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Stadtwerke: Warum in Bayreuth die Rohre brechen

Immer wieder brechen in Bayreuth im Sommer die Wasserrohre. Zuletzt war das in der Justus-Liebig-Straße so. Wegen der Reparaturarbeiten bleibt sie noch bis Ende nächster Woche für den Verkehr komplett gesperrt. Die Justus-Liebig-Straße könnte in ein paar Wochen gleich nochmal gesperrt werden. Das liegt daran, dass die Stadtwerke Bayreuth erkannt haben, weswegen die Rohre brechen und jetzt dagegen vorgehen.

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Spröde und überlastet

Denn das Rohr unter der Justus-Liebig-Straße bestehe aus einer Asbest-Zement-Mischung. Von der Sorte seien unter den Straßen Bayreuths noch etwa zwölf Kilometer verbaut. Anders als der Name vermuten ließe, sei das Rohrmaterial aus Asbest und Zement für die Trinkwasserversorgung völlig ungefährlich, sagt Stadtwerke-Chef Jürgen Bayer. Die in den 60er Jahren verlegten Rohre neigten aber dazu, spröde zu werden. Noch dazu, wenn immer mehr Autos die Straße und damit die Rohre belasteten. Diese Rohre würden jetzt Stück für Stück ausgetauscht. Man habe schließlich herausgefunden, dass es sich bei fast allen Rohrbrüchen der vergangenen Jahre um Rohre dieses Materials gehandelt habe, sagt Stadtwerke-Sprecher Jan Koch.

Eine Baustelle um den Schaden vorzubeugen

Die derzeit vollgesperrte Justus-Liebig-Straße müsse also um weitere 100 Meter aufgerissen werden – bis zur Otto-Hahn-Straße. Wann das genau passiert, stehe noch nicht fest, so Stadtwerke-Sprecher Jan Koch. Vermutlich werde die Straße zuvor aber ersteinmal wieder für den Verkehr freigegeben.

Wieder Rohrbruch: Justus-Liebig-Straße tagelang gesperrt

Gegen 12:30 Uhr ist am Dienstag in der Justus-Liebig-Straße wieder eine Wasserleitung gebrochen. Die Straße auf Höhe des Autohauses Herrnleben sei aufgrund des austretenden Wassers so stark unterspült, dass die Justus-Liebig-Straße für den Verkehr komplett gesperrt werden muss. Eine Umleitung sei eingerichtet, melden die Stadtwerke Bayreuth.

Wir gehen davon aus, dass die Justus-Liebig-Straße bis voraussichtlich Ende nächster Woche gesperrt bleiben muss.

(Jan Koch, Sprecher der Stadtwerke Bayreuth)

Dass die Wasserleitung in der Justus-Liebig-Straße dieses Jahr nicht zum ersten Mal Probleme bereitet, ist den Stadtwerken laut Koch klar: „In weiten Teilen haben wir uns schon um die Justus-Liebig-Straße gekümmert: Vom Freiheitsplatz bis zur Spitzwegstraße haben wir unsere Leitung schon erneuert. Ebenso einen Teil der Spitzwegstraße.“

Problemkind Justus-Liebig-Straße

Das Teilstück zwischen Spitzwegstraße und Otto-Hahn-Straße sei bislang unauffällig gewesen, sagt Koch, werde nun aber sofort angegangen. „Wir werden sofort 30 Meter Rohrleitung austauschen, die restlichen 100 Meter bis zur Otto-Hahn-Straße kommen dann im nächsten Jahr dran.“

Wie es mit dem Teil der Justus-Liebig-Straße ab der Einmündung Otto-Hahn-Straße in Richtung Ludwig-Thoma-Straße weitergeht, sei noch nicht klar.

Das hängt ganz davon ab, wie es mit dem ehemaligen Burkhardt-Gelände weitergeht. Wir wollen schließlich nicht erneuern, um dann im schlimmsten Fall die brandneue Leitung wieder herausreißen zu müssen.

(Jan Koch)

Von der Wasserversorgung sei derzeit kein Haus abgeschnitten.

Rohrbruch: Seniorenheim ohne Wasser

Wasser Rohrbruch im Stadtteil Kreuzstein. Wie Stadtwerke-Sprecher Jan Koch bestätigt ist am Nachmittag ein Rohr an der Ecke Prieserstraße/Hans-Sachs-Straße gebrochen.

Wir wissen seit 16:40 Uhr davon.

(Jan Koch, Sprecher der Stadtwerke Bayreuth)

Betroffen und somit voraussichtlich den kompletten Sonntagabend ohne Leitungswasser sind demzufolge zwar nur drei Hausanschlüsse. Aber: Eine der Adressen ist der “Seniorenstift am Glasenweiher”.

Stadtwerke-Sprecher Koch vermutet, dass das Wasser dort noch in der Nacht wieder fließen wird.

Wir haben über Hydranten eine Notversorgung eingerichtet. Ich glaube, dass wir bis etwa 1 Uhr durch sind.

(Jan Koch, Sprecher der Stadtwerke Bayreuth)

Wie auf Nachfrage aus dem Seniorenstift zu erfahren ist, halten sich die Folgen den Rohrbruchs dort noch in Grenzen. Bevor Mitarbeiter der Stadtwerke den Hauptstrang abgedreht haben, sollen sie die Bediensteten des Heims aufgefordert haben, Badewannen und Gefäße mit dem Rest-Wasser der Leitungen zu füllen.