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Pritschen, baggern und schmettern: Mittendrin beim BSV Bayreuth

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Am Samstag, den 28. September, ist es so weit. Da startet die 1. Mannschaft des BSV 98 Bayreuth in die neue Saison. Das Bayreuther Tagblatt war kurz vor dem Saisonstart beim Training dabei und bietet exklusive Einblicke in das Team.

Eine neue Mannschaft

Der Jubel beim BSV war groß, als die Spieler am Ende der vergangenen Saison auf die Tabelle blickten. Das Team erreichte den vierten Platz: ein sehr gutes Ergebnis für die Wagnerstädter. Dieses Resultat diese Saison zu bestätigen, dürfte schwer werden, wie Julius Spantig im Training erklärt.

In unserem Kader hat sich im Sommer einiges getan. Deshalb müssen wir jetzt erstmal die Neuzugänge, heranführen, denn nicht jeder hat Erfahrung in der Regionalliga.

(Julius Spantig über die Aufgaben des BSV zum Saisonbeginn)

Dennoch bleibt er zuversichtlich. Gerade die dreiwöchige Pause, die der BSV direkt nach dem Auftaktspiel hat, könne ein großer Vorteil sein, da die neu zusammengestellte Mannschaft währenddessen gezielt an ihren Stärken und Schwächen arbeiten kann.

Schmetterball! Foto: Frederik Eichstädt.

Psychisch und physisch fordernd

Beim Volleyball sei es besonders wichtig, auch mental stark zu sein, wie BSV-Spieler Lukas Reichel Erklärt. Neben dem physischen Herausforderungen auf dem Platz, müsse man in den entscheidenden Situationen im Kopf präsent sein. Meistens gewinne dann die Mannschaft, die beides besser hinbekomme. Das hat auch seinen Teamkollegen Lars Naumann beeindruckt.

Man muss schnell sein, schnell reagieren können und Ausdauer haben. Ich finde, Volleyball verbindet einfach viele sportliche Aspekte.

(Lars Naumann über den Reiz des Volleyball)

Training beim BSV Bayreuth. Foto: Frederik Eichstädt.

Stellenwert könnte größer sein

In der öffentlichen Wahrnehmung nehme der Sport leider eher eine untergeordnete Rolle ein, wie Naumann weiter ausführt. Hinter Fußball, Basketball oder Eishockey finde Volleyball häufig zu wenig Beachtung. Die momentan stattfindende Volleyball-EM könne man zum Beispiel auch nur im Pay-TV verfolgen, wie der BSV-Spieler anführt.

Ich glaube trotzdem, dass der Trend aufwärts geht.

(Lars Naumann über den Stellenwert des Volleyballs)

Volleyball: BSV mit Saisonendspurt unter widrigen Bedingungen

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Dem Gegner keine Geschenke gemacht, dafür aber sich selbst beschenkt: So endete die Regionalliga-Saison für die Volleyballer des BSV 98 Bayreuth. Das Team gewann sein Heimspiel gegen den SC Memmelsdorf mit 3:1 (25:19, 16:25, 26:24, 26:24), verdrängte damit noch die VGF Marktredwitz vom vierten Tabellenplatz und bescherte dem Verlierer Überstunden. Die Mannschaft aus dem Bamberger Vorort muss nun nämlich als Tabellenachter in die Relegation.

Hoffen und Bangen nach Spielschluss

Sogar der direkte Abstieg schien für die Memmelsdorfer möglich. Als sie die Partie in der Turnhalle am Roten Main mit diversen eigenen Fehlern nach 101 Spielminuten beendet hatten, stieg die Spannung weiter. Man schaute via Internet voller Bangen nach Schwaig. Dort hatte der TV Mömlingen schon zwei Sätze gewonnen. Nun noch ein Erfolg der Unterfranken im vierten Durchgang, und sie hätten Memmelsdorf überholt. Doch der Kelch ging am SCM vorüber. Der SV Schwaig gewann Satz vier mit 25:22 und verurteilte Mömlingen damit zur Rückkehr in die Bayernliga.

Diese Klasse ist für den BSV aus Bayreuth vorerst kein Thema mehr. Er hat nach dem achten Platz im Vorjahr eine gute Runde gespielt, frühzeitig Punkte gehamstert und zum Ende hin noch einmal mit neun Zählern aus vier Partien auch unter widrigen Personalvoraussetzungen sein Können gezeigt.

