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Thomas Bauske (SPD): „Bayreuths Vereine erleben gerade schlimme Zeiten – da müssen wir helfen“

„In den letzten sechs Jahren hat es mich sehr geärgert, dass viele Bauprojekte unglaublich lange gedauert haben und dadurch auch teurer wurden. Das wollen wir in Zukunft ändern.“

Der Bayreuther Stadtrat Norbert Aas (Die Grünen): „Grüne Themen sind Alltag und existenziell!“

Mit dem Bayreuther Tagblatt spricht Norbert Aas (Die Grünen) über Grüne Themen, die Rolle seiner Partei in der Opposition in Bayreuth und mehr.

Siegfried Zerrenner im Bayreuther Stadtrat: „Ostern war schrecklich für uns“

Bereits im März wurde der neue Stadtrat in Bayreuth gewählt. Das erste Zusammentreffen wird am 13. Mai stattfinden. Siegfried Zerrenner (SPD) gehört zu den Stadträten, die wiedergewählt wurden. 

Dr. Oliver Ponsel ist neu für die SPD im Stadtrat: „Der Gesundheitsstandort Bayreuth liegt mir am Herzen“

Vor kurzem ist der neue Stadtrat in Bayreuth gewählt worden. Es gibt unter den altbekannten Stadträten auch ein paar neue. Dr. Oliver Ponsel gehört zu den neuen Gesichtern.

SPD Bundesvorsitzender wirbt in Bayreuth für bessere Mischung aus Jung und Alt

Norbert Walter-Borjans (67) ist der Bundesvorsitzende der SPD. Im Gespräch mit dem Bayreuther Tagblatt erzählt er, warum er das Amt bekleidet, was er von den Jusos hält und ob es noch eine klassische Volkspartei gibt. Was er von Andreas Zippel hält und noch mehr, gibt’s im Video über dem Text.

Vom Finanzminister zum Bundesvorsitzenden

Vom Finanzminister zum Bundesvorsitzenden: Norbert Walter-Borjans war nicht immer Co-Vorsitzender der SPD. Er war sieben Jahre lang Finanzminister in Nordrhein-Westfalen und wollte sich danach aus der aktiven Politik zurückziehen und sie unter anderem als Autor begleiten. Das war 2017. Drei Jahre später ist der 67-Jährige immer noch im Geschäft und das auch noch in einem ziemlich großen Amt. Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles und der Ankündigung einer Nachfolge-Kür mit 23 Regionalkonferenzen kamen sowohl junge als auch alte Menschen auf ihn zu, um ihn zur Kandidatur zu bewegen. „Das hat mich nachdenklich gemacht“, sagt der Bundesvorsitzende. Genauso wie ihre Signale, dass er nicht nur den Erfahrungsschatz der Älteren einbringen, sondern auch den jungen Menschen ein Stück politischer Hoffnung geben könne. Das habe ihn schließlich dazu bewogen, sich dem Wettbewerb um den Bundesvorsitz zu stellen.

Norbert Walter-Borjans (Mitte) umgeben von Bayreuther SPDlern. Foto: Katharina Adler

In Stadt und Landkreis Bayreuth kandidieren aktuell ein 28-Jähriger als Oberbürgermeister und ein 27-Jähriger als Landrat für die SPD. Die Rolle der Jugendorganisationen der Parteien findet Walter-Borjans wichtig, da „sie immer so ein bisschen Stachel sind.“ Sie hätten die Aufgabe aus einer bestimmten Perspektive, manchmal auch provokativ, Thesen aufzustellen, sagt er. Außerdem findet der 67-Jährige die Mischung aus Jung und Alt bedeutsam.

Bayreuther AfD wählt Tobias Peterka zum Direktkandidaten für Bundestagswahl 2021

Die Parteien stellen ihre Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Bayreuth (237) auf. 

SPD: Dieser Mann soll Landrat werden

Der nächste bitte: Erst vor zwei Wochen hat die Bayreuther SPD den erst 27 Jahre alten Wirtschaftsjuristen Andreas Zippel zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Jetzt ist klar: Der Kandidat, den die SPD Bayreuth-Land in das Rennen um den Chefsessel im Landratsamt schicken will, ist genauso jung.

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Zwar noch nicht offiziell nominiert, aber vom Kreisvorstand zum Kandidaten auserkoren ist der 27 Jahre alte Speichersdorfer Jan-Michael Fischer.

Fischer wird im Oktober sein Studium der Politikwissenschaft und interkulturellen Wirtschaftskommunikation abschließen. Seit Ende 2017 arbeitet Fischer bei den Stadtwerken Jena und sammelt dort Erfahrungen in Sachen Elektro-Mobilität, Unternehmensentwicklung und Vertrieb.

SPD-Kreisvorsitzende Sonja Wagner sagt, Jan-Michael Fischer habe schon in jungen Jahren Manager-Qualität und Führungsqualität unter Beweis gestellt.

Er ist konsequent bei Entscheidungen, er kann organisieren und strukturiert arbeiten.

(Sonja Wagner, Kreisvorsitzende der SPD)

Fischer sei ein Team-Player, kein Mann von Schnellschüssen und verfüge über einen Generationen übergreifenden Blick.

Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, der Bischofsgrüner Bürgermeister Stephan Unglaub, sagt, Fischer komme gerade seine kommunalpolitische Jungfräulichkeit zu Gute. Er könne damit eine freie und unbeeinflusste Rolle als Landrat spielen. Fischer sei belastbar, emphatisch, durchsetzungsfähig und gerecht. Zudem zeichne er sich durch Überzeugungsstärke und eine lösungsorientierte Denkweise aus.

Er geht sympathisch und einfühlsam auf die Menschen zu und versucht deren Bedürfnisse politisch umzusetzen. Eine gute Wahl für unseren Landkreis.

(Harald Schlegel, Bürgermeister von Gefrees)

Enge Kooperation mit Andreas Zippel

Inhaltlich wolle er sich im Wahlkampf auf die Themen Preisgünstige Mobilität, Innovation und Klimafreundlichkeit stürzen. Darüber hinaus strebe er eine engere Zusammenarbeit mit der Stadt Bayreuth, namentlich dem Bayreuther SPD-OB-Kandidaten Andreas Zippel, an.

Das ist Jan-Michael Fischer:

Der gebürtige Oberpfälzer lebt seit frühester Kindheit in Speichersdorf. Fischer hat nach dem Abitur an der Deutschen Schule in Bilbao in München, Bayreuth und Jena Jura, Politikwissenschaft und interkulturelle Wirtschaftskommunikation studiert. Berufliche Erfahrungen sammelte der 27-Jährige bei mehreren Unternehmen und bei Praktika im Deutschen Bundestag sowie im Europaparlament. Bis vor kurzem war er Juso-Vorsitzender im SPD-Unterbezirk Bayreuth und Mitglied des Bezirksvorstands der SPD-Nachwuchsorganisation. Seit knapp zwei Jahren ist er zudem stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Speichersdorf. Des Weiteren ist er Teil des Kreisvorstands der SPD Bayreuth-Land.

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Fischers Nominierung soll auf einer Delegiertenkonferenz am 26. Oktober in Mistelbach erfolgen. Dort wird auch die Kreistags-Kandidatenliste aufgestellt.

Andreas Zippel: Der OB-Kandidat der SPD im Video-Interview

Andreas Zippel ist der Kandidat der Bayreuther SPD zur Oberbürgermeisterwahl 2020. Einstimmig haben die Delegierten den 27 Jahre alten Wirtschaftsjuristen gewählt. Das allererste Interview mit dem frischgebackenen OB-Kandidaten finden Sie über dem Text.

Zippels Vorstellungsrede im Video gibt’s hier:

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SPD-Fraktionschef: OB-Kritik via Rathaus-Rundmail

Dieser Vorfall ist wohl weit und breit einmalig. Mit einer E-Mail hat sich der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion an Mitarbeiter des Rathauses gewandt. Darin beklagt er sich über den Stil der Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (Bayreuther Gemeinschaft) und bietet Mitarbeitern der Verwaltung bei Problemen mit der Rathauschefin seine Hilfe an.

In dem Schreiben spricht Bauske von Überheblichkeit, Selbstüberschätzung und einer Verkennung der Tatsachen. Grund für die Kritik ist ein Flyer der Bayreuther Gemeinschaft, auf dem allen voran der Vorsitzende der BG-Fraktion, Stephan Müller, die CSU-Stadträte Stefan Specht und Klaus Klötzer zum Rücktritt auffordert. Klötzer ist der Vorstandsvorsitzende des Vereins Internationales Jugendkulturzentrum Bayreuth, CSU-Fraktionschef Specht ist Beisitzer im Vorstand des Zentrums. Die Bayreuther Gemeinschaft wirft den beiden Stadträten seit Monaten vor, Wissen über die Veruntreuung von Geldern im Zentrum durch die frühere Geschäftsführerin zu lange geheim gehalten zu haben. So hätten die beiden darüber bereits bescheid gewusst, als der Stadtrat Zuschüsse für das Zentrum beschlossen habe.

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Mit dieser Mail hat sich SPD-Fraktionschef Thomas Bauske an die Mitarbeiter des Rathauses gewandt. Foto: red

Bauske schließt seine Mail mit den Worten:

„Meine Fraktion und ich stehen Ihnen bei Schwierigkeiten und Problemen gerne zur Seite.“

(Thomas Bauske, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion)

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe will den Vorfall rechtlich prüfen lassen. Möglichkeiten für die Mitarbeiter, sich bei Problemen zu äußern, gebe es nämlich genügend. Der Dienstweg, den Bauske offenbar zu verlassen vorschlage, sehe bei Problemen erst einmal den Gang zu Personalamt, Personalrat und Referenten vor.

Merk-Erbe wörtlich:

Ich halte diese Mail für einen unerhörten Vorgang (…) Letztlich versucht hier ein Stadtrat, die Beamten/innen und Angestellten/innen des öffentlichen Dienstes der Stadt Bayreuth für seine politischen Zwecke zu instrumentalisieren und fordert diese zudem auf, den Dienstweg innerhalb der Verwaltung nicht einzuhalten. Ob die Fraktion der SPD gewillt ist, solche Verhaltens- und Vorgehensweisen zu akzeptieren, kann nur die Fraktion der SPD beantworten.

