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Kostenloses Obst und Gemüse in der Bayreuther Innenstadt

Am Samstag (22.2.2020) haben sich die Bayreuther über kostenloses Obst und Gemüse in der Innenstadt freuen können. Vor dem alten Schloss wurden direkt in der Nähe zu den Wahlkampfständen Lebensmittel verschenkt.

Lebensmittelverschwendung ist ein Problem

Es waren gerettete Lebensmittel, die ansonsten in der Mülltonne gelandet wären. Die Aktion sollte auf das Problem der Lebensmittelverschwendung weltweit und in Bayreuth aufmerksam machen. In Deutschland landen laut Welthungerhilfe etwa 55 kg Lebensmittel pro Kopf und Jahr im Müll. Dabei sind die privaten Verbraucher die größte Müllquelle neben den Supermärkten und Restaurants. Auf der ganzen Welt kommen so 1,3 Milliarden Tonnen verschwendete Lebensmittel im Jahr zusammen. Gleichzeitig hungern weltweit etwa 821 Millionen Menschen. Würden die weggeschmissenen Lebensmittel auf die hungernden Menschen verteilt werden, kämen am Tag fast 4,5 Kilo an Lebensmittel für jede hungernde Person zusammen.

Das Ausmaß des Überflusses zeigt sich auch täglich in Bayreuther Supermärkten und Discountern. Noch genießbare Lebensmittel werden entweder weggeschmissen, weil sie nicht mehr einwandfrei aussehen oder einfach nur eine andere Lieferung eingetroffen ist und die älteren Stücke nun wegmüssen. Aber in erster Linie sind die Verbraucher gefragt. Den Einkauf besser planen und Lebensmittel auch dann noch zu essen, wenn diese nicht mehr ganz frisch sind, kann bereits helfen die eigene Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Als positiven Nebeneffekt schont das Verhalten den Geldbeutel.

Die Organisatoren stellten Schilder an den Brunnen. Foto: Privat.

Radentscheid fordert: Bayreuth soll Fahrradstadt werden

Bayreuth soll fahrradfreundlicher werden! Das fordert der Radentscheid Bayreuth und stellt jetzt eine Kampagne für eine Fahrradstadt Bayreuth vor. Diese wird am Freitag (31. Januar 2020) um 19 Uhr im Forum Phoinix vorgestellt.

Im Mai 2019 gründete sich der Radentscheid Bayreuth, um sich für mehr Sicherheit im Verkehr und fürs Klima einzusetzen.

Radentscheid fordert neue Verkehrspolitik in Bayreuth

„Dieses Bürgerbegehren bietet Bayreuth die große Chance, Stadtentwicklung und Verkehrspolitik neu zu überdenken“, sagt Daniel Brunnabend, einer der Vertreter der Initiative.

Überall in Deutschland würden die Grenzen eines auf das Auto fixierten Mobilitätskonzeptes deutlich werden. Bayreuth habe aber die perfekten Voraussetzungen, um es besser zu machen. Die Distanzen in der Stadt seien kurz und es gebe viele Studierende ohne eigenes Auto, heißt es in einer Pressemitteilung des Radentscheids. Knapp 80 Prozent der Wege seien kürzer als 5 Kilometer. Diese Distanz sei locker mit dem Fahrrad zu bewältigen. Dazu könne kein Verkehrsmittel so günstig und schnell ausgebaut werden wie das Fahrrad. Bayreuth könne also Fahrradstadt sein, nur der politische Wille dazu fehle bislang, so die Initiative.

Mindeststandard für neue Radwege

Unsichere Radwege, schmale Schutzstreifen und Lastwagen und Autos mit zu hoher Geschwindigkeit würden viele Menschen abschrecken. Genau in diesen Punkten fordert der Radentscheid Verbesserungen und Mindeststandards für neue Radwege. Die zentrale Frage für eine gute Radinfrastruktur lautet: Würden Sie Ihr 11-jähriges Kind alleine auf diesem Weg fahren lassen? Wenn die Antwort ja lautet, handelt es sich um einen guten Radweg. Alles andere ist Murks“, so Saskia Seibert, Vertreterin der Initiative.