Im Saisonfinale begannen die Bayreuther gut und kamen zum ersten Satzgewinn, als sie von 17:17 auf 23:17 davonzogen. Den Rückschlag im zweiten Durchgang beurteilte Spielertrainer Milan Dörnhöfer so:

„Der eine oder andere bei uns mag sich nach dem 25:19 wohl schon gedacht haben, das Spiel werde ein Selbstläufer.“

Dass es vorübergehend hakte, lag aber nicht daran, dass Dörnhöfer an diesem Tag seinen Job als Zuspieler komplett an Tim Gamisch abgetreten hatte. Vielmehr lobte er den Youngster: „Tim hat seine Sache gut gemacht.“

Die zwei Gesichter des BSV

Auch dessen gutes Zusammenspiel mit Kapitän Fabian Buck führte dann dazu, dass die Heim-Mannschaft die folgenden beiden Sätze knapp für sich entschied. Dabei zeigte der BSV zwei Gesichter. Zunächst strebte er aus führender Position (18:13) dem zweiten Teilerfolg entgegen, der aber erst nach drei vergebenen Satzbällen gelang: Manuel Wolz und Julius Spantig waren auf den Außenpositionen erfolgreich. Ein anderes Bild in Abschnitt vier: Da war eine Aufholjagd des Gastgebers nötig, der noch bei 17:19, 19:21 und 21:23 hinterherlief. Starke Blockaktionen brachten den Ausgleich, Memmelsdorf spielten danach offenbar die Nerven einen Streich, denn drei Fehler der Gäste erleichterten dem BSV das Siegen. 

Volleyball: BSV will wieder gegen Memmelsdorf jubeln

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Die Bayreuther Volleyballer kennen das Gefühl sehr gut: Eigentlich ist es das letzte Spiel in der Saison, doch womöglich geht es ja noch weiter. Vor einem Jahr war der BSV 98 selbst in dieser Situation, dass nach dem finalen Spieltag in der Regionalliga noch Überstunden drohen. Das Team musste dann auch tatsächlich als Tabellenachter in die Relegation um den Klassenerhalt und rettete sich. Diesmal durchlebt der SC Memmelsdorf diese Situation – und spielt nun ausgerechnet die entscheidende Liga-Partie in Bayreuth (Samstag, 19.30 Uhr, Turnhalle am Roten Main).

Ein pikantes Duell

Pikant ist dabei nicht nur, dass sich dann zwei Nachbarn gegenüberstehen, sondern auch die Tatsache, dass die Memmelsdorfer dem BSV vor einem Jahr als Bayernliga-Vizemeister den Platz in der 4. Liga wegnehmen wollten. Beide gewannen beim Turnier in Türkheim gegen den Gastgeber und trafen dann aufeinander. Die Bayreuther setzten sich nach anfänglichen Mühen mit 19:25, 25:21, 25:16, 25:19 durch und standen damit als Regionalligist fest. Dass der SC Memmelsdorf dann später am grünen Tisch doch noch den Aufstieg schaffte, lag daran, dass ein Platz frei geworden war. 

Wohin führt der Weg des SC Memmelsdorf?

17 Spieltage später befinden sich die zuletzt stark aufspielenden Akteure aus dem Bamberger Vorort wieder in der Schwebe. Möglich sind drei Varianten: die unsanfte Landung in der Bayernliga, das genüssliche Ausrollen als weiterer Vierligist oder das Durchstarten Richtung Relegationsturnier. 17 Punkte hat die Mannschaft von Coach Michael Werner. Wenn sie noch auf den siebten Rang vorrücken will, muss sie am Samstag zwei Punkte mehr holen als der SC Freising (18) gegen den TSV Zirndorf (Dritter). Zur Erinnerung: Im Volleyball gibt es drei Punkte für einen Sieg von 3:0 oder 3:1, zwei für ein 3:2, einen für den Verlierer nach fünf Sätzen und sonst keinen. So kommt auch noch der TV Mömlingen (Neunter/14 Punkte) ins Spiel, der mit einem Dreier in Schwaig (Sechster/25) die Memmelsdorfer zum Absteiger machen könnten, so denn diese in Bayreuth glatt verlieren.