(Brigitte Merk-Erbe, Oberbürgermeisterin, Bayreuther Gemeinschaft)

Stephan Müller spricht auf Nachfrage des Bayreuther Tagblatts von einem „unsäglichen“ Verhalten und davon, dass Bauske versuche, im Rathaus Unfrieden zu sähen. Müller sagt:

Man könnte fast auf den Gedanken kommen, dass Herr Bauske den Steigbügelhalter für die sogenannte Gestaltungsmehrheit macht, um die Aufmerksamkeit von den Vorgängen im Zentrum abzulenken.

(Stephan Müller, Fraktionsvorsitzender der Bayreuther Gemeinschaft)

Und Müller sagt weiter:

Ich weiß auch nicht, ob sich Herr Bauske nur den öffentlich zugänglichen E-Mails der Stadtverwaltung bedient hat.

(Stephan Müller)

Thomas Bauske sagt auf bt-Nachfrage, dass er die Mails ohne Rücksprache mit Klaus Klötzer und  Stefan Specht verschickt habe. Er habe das auch nicht über die Mailadresse der SPD-Fraktion sondern unter eigenem Namen gemacht. Adressiert sei sie zudem nur an die Mitglieder gewesen, deren Adressen er persönlich kenne. An wieviele Mitarbeiter des Rathauses er die Mail verschickt hat, wolle er nicht sagen. Damit solle verhindert werden, dass auf die, die die Nachricht erhalten haben, eine „Hexenjagd“ veranstaltet werde.

Ich will schließlich keine Hexenjagd betreiben.

(Thomas Bauske, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat)

Auf die Frage, ob er die Rechtmäßigkeit seines Vorgehens geprüft habe, sagt Bauske, man könne doch wohl als Privatperson jederzeit einem oder mehreren Mitarbeitern des Rathauses eine Nachricht zukommen lassen.

 

Für die SPD: Spiderman will Oberbürgermeister werden

In weniger als einem Jahr, am 15. März 2020, werden in Bayreuth der Stadtrat und der Rathauschef neu gewählt. Während sich Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe noch nicht festlegen will, ob sie dann nochmal zur Wahl antritt, machen die Fraktionen im Stadtrat noch ein Geheimnis daraus, wer sie beerben könnte. Zu den üblichen Verdächtigen hat sich jetzt aber ein junger Mann gesellt, der in den vergangenen Wochen bereits von sich Reden gemacht hat.

Der Bayreuther, der bisher auf diversen Veranstaltungen in einem täuschend echt anmutenden Spiderman-Kostüm in Erscheinung getreten ist, sagt: „Ich werde gegen Merk-Erbe antreten.“ Noch im April will er das Geheimnis um seine Person lüften.

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Darauf angesprochen sagt Halil Tasdelen, der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes:

„Das stimmt. Der Mann ist kreativ, innovativ, jung und will etwas bewegen. Er passt nicht nur wegen seiner Vorliebe für die Farbe Rot perfekt zu uns.“

Dass es sich bei Spiderman aber um den SPD-Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt handelt, sei noch nicht spruchreif. Parteiintern müsse das noch geklärt werden, der junge Mann gelte aber in weiten Teilen der Partei als Hoffnungsträger und dürfe sich durchaus Chancen auf die Kandidatur ausrechnen.

Tasdelen über Spiderman:

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Spiderman selbst sagt auf Nachfrage des Bayreuther Tagblatts: „Die vergangenen Wochen habe mir gezeigt, wie sehr sich die Stadt nach einem Superhelden sehnt. Ich werde zwar bald mein Kostüm ablegen, verspreche aber, mich auch dann noch dafür einzusetzen, dass Schaden von der Stadt abgehalten wird und sich die Menschen wieder gegenseitig etwas mehr helfen.“

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Spiderman will die SPD schützen

Einen Antrag auf Mitgliedschaft habe er bereits ausgefüllt. Seine Wahl sei auf die Sozialdemokraten gefallen, die ihm schon lange eine Herzensangelegenheit seien und die es, vielleicht mehr als den Rest der Welt, vor falschen Einflüssen zu schützen gelte.

Spiderman ist damit der zweite Kandidat, der öffentlich zugibt, zur Wahl um das Oberbürgermeisteramt antreten zu wollen. Einzig Stefan Schuh, der Vorsitzende des Vereins Junges Bayreuth, hat seinen Hut bislang in den Ring geworfen. Aus Reihen der CSU werden Altoberbürgermeister Michael Hohl und der stellvertretende Bürgermeister Thomas Ebersberger zwar immer wieder als Interessenten genannt. Klar positioniert hat sich allerdings noch keiner von beiden. Hohl gilt auch als möglicher Nachfolger von Landrat Hermann Hübner.

Von Seiten der SPD war bislang kein Kandidat in Sicht. Tasdelen hatte aber schon vor Wochen angekündigt, einen jungen und aussichtsreichen Überraschungs-Bewerber präsentieren zu wollen.