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Tausende Menschen am Sicherheitstag der Polizei in Oberfranken kontrolliert: Es gab mehrere Festnahmen

Beim Sicherheitstag der Polizei waren 700 Polizisten im Einsatz. Dabei wurden Tausende Menschen kontrolliert. Einige Straftaten und Ordnungswidrigkeiten wurden aufgedeckt.

Sicherheitsdienst im Bayreuther Landratsamt: Bürgerfreundlichkeit oder Schutz der Mitarbeiter?

Sicherheitspersonal im Bayreuther Landratsamt. Darüber hat der Kreisausschuss in Bayreuth am Montag diskutiert.

Zum Start ins neue Jahr: Sicher böllern – so geht’s

Nicht selten werden durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern Menschen verletzt oder Sachen beschädigt und in Brand gesetzt. Wie man gut und verletzungsfrei ins neue Jahr rutschen kann, verrät die Polizei Oberfranken.

Richtiger Umgang mit Feuerwerkskörpern

Feuerwerkskörper werden in Deutschland durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ihrer Gefährlichkeit nach in Kategorien eingeteilt und entsprechend zugelassen. Beim typischen Silvesterfeuerwerk spricht man vom sogenannten Kleinfeuerwerk, wie Raketen, Böller, Luftheuler und Fontänen. Diese dürfen ausschließlich im Zeitraum vom 28. bis 31. Dezember und nur an Erwachsene verkauft werden.

Das Abbrennen der Kleinfeuerwerke ist nur an Silvester und am Neujahrstag erlaubt, nicht aber von Minderjährigen und nicht in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen. Kleinstfeuerwerke wie Wunderkerzen, Knallerbsen und Partyartikel dürfen an Personen ab 12 Jahren ausgegeben und ganzjährig gezündet werden.

Gefährliche Böller aus Osteuropa

Die Sicherheitsrisiken der Feuerwerkskörper aus Osteuropa, wie Tschechien und Polen, werden von vielen Käufern verkannt. Beim Abbrennen dieser Kracher kann es zu erheblichen Verletzungen kommen. Die Art, Menge und Energie des Schwarzpulvers sowie die Tauglichkeit der Zünder entsprechen häufig nicht den deutschen Sicherheitsbestimmungen und bekommen daher auch keine Zulassung.

Besonders die Beamten der oberfränkischen Polizei im grenznahen Raum, der Bundespolizei Selb und des Zolls, achten auf Personen, die verbotene Pyrotechnik in das Bundesgebiet einführen wollen. Im Jahr 2019 konnten allein in Oberfranken über 100 Kilogramm sichergestellte, illegale Böller vernichtet werden.

Entscheidende Kennzeichnung

Während in Deutschland alle im Handel erhältlichen pyrotechnischen Artikel mit einem Zulassungszeichen (CE-Zeichen) versehen sind, fehlt bei den importierten Silvesterkrachern meist eine derartige Zulassung oder die Prüfzeichen sind gefälscht. Wer solche Feuerwerkskörper nach Deutschland einführt, macht sich nach dem Sprengstoffgesetz strafbar. Aus Sicherheitsgründen achtet die Polizei bei ihren Kontrollen verstärkt auf Kracher aus dem Ausland.

Feuerwerksverbote in Oberfranken

Neben Bamberg hat sich dieses Jahr auch die Stadt Bayreuth für eine Sperrzone von Silvesterfeuerwerken entschieden. Dort gelten, unter anderem zum Schutz der historischen Gebäude, strikte Feuerwerksverbote für die Innenstädte. Auf der Internetseite der Stadt Bamberg und Bayreuth können Sie sich über die konkreten Verbotszonen informieren.

Tipps der Polizei zum gelungen Start ins neue Jahr

  • Nur Feuerwerksartikel mit CE-Zertifizierung verwenden
  • Gebrauchsanweisung beachten
  • Feuerwerkskörper vor Kindern fernhalten
  • Keine pyrotechnischen Artikel in den Taschen der Kleidung mitführen
  • Keine Böller oder Raketen in Menschenmengen oder auf Gebäude abfeuern.
  • Wenn bereits gezündete Silvesterkracher versagen, liegen lassen und nicht erneut zünden
  • Auf keinen Fall ein eigenes Feuerwerk basteln

Kanzfeuer: Das ist zu beachten

Am 21. Juni ist Sommer-Sonnwende. Zeit, die “Kanzfeuer” zu planen. Das Stadt zeigt, welche Regeln zu beachten sind. 

  1. Sonnwendfeuer müssen rechtzeitig, also mindestens eine Woche vorher, schriftlich beim Amt für Umweltschutz der Stadt Bayreuth angemeldet werden. Hierbei sind unter anderem auch ein Verantwortlicher und der Ort des Sonnwendfeuers zu benennen. Feuer in einem Landschaftsschutzgebiet benötigen zusätzlich eine naturschutzrechtliche Genehmigung, die ebenfalls beim Amt für Umweltschutz zu beantragen ist. Unabhängig hiervon ist für Feuer in einem geringeren Abstand als 100 Metern von Waldflächen eine Erlaubnis der Forstbehörde erforderlich. Sie kann direkt beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth (Hildegard Ziegler, Telefon 0921 591421, Mail: hildegard.ziegler@aelf-by-bayern.de) beantragt werden.
  2. Besonders in Sachen Brandgefahr gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Brennbare Flüssigkeiten dürfen daher nicht zum Entzünden verwendet werden. Auch bei starkem Wind dürfen keine Sonnwendfeuer entfacht werden. Grundsätzlich gilt: Die Feuerstelle erst dann verlassen, wenn Feuer und Glut auch wirklich vollständig erloschen sind, und die vorgeschriebenen Mindestabstände zu Gebäuden (5 Meter), leicht entzündbaren Stoffen und Waldflächen (jeweils 100 Meter) einhalten.
  3. Abfälle, wie Autoreifen, Plastiktüten, Haus- oder Sperrmüll haben nichts in Sonnwendfeuern zu suchen. Stattdessen sollte nur trockenes, unbehandeltes Holz verwendet werden. Da Holz- und Reisighaufen beliebte Aufenthaltsorte oder Brutplätze für zahlreiche Kleintiere wie Igel, Eidechsen oder Vögel sind, bittet das Amt für Umweltschutz, länger gelagerte Holz- und Reisighaufen vor dem Abbrennen unbedingt einmal umzuschichten, um den Tieren eine Fluchtmöglichkeit zu geben. Außerdem muss bei Sonnwendfeuern darauf geachtet werden, dass ab 22 Uhr Lärmbelästigungen der Nachbarschaft unterbleiben.