Mit Critical Mass auf die Probleme aufmerksam machen

Mit der Critical Mass machen Menschen bereits seit einiger Zeit auf der ganzen Welt auf die Problematik der Radfahrer im Straßenverkehr aufmerksam. Auch in Bayreuth trifft sich die Bewegung regelmäßig zu Protestfahrten durch die Stadt. Am Freitagabend (31.1.2020) startet wieder eine Fahrt in Bayreuth. Um 18 Uhr geht es am Sternplatz los. Das bt war bei einer der vergangenen Fahrten dabei:

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Arktis-Reise: So bereitet sich ein Forscher der Uni Bayreuth vor

Christoph Thomas ist Professor für Mikrometeorologie an der Uni Bayreuth. Im Februar 2020 wird er mit zwei Kollegen aus Bayreuth und drei weiteren Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes nach Ny-Ålesund reisen – auf die Insel Spitzbergen in die Arktis. Wie er sich auf seine dritte Polarexpedition vorbereitet, erzählt Christoph Thomas im Video.

Fjord bei Spitzbergen. Foto: privat

Projekt „Nytefox“: Was untersucht wird

Das Projekt „Nytefox“ in der Arktis auf 80 Grad nördlicher Breitet startet im Februar 2020. Im Ort Ny-Ålesund, der ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke genutzt wird, hat das Alfred-Wegener-Institut eine Forschungsstation. Innerhalb von sechs Wochen untersuchen Forscher Prozesse, die dem Klimawandel zugrunde liegen, wie das Abschmelzen des Eises und den Aufbau der Schneemassen mit der sogenannten Glasfaser-Hobeltechnik. „Auf einer Strecke von 15 Kilometern haben wir alle 12,5 Zentimeter einen Messpunkt. So bekommen wir ein einmaliges Prozessverständnis.“, sagt Professor Thomas. Gemessen wird die Temperatur im Boden, im Wasser und Eis sowie die Windrichtung, in die sich die Luftmassen bewegen.

Drei Wochen in Kälte und Dunkelheit

Professor Christoph Thomas, der aktuell an der Uni Bayreuth lehrt, wird selbst für drei Wochen dort sein. „In der Polarnacht erwarten uns dort Temperaturen von bis zu minus 25° Celsius“, erklärt der 45-Jährige. Hell wird es gar nicht. Erst am 1. März geht dort wieder die Sonne auf, erklärt er. Dann steigen auch die Temperaturen wieder. Bereits 2018 war Professor Thomas schon einmal in der Arktis, 2012 auch in der Antarktis. Angst hat er allerdings keine.

Christoph Thomas. Foto: Redaktion

Ich bin wahnsinnig gespannt auf die Reise und habe Respekt vor der gewaltigen und auch gewalttätigen Landschaft. Ich freue mich auf die geruchlose unberührte Landschaft, die Einsamkeit und die Stille.

(Christoph Thomas, Forscher)

Geräte verpacken und ärztlicher Check-Up

Solch eine Reise benötigt Vorlauf in der Vorbereitung. „Die wissenschaftlichen Geräte haben wir bereits im Oktober auf 16 Paletten verpackt und nach Bremerhafen geschickt. Von dort aus werden sie dann in die Arktis gesendet. Der Vorlauf ist nötig, weil der Zoll die Ladung genau kontrolliert“, erklärt Christoph Thomas. Auch bei der Wiedereinfuhr nach dem Projekt im April müsse alles haargenau wie bei der Einreise verpackt sein.

Alle Forscher, die nach Ny-Ålesund reisen werden außerdem auf polare Tauglichkeit getestet. „Ich bin noch nie zuvor so sorgfältig untersucht worden“, sagt er und lacht. Neben Herz- und Kreislauf-System, werden auch die Augen oder die Zähne durchgecheckt und registriert. Das hat einen wichtigen Grund:

Stürzt man im Eis ab, könnte man anhand des Gebisses auch Jahre später noch identifiziert werden.