Der Plan der Bayreuther

Und genau das ist das Vorhaben von BSV-Spielertrainer Milan Dörnhöfer. Der sagt nämlich: „Wir peilen die drei Punkte an und werden es unserem Gast gewiss nicht einfach machen.“ Mit dem zehnten Saisonsieg und bei einem Patzer der Marktredwitz gegen München-Ost/Herrsching kann der BSV auf den vierten Platz klettern. Doch ob vier, fünf oder sechs – so gut haben die Männer in der Regionalliga noch nie abgeschnitten. Entsprechend urteilt Dörnhöfer: „Mit einem kleineren Kader als zuvor haben wir ein ganz, ganz gutes Ergebnis rausgeholt, so dass man sehr zufrieden sein kann.“ Zum kleinen Kader stößt noch einmal Jan Wißling, der seinen Studienaufenthalt in Luxemburg für das Saisonfinale unterbricht und im Mittelblock Lukas Schröder ersetzt. Das Hinspiel von SCM und BSV endete im Dezember mit einem 3:1-Erfolg der Bayreuther. Auch wenn sie solch ein Resultat diesmal nicht erreichen sollten, wird nach dem Spiel zur Feier einer geglückten Saison der Grill angeworfen und Freibier ausgeschenkt. 


Text: Jürgen Schott

Volleyball: Ersatzgeschwächte Bayreuther verlieren beim Meister

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Den Mühldorfer „Nachrichten“ war die Meldung einen Platz auf der Titelseite wert: Der heimische TSV hat seinen eigenen Punkterekord gebrochen und den Aufstieg in die 3. Liga der Herren im Volleyball mit aktuell 48 Zählern – zu denen noch drei hinzukommen können – gekrönt. Was das Bayreuth angeht? Nun, der BSV 98 hat die drei Punkte zum Rekord in der Stadt am Inn abgeliefert. Die Oberfranken verloren vor 350 Zuschauern mit 0:3 (18:25, 22:25, 22:25), was angesichts ihrer personellen Ausstattung nicht weiter verwunderlich war. 

Viele Ausfälle

Spielertrainer Milan Dörnhöfer, Jörg Fredersdorf, die beiden Liberos Franz Damaschke und Christian Dinkel – die Liste der abwesenden BSVer war sehr lang. Lukas Neidl, an der Wade verletzt, reiste mit und coachte die sieben Kollegen. Alessandro Bozzato (45), in dieser Saison für den BSV schon in der Bezirksliga und in der Landesliga am Ball, agierte als Libero. Der Gegner indes nutzte die erlaubte Spielerzahl (zwölf) voll aus, wechselte nach den Sätzen munter durch und konnte nach einer Netto-Spielzeit von 75 Minuten die angesetzte Meisterfeier starten. 

Gute Leistung der Bayreuther

Bis dahin hatten die Bayreuther zwei passable Durchgänge und einen guten gespielt. Im ersten Satz wurde aus einer 8:7-Führung ein 10:15-Rückstand, der nicht mehr aufzuholen war. In Durchgang zwei lag der BSV beim 11:10 letztmals vorn, musste aber erst nach dem 15:15 klein beigeben und bewies mit der Aufholjagd zum 20:21 und 21:22 gute Moral. Der Satz ging dennoch verloren, und im folgenden spielte der gehandicapte bisherige Tabellenvierte sogar bis in die Schlussphase mit dem Spitzenreiter auf Augenhöhe. Drei Punkte in Folge gelangen ihm zum 21:19, beim 22:20 schien ein vierter Satz fällig. Doch Mühldorfs frischer Zuspieler Alex Brandstetter, erst zum dritten Abschnitt eingewechselt, sorgte am Aufschlag für eine Wiederholung des Hinspielresultats von 3:0.

Ausblick

Die Bayreuther schließen die Saison am kommenden Samstag (23. März, 19.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SV Memmelsdorf ab. Für den BSV geht es dann „nur“ darum, ob er Vierter, Fünfter oder Sechster wird; die Gäste aus dem Bamberger Vorort indes können mit einem Sieg den Klassenerhalt perfekt machen (falls Rivale SC Freising gleichzeitig gegen Zirndorf verliert), aber auch als Verlierer den Weg zurück in die Bayernliga antreten (falls Rivale TV Mömlingen in Schwaig gewinnt).


