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Friedrichsforum

Entschieden: Das wird das Logo für das Friedrichsforum

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Bereits im Juni hat Star-Designer Peter Schmidt, der gebürtig aus Bayreuth kommt, dem Stadtrat zwei Logos für das künftige Friedrichsforum vorgestellt. Seitdem wurden die beiden Entwürfe weiterentwickelt und am Mittwoch von Kulturreferent Benedikt Stegmayer dem Stadtrat vorgestellt.

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Der bis dato umstrittene Vorschlag mit den grünen und violetten Punkten wurde am Dienstag mit 13 Gegenstimmen bei 40 Anwesenden angenommen. Auch eine bei einer Umfrage des Bayreuther Tagblattes hatten die Leser mit knapper Mehrheit für diese Variante gestimmt.

Das Logo wird künftig nur aus dem Wort “Friedrichsforum” bestehen. Der Zusatz “am Hofgarten” ist ganz knapp, mit 21 Gegenstimmen bei 40 Anwesenden, abgelehnt worden. Auch der ursprüngliche Bindestrich entfällt künftig.

Zwar wurde von Seiten der CSU darauf hingewiesen, dass über die sozialen Medien weitere Logo-Vorschläge eingegangen sind, diskutiert oder gar zur Auswahl gestellt wurden diese im Stadtrat aber nicht.

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Stimmen aus dem Stadtrat

Über Geschmack lässt sich streiten. Beim einem neuen Logo erachte ich vor allem die Funktionalität als wichtig.

(Stefan Specht, CSU)

Wir sind der Meinung, dass die Variante etwas Neues ist, eine Art Aufforderung, gerade für ein Forum. Alle anderen Varianten sehe ich als einen Schritt zurück an. Wir sollten weg von den Silhouetten kommen und etwas Farbenfrohes für unser Bayreuth verwenden.

(Ernst-Rüdiger Kettel, Bayreuther Gemeinschaft)

Wir haben in der Fraktion keinen gemeinsamen Nenner gefunden. Der Zusatz am Hofgarten gefällt mehrheitlich nicht (…) Die Oberbürgermeisterin hat sich ohne Beschluss an Professor Schmidt gewandt um ein Logo zu kreieren.

(Thomas Bauske, SPD)

Die Verschiedenfarbigkeit der Variante kann im Leitsystem des Hauses unterschiedlich eingesetzt werden, zum Beispiel für verschiedene Sparten.

(Karsten Schieseck, Bayreuther Gemeinschaft)

Von anderen Städten wird uns das Logo deutlich unterscheiden, weil es meiner Meinung nach herausragt.

(Christa Müller-Feuerstein, fraktionslos)

Ich habe mich bei lokalen Fachleuten erkundigt und finde es bedauerlich, dass regionale Agenturen bei der Logo-Findung nicht mit eingebunden werden.

(Helmut Parzen, CSU)

Wir haben wir einen Designer von Weltruf. Aus enger Verbundenheit hat er die Vorschläge kreiert.

(Brigitte Merk-Erbe, Oberbürgermeisterin)

Peter Schmidt: Der Star-Designer erklärt sein Logo im Stadtrat

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Peter Schmidt, 81 Jahre alt und einer der bekanntesten Produkt-Designer der Welt, wird am Mittwoch im Bayreuther Stadtrat sprechen. Der gebürtige Bayreuther will den Stadträten dort sein Logo für das Friedrichs-Forum erklären. Das Logo will Schmidt seiner Heimatstadt schenken. Bei einigen Stadträten stößt es aber auf Ablehnung.

Eine Bildergalerie mit Schmidts bekanntesten Designs finden Sie über dem Text.

Peter Schmidt bei einem Besuch in der Bayreuther Stadthalle. Foto: red

Peter Schmidt ist am 10. Dezember 1937 in Bayreuth geboren und betreibt in Hamburg eine weltbekannte Design-Agentur. Zu Schmidts bekanntesten Werken gehören die Parfüm-Flakons für Jil Sander, Hugo Boss und Laura Biagiotti. Zeitweise stand der Flakon des Parfüms “Jil Sander – Woman Pure” im Museum of Modern Art in New York. Eine Auszeichnung, die nur wenige Designer vorweisen können.

Zwei von vielen Designs, die Peter Schmidt weltbekannt machten: Der gebürtige Bayreuther designte die Flasche der Mineralwassermarke Apollinaris genauso wie den neuen fränkischen Bocksbeutel.

Flakons und Bocksbeutel

Zu Schmidts Kunden zählen außerdem die Firmen Procter & Gamble, Estée Lauder und Apollinaris. Der Bayreuther entwarf nicht nur das Logo seiner Heimatstadt, sondern auch das seiner Wahlheimat Hamburg und das der Bundeswehr. Schmidt gestaltete außerdem die neue Form des Fränkischen Bocksbeutels und die Konzerthalle Bamberg. Als die Porzellanmarke Arzberg in Schwierigkeiten kam, übernahm Schmidt Anteile und entwarf zum Einstand ein neues Service. Zuletzt sorgte er mit einem neuen Flakon dafür, dass das Parfüm 4711 ein Revival erlebte.

Ein Interview der Deutschen Welle über Peter Schmidt finden Sie hier: 

In einem Interview mit dem Zeit-Magazin sagte Schmidt im vergangenen Jahr, seine bislang beste Idee sei es gewesen, aus der Marke Boss, die Marke Hugo Boss zu machen, weil eine Marke umso emotionaler wirke, je eher man sich eine Person dahinter vorstellen könne.

Das Logo für das Friedrichs-Forum, das der Star-Designer Peter Schmidt seiner Heimatstadt Bayreuth schenken will. Quelle: Stadt Bayreuth

Mit dem Stock in den Sand

Wie Daniel Belliero, neben Schmidt ein weiterer Geschäftsführer der Agentur, im Februar im Kulturausschuss der Stadt sagte, müsse ein gutes Logo mit einem Stock in den Sand gemalt werden können. Bei dem vorgelegten Logo für das Friedrichs-Forum sei das der Fall. Die vielen bunten Punkte könnten demnach die Zuschauer einer kulturellen Aufführung darstellen. Die Farbe Grün nehme Bezug auf den benachbarten Hofgarten, die violetten Punkte seien ein Hinweis auf die wahrscheinlich violette Innenausstattung des Forums. Nur auf den ersten Blick sind die Punkte willkürlich angeordnet. Bei genauerem Hinsehen sollen sie auf einem gedachten Raster liegen. Die Punkte sollten außerdem das liberale, offene Weltbild des Designers und der Stadt Bayreuth widerspiegeln.

Die Logos der Städte Hamburg und Bayreuth stammen aus der Feder Peter Schmidts.

Mit den bunten Punkten können sich Teile des Stadtrats aber genauso wenig anfreunden, wie mit der Tatsache, dass Schmidt den Zusatz “am Hofgarten” mit ins Logo gepackt hat, obwohl der Stadtrat sich zuvor dagegen entschieden hatte.