(Christoph Thomas, Forscher)

Die Forschungssiedlung in Ny-Ålesund. Foto: privat

Eine Unterhose reicht

An sonstigem Gepäck brauche man lediglich seine Unterhose. „Das Alfred-Wegener-Institut stellt Kleidung zur Verfügung, wenn man möchte. Man muss nur vorher seine Maße abmessen und angeben“, sagt er. Auch kulinarisch sei er optimal versorgt. Drei Mal pro Tag kommen alle Nationen von Forschern zusammen und man isst gemeinsam in der Mensa. „Das ist gut, um beim Forschen das Gefühl für Raum und Zeit nicht völlig zu verlieren. Es ist wichtig, Zeit in Gesellschaft zu verbringen“, sagt Christop Thomas.

Am Samstag und Sonntag gibt es auf der Station sogar einen Dresscode: Es ist Pflicht ein Hemd beim Dinner zu tragen. In der Bar gibt es auch Bier oder Wein. Allerdings bekommt jeder nur eine gewisse Menge, die auf einer Karte bei der Ausgabe abgezwackt wird.

(Christoph Thomas, Forscher)

Handy verboten

Ein Auserwählter muss täglich in Kontakt mit dem Festland bleiben, um sicher zu stellen, dass es dem Team gut geht, sagt er. Die Nacht verbringt man geschützt in einer Holzhütte. In ganz Ny-Ålesund gilt allerdings Funkstille, um die Messgeräte nicht zu stören. Handys oder Geräte mit Bluetooth sind deswegen verboten, erklärt Professor Thomas. Doch via Internet im Büro kann man Kontakt zu seinen Liebsten halten.  „Ich blogge auf der Reise täglich“, so der 45-Jährige.

Ny-Ålesund auf Spitzbergen. Foto: privat

3.100 Kilometer nördlich von Bayreuth

Die Reise geht relativ schnell, so Christoph Thomas. Er wird an einem Sonntagabend gegen 21:40 Uhr in Frankfurt mit dem Flugzeug starten. Von dort aus geht es über Oslo und Tromsø in Norwegen zur Bergbaustadt  Longyearbyen auf die Insel Spitzbergen. Und dann weiter zur Forschungsstation Ny-Ålesund. „Gegen 16 Uhr am Montag bin ich schon dort, also nicht einmal 24 Stunden unterwegs. Es sind etwa 3.100 Kilometer Luftlinie in nördliche Richtung von Bayreuth zur Station“, erklärt er.

Landkreis Bayreuth als Vorreiter: Erstes Wasserstoff-Auto im Einsatz

„Viele diskutieren über den Klimaschutz – wir handeln!“ Mit diesen Worten stellte Landrat Hermann Hübner das erste wasserstoffbetriebene Dienstfahrzeug des Landkreises Bayreuth vor. Im Video über dem Text spricht Hermann Hübner über den Stellenwert des wasserstoffbetriebenen Fahrzeugs für den Landkreis. 

Fünf Wasserstoff-Fahrzeuge in ganz Oberfranken

Im Gegensatz zu Verbrennern und Elektroautos fahren die Wasserstoff-Fahrzeuge völlig emissionsfrei. Mit dem Wasserstoff-Dienstfahrzeug ist der Landkreis nun ein Vorreiter. Denn deutschlandweit gibt es bisher nur knapp 400 Wasserstoff-Fahrzeuge, fünf davon in Oberfranken.

Der Wagen hat eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern und ist innerhalb von wenigen Minuten aufgetankt.

(Frank Still, Projektmanager Toyota Alternative Antriebe)

Eine Investition für die Zukunft

Bereits im Juli ging das neue Dienstfahrzeug des Landkreis Bayreuths in den Probebetrieb. Am Dienstag, den 10. Dezember, stellte Landrat Hermann Hübner das Fahrzeug bei der Wasserstoff-Tankstelle an der Shell-Tankstelle am Kreisel Nord nun offiziell vor. Vor wenigen Monaten wurde die Wasserstofftankstelle als eine von acht in der Metrolpolregion Nürnberg eröffnet. Bis zum Frühjahr soll das Wasserstoff-Tankstellen-Netz bis auf 100 erweitert werden.