Text: Jürgen Schott

BSV: Der Meister bittet zum Tanz

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Die letzte Auswärtsfahrt ist für die Volleyballer des BSV 98 Bayreuth eine der unangenehmen Sorte: Nimmt man den direkten Weg nach Mühldorf am Inn, so muss man sich letzten Endes über Landstraßen nach Oberbayern quälen. Der Weg fast ausschließlich über Autobahnen ist indes 300 Kilometer weit. So oder so gehen rund drei Stunden dabei drauf. Und in Mühldorf wartet der daheim ungeschlagene Spitzenreiter der Regionalliga Süd-Ost, der sich darauf freut, als bereits feststehender Aufsteiger in die 3. Liga mit den Fans zu feiern und dem Gegner eine weitere Lehrstunde zu erteilen. Da die Bayreuther schließlich auch noch ohne Spielertrainer Milan Dörnhöfer, Lukas Neidl, Chris Dinkel und Jörg Fredersdorf auskommen müssen, scheint eine Wiederholung des Hinspiel-Resultats (3:0 für den TSV) programmiert.

Der Meister will feiern

„Wenn Bayreuth kommt, wird richtig gefeiert“, hatte Mühldorfs Coach Michael Mayer angekündigt, nachdem die Mannschaft des 39 Jahre alten früheren Nationalspielers vor knapp zwei Wochen mit einem 3:1 in Schwaig Titel und Aufstieg perfekt gemacht hatte. 45 von 48 möglichen Punkten hat sich Mayers TSV erspielt, 46 Sätze dabei gewonnen und nur 14 abgegeben. Die Folge: uneinholbare elf Punkte Vorsprung auf Verfolger DJK München-Ost/Herrsching II.

Ziel ist ein Satzgewinn

Als Tabellenvierter kann der BSV vor seinem Saison-Finale daheim gegen den SC Memmelsdorf (23. März, 19.30 Uhr) aber ohne jeden Druck antreten und sich zumindest das vornehmen, was den letzten sieben Gegnern der Mühldorfer auch durch die Bank gelungen ist: ein Satzgewinn. Und womöglich kommt den Oberfranken zugute, dass sich die Oberbayern bereits für die neue Saison einspielen wollen. So forciert Mayer derzeit das Einüben gefährlicherer Aufschläge.

Noch mit der gewohnten Aufschlag-Art gelang den Mühldorfern Anfang Dezember in Bayreuth ein 26:24, 25:21, 25:23. „Eine gute Mannschaft mit erfahrenen Spielern“, sagte Trainer Mayer damals im „Mühldorfer Anzeiger“ über den BSV, „das war sicher kein leichtes Spiel für uns.“ Und die Bayreuther ärgerten sich, dass sie leer ausgegangen waren. „Ein Satzgewinn war möglich, vielleicht sogar zwei“, meinte Angreifer Jörg Fredersdorf. Vor fast genau einem Jahr, am 11. März 2018, hatte der BSV auch in Mühldorf beim 1:3 (24:26, 29:27, 22:25, 18:25) lange Zeit gut mitgehalten.

BSV: Ein Volleyballspiel wie ein Autorennen

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Guter Start, dann ein Durchhänger, eine Steigerung und schließlich ein furioses Finale – so verlief das drittletzte Saisonspiel der Volleyballer des BSV 98 Bayreuth. Gegen den Letzten der Regionalliga-Süd-Ost-Tabelle, den ASV Dachau II, setzten sich die Bayreuther am Ende mit 3:1 (25:16, 17:25, 25:22, 25:9) durch und stellten einen Liga-Rekord ein.

Der Weg ist steinig

Im einstelligen Bereich hatte in diesem Spieljahr bisher nur der TSV Mühldorf einen Gegner in einem regulären Satz halten können, beim 25:9 gegen Freising. Und diese Marke, 16 Punkte Vorsprung, stellten die Bayreuther nun ein, nachdem sie schon beim Hinspiel in Dachau zwei Durchgänge zu 13 für sich entschieden hatten.

In Satz vier haben wir nahezu fehlerfrei gespielt und Dachau wirklich vorgeführt.

(BSV-Spielertrainer Milan Dörnhöfer)

Doch der Weg dahin war steinig. Die ersten kleinen Kiesel, die die junge Dachauer Truppe dem Gastgeber in den Weg legte, beseitigten Dörnhöfer und Mitspieler (mit Jörg Fredersdorf für Manuel Wolz in der Startaufstellung) rasch. Schon beim 10:5 hatten sie einen klaren Vorsprung herausgeholt, die Distanz wuchs bis zum 17:8. Dann die ersten kleinen Motor-Aussetzer des Favoriten.

