Alumni-Verein der Bayreuther Rechtswissenschaftler, der mit gut 4.000 Mitgliedern zu einem der größten in Deutschland zählt.

Wahlkampf für Tasdelen

Gemeinsam mit Michaela Schmidt-Franke war Zippel vor zwei Jahren federführend für den Landtagswahlkampf des Stadtverbandsvorsitzenden Halil Tasdelen tätig.

Ich kann zwar nicht zaubern, aber ich kann Euch zumindest versprechen, die Werte der SPD hoch zu halten und zu zeigen, wo sie auch im 21. Jahrhundert noch gebraucht werden!

(Andreas Zippel)

Die Delegiertenversammlung findet am Sonntag, den 7. Juli, um 10 Uhr im Liebesbier (Abfüllerei) statt.
Über eine Pressemitteilung lässt die SPD wissen:

Aus Respekt vor der freien Entscheidung der Delegierten wird es bis zum Sonntag keine Statements seitens der Partei oder Fraktion geben, wir bitten daher von Anfragen abzusehen.

Ein Marathon in Sierra Leone

In seiner Freizeit ist Zippel Tänzer, Läufer und Künstler, wie er auf seiner Homepage verrät. Sein sportliches Ziel ist ein Marathon in Sierra Leone.