Der Landkreis Bayreuth engagiert sich schon längere Zeit für den Klimaschutz und wurde als bayerische Modell-Region für die „Mobilität 2030“ ausgewählt. Mit dem neuen Wasserstoff-Fahrzeug habe man eine zukunftsweisende Investition getätigt, die die Vorbildfunktion des Landkreises unterstützt, sagt Hübner.

Rotmainhalle Bayreuth: Regionales Superfood im Dezember

Nass-graue Tristesse draußen, während sich Krankheitserreger in den beheizten Räumen pudelwohl fühlen. Jetzt ist Vorbeugen angesagt! Damit die Immunabwehr des Körpers gut funktioniert, benötigt er Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Zwei Experten aus der Bayreuther Rotmainhalle erklären, zu welchen regionalen Superfoods man im Dezember greifen sollte.

Florian Schmidt, Junior-Chef der Gärtnerei Schmidt in Bayreuth. Foto: Carolin Richter

Birnen können Gelenkschmerzen lindern

Über 2.500 Sorten gibt es weltweit. In Deutschland werden die Birnen meist im September und Oktober geerntet. Gart man sie kurz im Wasser, werden bestimmte Enzyme freigesetzt, die Gelenkschmerzen bei Rheuma oder Gicht lindern können. Außerdem enthalten Birnen viel Vitamin B2, das den Stoffwechsel unterstützt. Auch bei Diabetes sind Birnen hilfreich: einige der Sorten halten den Blutzuckerspiegel im Zaum. Die Finger lassen sollte man allerdings von Früchten, die noch nicht reif sind: Denn davon kann man Bauchkrämpfe oder Blähungen bekommen.

Birnen. Foto: Carolin Richter

Die Birnen sind im Oktober geerntet und lagern in den Wintermonaten kühl und dunkel. Sie kommen aus dem Nürnberger Raum und sind eher fest. Wenn man sie zuhause eine Woche in die Küche legt, werden sie aber nach und nach weicher und süßer.

Lecker schmecken die Birnen in einem Obstsalat oder zusammen mit Naturjoghurt.

(Florian Schmidt, Junior-Chef Gärtnerei Schmidt)

Rosenkohl tut dem Magen gut

Rosenkohl. Foto: Carolin Richter

Keine Scheu vor den kleinen Röschen – denn die neueren Züchtungen sind kaum noch bitter. Und wenn der Rosenkohl Frost abbekommt, lässt ihn das im Geschmack sogar noch süßer werden. Allerdings sind Bitterstoffe auch hilfreich, da sie eine gereizte Magenschleimhaut beruhigen können. Auch Verdauungssäfte in Leber, Galle und Bauspeicheldrüse werden damit aktiviert und regen die Verdauung an. Außerdem sind die Röschen eine echte Vitaminbombe: Auf 100 Gramm Kohl kommen 112 Milligramm Vitamin C – damit hätte man sogar mehr als die empfohlene Tagesdosis zu sich genommen.

Gärtnerei-Inhaberin Beate Gräbner. Foto: Carolin Richter

Den Rosenkohl haben wir im Mai gepflanzt. Er bleibt draußen stehen: Der Frost der vergangenen Woche macht ihm nichts aus. Wir bauen hier nicht nur grünen sondern auch blauen Rosenkohl an.

Besonders lecker wird er so: Zuerst putzt man ihn und schneidet bei den größeren Röschen ein Kreuz in den Strunk. In einem Topf würzt man ihn mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat. Mit einem Becher Sahne und einem Becher Wasser kochen die Röschen dann etwa 15 bis 20 Minuten – so bleibt er mild im Geschmack.

(Beate Gräbner, Gärtnerei Gräber aus Harsdorf)

Den Rosenkohl gibt es bei der Gärtnerei Gräbner auch in Blau. Foto: Carolin Richter

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Rotkohl schützt die Zellen

Ob Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut – je nach Region hat er eine andere Bezeichnung. Und die Farbe kann tatsächlich variieren: Bereitet man ihn eher süß zu, wird er blauviolett. Bereitet man ihn sauer zu, dann eher rötlicher, heißt es.