Konzentration und Spannung ließen nach, das Team lehnte sich zurück. (Milan Dörnhöfer)

Er warnte, dass Dachau nichts zu verlieren habe – fand aber kein Gehör. Seine Analyse: „Die haben auf alles draufgehauen, wir haben die Annahme nicht in den Griff bekommen.“

Der Gast nimmt die Überholspur

Der BSV bog von der Siegerstraße ab, der Gast tankte auf und nahm die Überholspur. Das 25:17 war das erste Erfolgserlebnis des ASV II nach 13 hintereinander verlorenen Sätzen. Und Bayreuth fand die Einfahrt zurück auf den Kurs Richtung drei Punkte zunächst nicht. Die Oberbayern setzten auch nach Rückständen (4:8, 10:14,18:20) wieder den linken Blinker. Als sie gar mit 21:20 führten, sah der BSV auf seiner Route zum neunten Saisonerfolg schon ein Stoppschild. Er ignorierte es freilich, gab mächtig Gas, vermied von nun an jeden Umweg. Lukas Schröder gelang eine tolle Aufschlagserie, Libero Alessandro Bozzato kam zu seinem Regionalliga-Debüt beim BSV.

Überholmanöver bei Rückenwind

Das Überholmanöver im dritten Satz sorgte für viel Rückenwind, Dörnhöfers Mannschaft absolvierte die letzte Runde in 17 Minuten und war nach 83 Minuten Netto-Spielzeit doch am Ziel. In der Tabelle überholte der BSV (28 Punkte) den spielfreien SV Schwaig II (25) und ist wieder Vierter. Aber auch die VGF Marktredwitz (27) peilt noch diesen Rang an.

Gute Wünsche in den Kofferraum

Für Dachau ist indes der Abstieg in die Bayernliga mit dem 1:3 quasi besiegelt. „Aber ich habe es schon mal gesagt und bleibe auch nach dieser Partie bei meiner Vermutung: Die Dachauer werden schnell in die Regionalliga zurückkehren, wenn sie weiter so arbeiten und der Kader zusammenbleibt“, packte Dörnhöfer dem ASV als Trost in den Kofferraum. „Man hat gesehen, dass die Jungs was können, aber einfach noch ein bisschen brauchen, um es dauerhaft zu zeigen.“ 

Ihr Können zeigen können die Bayreuther erst wieder am 16. März. Da geht es zum designierten Meister und Aufsteiger TSV Mühldorf.

BSV: Favorit und Außenseiter an einem Wochenende

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Gleich in doppelter Hinsicht bekommen es die Volleyballer des BSV 98 Bayreuth an diesem Wochenende mit dem ASV Dachau zu tun. Die Regionalligamannschaft trifft am Samstag um 19:30 Uhr auf die zweite Mannschaft des oberbayerischen Klubs; die Senioren 3 (Ü 47) des BSV richten am Sonntag die Bayerische Meisterschaft aus, bei der auch die Dachauer zum Starter-Feld zählen.

Deutscher Meister 2018

Bei den Oldies geht es ab 11 Uhr im Graf-Münster-Gymnasium nicht nur um den bayerischen Titel, sondern auch um die Startberechtigung für die Deutsche Meisterschaft zu Pfingsten in Minden (Westfalen). Um sich dafür zu qualifizieren, müssten die Bayreuther entweder alle drei Rivalen (neben Dachau noch den SV Schwaig und die SG Rödental) hinter sich lassen oder zumindest Zweiter werden, um sich eine weitere Chance zu erspielen. Die Haken an der Sache: Schwaig ist der Deutsche Meister von 2018, und Dachau erwies sich schon im Vorjahr stärker als der BSV. Der Verein aus dem Norden von München verzichtete dann aber auf die Relegation, so dass die Bayreuther einsprangen, das Ticket erspielten und bei der Deutschen Meisterschaft als Vierter unerwartet erfolgreich waren.