Rotkohl. Foto: Carolin Richter

Die enthaltenen Flavonoide im Rotkohl schützen die Zellen und können dem Alterungsprozess verlangsamen. Mit 100 Gramm Rotkohl lässt sich ein Drittel des Vitamin K Bedarfes abdecken – durch dessen blutverdünnende Wirkung, wirkt das unterstützend auf das Herz-Kreislauf-System. Einige Strukturen des Rotkohls sind unverdaulich und kurbeln so eine müde Verdauung an.

Das jetzige Rotkraut unterscheidet sich zu jenem in den Sommermonaten. Es ist eine spezielle Sorte, die sich besonders gut lagern lässt.

Rotkraut lässt sich ganz einfach selbst zubereiten: einfach in einer Pfanne Zwiebeln in Fett andünsten, das Kraut in feine Streifen schneiden und hinzugeben. Aufgegossen wird das ganze mit Glühwein und Essig. So köchelt es weiter. Wer möchte, kann noch ein Lorbeerblatt hinzu geben.

(Beate Gräbner, Gärtnerei Gräber aus Harsdorf)

Bayreuth: SPD möchte neue Wege in puncto Mobilität gehen

Bayreuth als Vorreiter bei der Mobilitäts-Wende – das möchte die SPD künftig vorantreiben. Im Kern gehe es vor allem darum, Lust auf alternative Verkehrsmittel zu machen, so OB-Kandidat Andreas Zippel. Allerdings ohne ein Feind des Autos zu sein. Und das könnte wie folgt aussehen:

Kostenloser ÖPNV am Wochenende

Warum ein neues Konzept? „Jeder soll am Stadtgeschehen teilnehmen können“, erklärt Zippel. Deswegen müsse es unabhängig von Alter, Wohnlage oder finanziellen Mitteln ermöglicht werden. „Für viele Großfamilien, Rentner oder Geringverdiener ist es nicht selbstverständlich pro Person 2 Euro für ein Busticket auszugeben“, sagt Zippel. Deswegen soll der ÖPNV am Wochenende in Bayreuth kostenlos werden – mit diesem Schritt könnte sie auch belebter werden.

„Die finanziellen Mittel wären auf jeden Fall da“, betont er. Denn die Umsetzung hätte einen ähnlich hohen finanziellen Rahmen, wie beispielsweise der geplante Bau des neuen Kreisverkehrs im Bayreuther Osten, sagt er. Vorbild für eine gelungene Refinanzierung des kostenlosen ÖPNV-Angebotes wäre die Stadt Tübingen: Die  Gewerbesteuereinnahmen hätten sich dort folgend erhöht.

Verhandlungen mit dem VGN

Damit in diesem Zug auch Monatskarten günstiger werden, müsse man mit dem VGN verhandeln, erklärt er: „Die kostenfreien Wochenendtage müssen natürlich aus dem bisherigen Preis herausgerechnet werden.“ Nachtlinien sollen den abendlichen Weg in die Innenstadt ebenso attraktiver machen. Zum neuen Schuljahr ist es Schülern und Azubis im Großraum Nürnberg, zu dem auch Bayreuth gehört, bereits möglich für 1 Euro pro Tag Bus und Bahn zu fahren.

Sicher mit dem Rad durch die Stadt

Archivfoto: SPD

Auch beim Radwegenetz muss sich etwas tun, sagt Zippel. Vor allem dort, wo sich der Verkehr ballt, entlang des Rings: „Es geht darum sicher und schnell durch die Stadt zu kommen, ohne dabei Fußgänger zu gefährden“, erklärt er. Bisher setzt sich in diesem Punkt der Radentscheid Bayreuth für sichere Kreuzungen und eine geschützte Radspur am Hohenzollernring ein. 

Sollte man Vögel im Winter füttern oder nicht?

Die Temperaturen sind eisig. Viele Menschen greifen daher beherzt bei Sonnenblumenkernen und Meisenknödeln zu. Umsonst? Die Meinungen dazu gehen auseinander. Ob man Vögel im Winter füttern sollte oder nicht, erklären zwei Experten.