Gegner vor dem Abstieg

Unerwartet erfolgreich spielen in dieser Saison die Herren des BSV Bayreuth in der 4. Liga. Als gegenwärtiger Tabellenfünfter peilen sie noch einen Schritt nach oben an. Auf dem Weg dorthin sollte der ASV Dachau II kein unüberwindbares Hindernis sein, denn er kommt am Samstag als Tabellenletzter in die Turnhalle am Roten Main, hat in seinen 15 Spielen bisher nur einen Sieg geschafft, verlor zuletzt vier Mal mit 0:3 und steht vor dem Abstieg. Im Hinspiel setzten sich die Oberfranken in Dachau unangefochten mit 3:0 (25:17, 25:13,25:13) durch.

Und dennoch erwarte ich die Dachauer 2020 wieder in der Regionalliga. Der Verein verfügt über so viele Talente, die sich dank des tollen Trainers Leif Andersson immer gut entwickeln und zu gut für die Bayernliga sind.

(Milan Dörnhöfer, Spielertrainer des BSV Bayreuth)

Die Bayernliga ist für die Bayreuther derzeit kein Thema. Dank des zweiten Rückrunden-Erfolges, eines 3:0 gegen den TV Mömlingen, haben sie nach Punkten zum SV Schwaig II (25) aufgeschlossen und die VGF Marktredwitz (24) wieder überholt. Mit den erhofften drei Zählern gegen Dachau würde der BSV wieder auf Platz vier springen und die Rivalen vor seiner eigenen dreiwöchigen Pause unter Druck setzen. Schwaig spielt erst eine Woche später gegen Spitzenreiter Mühldorf, Marktredwitz an diesem Samstag gegen den SC Memmelsdorf. Die letzten beiden Matches des Spieljahres bestreitet die Dörnhöfer-Truppe dann am 16. März in Mühldorf und am 23. März daheim gegen Memmelsdorf.

Freier Eintritt für Kostümierte

Faschings-Schmankerl am Rande: Für alle kostümierten Fans gibt es beim BSV am Samstag freien Eintritt!

Volleyball: BSV findet zurück in die Erfolgsspur

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„Die Mömlinger haben beim Einschlagen gespielt wie die Weltmeister, doch wenn sie dann im Spiel am Netz zwei oder vier Hände des Gegners vor sich hatten, kam nicht mehr viel.“

(Julis Spanting, BSV)

Der BSV 98 ist in eigener Halle zu einem 3:0 (25:20, 25:22, 25:22)-Sieg über den abstiegsgefährdeten TV Mömlingen gekommen.

Niederlagenserie vorerst beendet

Beendet ist die schlechte Serie der Rückrunde (zuvor vier Niederlagen in fünf Begegnungen), groß ist die Zuversicht, das Spieljahr in der oberen Tabellenhälfte abschließen zu können. In die ist der BSV mit nunmehr 25 Punkten als Fünfter wieder vorgerückt, da die VGF Marktredwitz (24) in Mühldorf leer ausging. Und weil der SV Schwaig II beim 3:2 in Freising einen Zähler liegen ließ, sind die Wagnerstädter nun mit dem Vierten aus Mittelfranken punktgleich. Die im Vorjahr in 20 Spielen erreichte Marke von 30 Punkten diesmal bei zwei Partien weniger zu übertreffen, ist ein weiteres Bayreuther Ziel in den verbleibenden drei Spielen gegen den ASV Dachau II, den SV Memmelsdorf (jeweils daheim) und in Mühldorf beim potenziellen Aufsteiger in die 3. Liga.

Keine Blöße gegen die Tabellenletzten

Es blieb dabei: Gegen die vier Teams vom Tabellenende dieser 4. Liga geben sich die Oberfranken keine Blöße. Sechs Vergleiche, sechs Siege, drei mit 3:0, drei mit 3:1 – das zeigt, dass der Aufsteiger von 2017 inzwischen zum festen Inventar der Regionalliga gehört. „Man sah, wozu wir fähig sind, wenn wir konzentriert trainieren können“, sagte Spielertrainer Milan Dörnhöfer über den jüngsten Erfolg.

Auf der Zuspielerposition machte der 27-Jährige selbst einige Punkte, zudem setzte er seine Angreifer Fabian Buck, Manuel Wolz und Julius Spantig gekonnt in Szene, so dass sich der Gastgeber in der Turnhalle am Roten Main nach ausgeglichenem Start in alle drei Durchgänge (8:8, 8:8, 8:10) jeweils relativ unangefochten durchsetzen konnte.

„Unsere beste Leistung in der Rückrunde.“

(BSV-Kapitän Buck)

„Eine ganz andere Körpersprache der Spieler im Vergleich zum vorangegangenen Heimspiel, und das von Beginn an“, lobte auch Ex-Trainer Andreas Rüger seine einstigen Schützlinge.

Von denen blieb Jörg Fredersdorf gut zwei Sätze lang auf der Bank. Als es im dritten dann 2:5 stand, ließ sich der Routinier nicht lange bitten. Er kam, sah und punktete, bis er und sein Team gesiegt hatten. „Mein erstes Service kam gut, da bin ich mutig geworden und habe, teils auch mit Netzkantenhilfe, Erfolg gehabt“, sagte der 41 Jahre alte Angreifer zu seiner Vier-Punkte-Serie.

„Während unser junger Gegner zum Ende eines Satzes hin immer nervös und hektisch wurde, haben wir einen Matchplan erkennen lassen und auch durchgesetzt“, erklärte Manuel Wolz. Mit sechs Punkten in Folge drehte der BSV den dritten Satz zur 20:18-Führung hin und fuhr mit dem dritten Matchball die Ernte ein.

Volleyball: BSV will Gäste punktlos nach Hause schicken

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Es war vom Resultat her ein deutlicher Sieg, von der Art her aber keiner, der die Bayreuther Volleyballer für das Rückspiel in Sicherheit wiegt. Und so gehen die im November in Mömlingen noch mit 3:1 erfolgreichen Spieler des BSV 98 gewarnt in die Partie gegen den Vorletzten der Regionalliga-Tabelle. Am Samstag (ab 19.30 Uhr) gastieren die Unterfranken in der Turnhalle am Roten Main.

Deutliches Ergebnis, enges Spiel

22:25, 25:16, 26:24, 26:24 – so stand es in Mömlingen am Ende für die Gäste aus Bayreuth. „Das Ergebnis war deutlicher als das tatsächliche Spiel“, erinnert sich BSV-Spielertrainer Milan Dörnhöfer. Und auch beim Gegner trauert man einer vergebenen Chance auf einen, zwei oder gar drei Punkte nach. Es sei „noch eine Rechnung offen, da die Sätze zugunsten der Bayreuther denkbar knapp ausgegangen sind“, schreibt der TVM auf seinem Facebook-Account angesichts der anstehenden Partie.

Durch Himmel und Hölle

Die Mannschaft aus dem Landkreis Miltenberg ist gerade quasi durch Himmel und Hölle gegangen. Vor zwei Wochen spielte der Tabellenzweite TSV Zirndorf in Mömlingen (bei Aschaffenburg) und unterlag – nur eine Woche nach seinem starken Auftritt in Bayreuth (3:0) – völlig überraschend mit 0:3. Der TV freilich, eine sehr junge Mannschaft, konnte den Schwung aus diesem Coup nicht nach Memmelsdorf mitnehmen und unterlag beim Abstiegsrivalen seinerseits mit 0:3. Nun ist er mit 10 Punkten hinter Memmelsdorf (11) wieder Neunter, was den direkten Abstieg des Aufsteigers bedeuten würde. Der Achte muss am Saisonende in die Relegation, der Siebte (derzeit SC Freising mit 15 Punkten) sichert sich ein weiteres Jahr in dieser 4. Liga.

Frei von Abstiegssorgen

Sechster sind die Bayreuther und mit 22 Zählern prinzipiell frei von allen Abstiegssorgen. Da sie daheim noch gegen Mömlingen, Memmelsdorf und den ASV Dachau (Letzter/5 Punkte) antreten (zudem ein Auswärtsspiel bei Titelanwärter Mühldorf), agieren sie im Kampf des Schlusstrios als Zünglein an der Waage. Dass diese sich am Samstag auf die Seite des BSV neigt, davon geht Milan Dörnhöfer aus: „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem kompletten Kader und wenn wir eine konzentrierte Leistung zeigen, Mömlingen ohne Punkte nach Hause schicken können.“ Das war auch 2017 der Fall, als die Wagnerstädte ihr Heimspiel im RWG gegen den TV mit 3:0 gewannen und sich Bayernliga-Meisterschaft sowie Aufstieg sicherten.