Kohlmeise an einer Wassertränke. Symbolfoto: Pixabay

Was gegen das Füttern spricht: Das sagt der Bund Naturschutz

Peter Ille, der Leiter der Geschäftsstelle Bayreuth beim Bund Naturschutz sieht es kritisch, dass Vögel im Winter gefüttert werden. Im Video schildert er seine Position. „Die Vögel gewöhnen sich so an den Menschen. Wenn man sie über einen längeren Zeitraum füttert, verlernen die Tiere schlimmstenfalls, wie sie selbst Nahrung finden können“, erklärt der 61-Jährige. Wenn überhaupt, solle man Vögel erst bei geschlossener Schneedecke füttern und nicht schon zum Beginn des Herbstes, betont Peter Ille.

Ein Irrglaube sei, dass mehr Vögel überleben, wenn man mehr Vögel füttert, sagt Peter Ille. Es sei eher ein Wechselspiel: Zum einen vermehren sich die Vogelarten intensiver, wenn man sie füttert. Zum anderen würden über Vogelhäuser jedoch auch leicht Krankheiten übertragen werden, die für die Tiere auch tödlich enden können – ebenso kann falsches Futter ihnen schaden.

Foto: Carolin Richter

Was für das Füttern spricht: Das sagt der Landesbund für Vogelschutz

Eine ganz andere Meinung vertritt Christoph Hartl vom Landesbund für Vogelschutz. Er sieht es als wichtig an, Vögel zu füttern: „Es ist nicht nur sinnvoll die Vögel im Winter zu füttern, sondern teilweise sogar ganzjährig“, sagt er. Natürlich spielen Temperatur und ähnliche Faktoren dabei eine wichtige Rolle.

Hartl rät, die Vögel mit Futter aus natürlichen Bestandteilen zu füttern, zum Beispiel mit Knödeln aus pflanzlichen Fetten und Samen. „Man sollte darauf achten, dass die Tiere das Futter nicht verunreinigen können und alles hygienisch bleibt, um Krankheiten vorzubeugen“, erklärt er. Zudem sei es wichtig, dass eine Wassertränke in der Nähe sei.

Der Lebensraum hat sich verändert: Die heutige Landschaft sei zu aufgeräumt. „Ich kann nur empfehlen, etwas Unordnung im Garten walten zu lassen oder wenigstens einige wilde Ecken zu behalten“, fügt Hartl hinzu.

Lebensräume bedroht – was hilft

In diesem Punkt stimmt auch Peter Ille vom Bund Naturschutz Bayreuth zu: „Stauden oder Hecken sollten im Winter stehen gelassen und nicht abgeschnitten werden“, sagt Ille. Denn darin könnten Insekten oder Larven überwintern – die natürliche Nahrungsgrundlage für Vögel. Auch liegen gebliebenes Obst oder ein Kompost bieten den Vögeln Nahrung während der kalten Jahreszeit.

Bayreuth: Diese Vorteile bringen E-Autos, Hybride und Co.

Fahrer von E-Autos haben in den kommenden zwei Jahren weiter Vorteile in Bayreuth. Alle Einzelheiten dazu gibt’s hier!

Gratis Parken: bis 2021 verlängert

Am Donnerstag berichtete Günter Finzel von der Stabsstelle Strukturentwicklung beim Verkehrsausschuss im Rathaus über neue Entwicklungen im Bereich E-Mobilität. Dabei zeigte sich: Auch in Zukunft sollen Fahrzeuge mit E-Kennzeichen in Bayreuth kostenfrei auf Straßenparkplätzen parken dürfen. Die Regel soll nun bis Ende 2021 verlängert werden. Sie gilt bei eingelegter Parkscheibe, für die Dauer von drei Stunden.

Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr tun, als nur kostenloses Parken anzubieten. In dem Tempo wird’s nichts. Wir müssen handeln! Auf Freiwilligkeit zu setzen, reicht sicher nicht aus.

(Klaus Wührl-Struller, die Grünen)

Unter Fahrzeuge mit E-Kennzeichen versteht man nicht nur Elektroautos. Daneben zählen auch Hybride mit externem Ladeanschluss und Autos mit Brennstoffzellen-Antrieb.

E-Ladesäule Parken

Symbolfoto: Pixabay

 

Beliebt: Ladesäule in der Opernstraße

Insgesamt 30 öffentliche Ladesäulen gebe es in Bayreuth bisher, so Finzel. Am meisten genutzt würde die in der Opernstraße. Auf Platz zwei liege die Jahnstraße, gefolgt von AOK, und ‚Am Sendelbach‘. Nach Stand vom Oktober 2019, sind in Bayreuth insgesamt 192 Fahrzeuge mit E-Kennzeichen gemeldet. Das sind 84 mehr als im Vorjahr.

Bayreuth ist innerhalb Oberfrankens bei der Zahl an Zulassungen von Elektrofahrzeugen führend.

(Günter Finzel, Stabsstelle Strukturentwicklung der Stadt Bayreuth)

Aktuell kein Boom spürbar

„In Bayreuth hat man einen ähnlichen Trend wie in Deutschland gesamt: Man sieht eine steigende Entwicklung bei den Zulassungen mit E-Kennzeichen, aber von einem Boom ist man weit entfernt“, so Finzel. Zum Vergleich: In Deutschland sind aktuell etwa 83.000 Batterie-betriebene Fahrzeuge gemeldet, im Vorjahr waren es rund 54.000. „Allerdings ist das immer noch ein geringer Anteil, wenn man von insgesamt 47 Millionen Fahrzeugen in ganz Deutschland ausgeht“, gibt Finzel zu.

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Thomas Ebersberger (CSU) habe selbst vor kurzem ein mit Gas betriebenes Auto angeschafft und bereut die Entscheidung nicht, wie er sagt.

Wenn man sieht, wie weit man von den Zielen entfernt ist, ist das mehr als schade. Trotzdem ist es der richtige Weg, den man weiter gehen muss.

(Thomas Ebersberger, CSU)

„Bisher beklagen die Deutschen vor allem das hohe Preisniveau der E-Fahrzeuge“, so Finzel. Auch lange Ladezeiten und eine fehlende flächendeckende Ladeinfrastruktur würden viele aktuell noch abschrecken.

Trendwende 2020: E-Fahrzeuge sollen günstiger werden

„Ich denke wir werden erst 2020 auf eine spürbare Bewegung des E-Fahrzeugmarktes hoffen können“, sagt Finzel. Warum? Hersteller, wie zum Beispiel Opel, würden den Fokus dann auf ein besseres Preis-Leistungsverhältnis legen. „Für etwas unter 30.000 Euro könnte ein E-Neuwagen dann zu kaufen sein. Die Reichweite der Fahrzeuge soll bei mindestens 300 Kilometern liegen“, fügt er hinzu. Doch nicht alle sind von dieser bevorstehenden Entwicklung überzeugt:

Man sollte besser ganz auf Autos verzichten und lieber das Fahrrad nutzen.

(Christine Düreth-Trat, Bayreuther Gemeinschaft)

Klimaschutz in Bayreuth: Das will die Stadt nun angehen

Bereits am Montag (25. November 2019) hat der Ältestenausschuss darüber beraten, welche Schritte die Stadt Bayreuth ab sofort für ein städtisches Klimaschutz-Konzept einleiten muss. Angepeilt sei, noch im ersten Quartal 2020 die nötigen Förderanträge bewilligt zu bekommen, wie Stadtbaureferentin Kelm am Mittwoch sagte. Der Stadtrat stimmte dem Beschlussvorschlag am Mittwoch (27. November 2019) ohne Gegenstimmen zu.

Damit unterstützt der Stadtrat, dass der Erstellung eines Klimaschutz-Konzeptes für Bayreuth ab sofort ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Außerdem wird zugestimmt, dass die Stadt schnellstmöglich eine Agentur mit der Beantragung von Fördermitteln beauftragt und eine Stellenausschreibung noch während dieser Bearbeitung erfolgt. Für den Haushalt 2020 sollen zu diesem Zweck zunächst 50.000 Euro plus Personalkosten eingeplant werden.