Die zuletzt beim 1:3 in Schwaig fehlenden Bayreuther Fabian Buck, Jörg Fredersdorf und Chris Dinkel werden wohl dabei sein. „Ein Fragezeichen steht nur hinter Lukas Neidl wegen dessen Wadenblessur“, berichtet Dörnhöfer. Sein Team will die derzeit fast völlig ausgeglichene Bilanz (7:7 Siege, 26:26 Sätze, 1173:1169 Ballpunkte) wieder deutlicher ins Positive verschieben.

BSV Bayreuth rutscht auf Platz sechs

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Nur noch auf dem sechsten Platz der Regionalliga Süd-Ost liegen die Volleyballer des BSV 98 Bayreuth, nachdem sie auch das vierte von bisher fünf Spielen der Rückrunde verloren haben. Beim SV Schwaig II unterlag die personell gebeutelte Mannschaft von Spielertrainer Milan Dörnhöfer mit 1:3 (22:25, 25:23, 22:25, 20:25). Dabei schien sie im dritten Satz bereits den Weg zum Erfolg betreten zu haben, um dann doch noch auszurutschen.

BSV-Libero Franz Damaschke hat, beobachtet von drei Mitspielern, gut aufgepasst. Foto: Jürgen Schott.

Lage in der Tabelle

Die VGF Marktredwitz (24 Punkte) und die Schwaiger (23) sind in der Tabelle an den Bayreuthern (22) vorbeigezogen. Dank ihres dicken Punktepolsters aus der stark gespielten Hinserie müssen die Wagnerstädter aber nicht bangen, wie im Vorjahr noch auf Rang acht zu enden, der eine Abstiegs-Relegation zur Folge hätte. In den ausstehenden drei Heimspielen empfängt der BSV die drei letztplatzierten Mannschaften. Und bereits auswärts hat er gegen den TV Mömlingen, den ASV  Dachau II und den SV Memmelsdorf jeweils die drei Punkte mitgenommen, so dass man die theoretisch noch für Rang sieben nötigen zwei Zähler selbst in seiner Personalnot einsacken sollte.

Nicht Lukas Schröder (17) bekommt von Tim Gamisch den Ball, sondern der hinten lauernde Milan Dörnhöfer. Foto: Jürgen Schott.

Personalsituation

Neuzugang Bruno Bogatzki bereits früh in der Saison wieder verloren (Studiengründe), Julius Spantig verletzt, Jan Wißling weg (beruflich nach Luxemburg), nun auch noch ohne die Angreifer Fabian Buck und Jörg Fredersdorf sowie Libero Chris Dinkel – da war es zwar ein Lichtblick, dass neben dem reaktivierten Volker Nissels auch Spantig nach seiner Knie-Operation und wenig Training in Schwaig wieder zur Verfügung stand. Doch große Variationsmöglichkeiten besaßen Dörnhöfer und sein ebenfalls spielender Co-Trainer Manuel Wolz nicht. 

Spielverlauf

Dennoch kam der BSV vor den Toren der Eisenbahn-Metropole Nürnberg langsam ins Rollen. Im ersten Satz war der Schlusspurt nach dem 17:22 mit einem Ass von Lukas Schröder und einem „Blattschuss“ von Spantig gegen SV-Libero Alexander Mühlbauer noch nicht von Erfolg gekrönt. Im zweiten Durchgang indes drehten die Gäste die Partie, kamen nach 13:18-Rückstand zum 21:21 und holten sich dank der Mittelblocker Nissels und Schröder den Satzausgleich.

An die Hand von Julius Spantig prallt der Schmetterball von Schwaigs David Forster. Rechts Volker Nissels. Foto: Jürgen Schott.

Es ging weiter mit einer starken Bayreuther Vorstellung bis zum 16:10 in Abschnitt drei. Dann der schwer zu erklärende Bruch im Spiel. Eine 6:15-Serie raubte die Chancen auf den Satzgewinn, der dem BSV sicher einen Punkt gebracht und ihn in der Tabelle vor Schwaig belassen hätte. „Logisch, diesen Satz müssen wir eigentlich heimschaukeln“, sagte Milan Dörnhöfer später. „Im Angriff waren wir bisweilen nicht clever genug. Aber wenn du auch noch den letzten verbliebenen Hauptangreifer auswechseln musst, ist wohl nicht mehr drin.“ Lukas Neidl war bei 5:5 im vierten Satz mit Wadenproblemen ausgeschieden. Der BSV kam erneut mit drei Punkten in Serie auf 20:22 heran, machte dann aber keinen mehr. 


Text: Jürgen Schott