Querschnittsaufgabe oder nicht?

Bisher steht allerdings noch nicht fest, ob die geplante Stelle direkt im Referat Planen und Bauen angesiedelt sein wird.

Es ist unstrittig, dass wir uns als Stadtrat den Herausforderungen des Klimaschutzes künftig deutlich mehr stellen müssen. Allerdings geht die  geplante Stelle, die in diesem Zusammenhang geplant ist, eine klassische Querschnittsaufgabe, über das Referat Planen und Bauen hinaus.

(Stefan Specht, CSU)

Fördermittel bis Ende März sichern

Der Antrag für zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes wurde bei einer Bürgerversammlung im Oktober durch die Bewegung Fridays For Future eingereicht. Thomas Bauske (SPD) betonte bei der Stadtratssitzung, dass bei der Bürgerversammlung vor allem gewünscht wurde, dass die Stadt sich dem Thema zügig annehme. Deswegen schlug er vor, ein konkretes Datum festzulegen.

Wir haben uns am Montag auf den Begriff „schnellstmöglich“ geeinigt. Was die Fördermittel betrifft, denke ich, dass die nötigen Schritte sicherlich im Quartal 2020 abgeschlossen sein werden. Das sollte kein Problem sein.

(Urte Kelm, Stadtbaureferentin)

Auch wenn im schriftlichen Beschluss nichts verändert wurde, sicherte Kelm mündlich zu, dass die Frist bis Ende März eigehalten werde. Die Stadt habe sich seit Montag außerdem auf Empfehlung von Sabine Steininger (Bündnis 90 / Die Grünen und Unabhängigen) mit dem Klimaschutzmanagement des Landkreises kurz geschlossen.

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Fördermittel ausschöpfen

Sabine Steininger freute sich insbesondere über die konstruktive Diskussion: „Wir haben ein gemeinsames Ziel vor Augen: nämlich die Sache schnellstmöglich anzugehen“, sagte sie. Allerdings dürfe die Stelle im Bereich Klimaschutzmanagement erst dann geschaffen werden, wenn die Stadt die Zusage für die Förderung erhält – um die Fördermittel in vollem Umfang ausschöpfen zu können.

Grünes Licht aus dem Stadtrat: Bayreuth soll sicherer Hafen werden

Die Initiative „Seebrücke Bayreuth“ hat am 12. November 2019 den Bürgerantrag „Macht Bayreuth zum sicheren Hafen“ eingereicht: Die Stadt solle sich auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene für eine menschlichere Politik einsetzen und sich zu einem sicheren Hafen für Geflüchtete erklären. Der Stadtrat stimmte am Mittwoch einstimmig zu, sich dem Thema in einer Sitzung anzunehmen.

Über 100 Vorreiter in Deutschland

Über 100 Städte in Deutschland sind diesen Weg bereits gegangen – darunter zum Beispiel Bamberg, Nürnberg, Regensburg oder München. Das zentrale Thema: Handeln, statt tatenlos zuzusehen. Nach Angaben der Sprecher der Seebrücke Bayreuth, seien bereits 1.368 Unterschriften von Bayreuther Bürgern zusammen gekommen.

Antrag gültig

Nach Prüfung des Bürgerantrages durch die Stadtverwaltung sind 935 der eingereichten Unterschriften formell gültig – immer noch genug, damit dieser zulässig ist. Erforderlich waren 712 Unterschriften, d.h. ein Prozent der Bürger. Die Zahl stützt sich auf eine Bevölkerungszählung aus dem Jahr 2013.

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Menschen in Not helfen

Die Initiative fordert, dass Bayreuth sich für die konsequente Rettung von Menschen in Seenot einsetzt. Daneben soll die Stadt effektiv gegen Fluchtursachen arbeiten, Menschenrechte schützen und dabei helfen, Gerettete ausgewogen in Europa zu verteilen und zu integrieren.