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Zentrum: Große Pläne für die kleine Bühne

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Die Mitarbeiter des internationalen Jugendkulturzentrums, kurz Das Zentrum, haben ein Ziel: Nicht nur den Europa-Saal, sondern auch die Kleinkunstbühne ins Bewusstsein der Bayreuther rücken. Dazu will das Zentrum vermehrt auf eigene Veranstaltungen und Produktionen setzen.

Foto: Tristan Heck

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Für die Eigenveranstaltungen wird nun vor allem die Kleinkunstbühne eingesetzt, da der Europa-Saal, während das Friedrichsforum noch saniert wird, meist ausgebucht ist.

Foto: Tristan Heck

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In der Kleinkunstbühne gibt es einerseits die Klubkonzerte, bei denen verschiedene Genres wie Rock, Folk, Ska-Punk oder das Arab-Jewish Orchestra im vergangenen Juli vertreten sind. Andererseits gibt es Formate wie den neuen Comedy Jam, Poetry Slams, die Magic Lounge, und die monatliche Open Jam Session. Das ungewöhnliche an der Jam Session ist, dass sie mit einem freien Musikprojekt eröffnet wird für das man sich anmelden muss und danach jeder frei musizieren, oder “jammen” kann. Das neue Format des Comedy Jams soll den Komikern ein freieres Format bieten als der Poetry Slam. Letzteren soll es aber auch weiterhin geben.

Neben internationalen Gästen soll durch diese offenen Veranstaltungen und durch spezielle Events auch unbekannten und lokalen Künstlern eine Präsentationsmöglichkeit geboten werden. Kurzum: Die Kleinkunstbühne soll durch ihr breites Angebot und ihre geringen Eintrittspreise für Kulturinteressierte besonders leicht zugänglich sein.


Text: Tristan Heck

Offener Brief: Bayreuther Gemeinschaft reagiert auf Kritik des Zentrums

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Vor einer Woche haben sich die Vorstände des Zentrum-Vereins mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Darin zeigten sie sich „in großer Sorge um das Zentrum“ und fordern eine Ende der „Skandalisierung“ des Vereins. Nun hat die Stadtratsfraktion der Bayreuther Gemeinschaft auf diesen Brief reagiert.

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Hier ist der Brief der Bayreuther Gemeinschaft im Wortlaut:

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands,

zunächst dürfen wir uns für lhr Schreiben vom 09.04.2019 bedanken und darauf hinweisen, dass selbstverständlich auch wir in Sorge um das Zentrum sind, gerade weil uns die Zukunft des Zentrums sehr am Herzen liegt. Hier wurde in der Vergangenheit auch von der Stadt, aber natürlich vor allen Dingen von den hier ehrenamtlich Tätigen vieles investiert, vieles aufgebaut und vieles für die Stadt Bayreuth geschaffen.

Auch unser Ziel ist es, dass gerade nach den kriminellen Machenschaften, die das Zentrum getroffen hat, es nach Aufarbeitung derselben positiv weitergehen kann.

Selbstverständlich ist dabei die strafrechtliche Aufarbeitung Sache der Justiz, die vereinsinterne Aufarbeitung ist Sache des Vereins.

Aber für genauso selbstverständlich erachten wir es, dass das Verhalten der Stadträte Klaus Klötzer und Dr. Specht in dieser Angelegenheit neben der vereinsinternen Aufarbeitung öffentlich und im Stadtrat aufgearbeitet wird.

kontrast-Filmfest im Zentrum mit Plakaten

Foto: kontrast-Filmfest / Luka Popp

Die konkreten Vorwürfe an die beiden Stadtratskollegen lauten wie folgt:

  1. Der damalige und heutige Vereinsvorsitzende und Stadtratskollege Klaus Klötzer hat in einer Email vom 01.12.2017 an alle Stadtratskolleginnen und Kollegen die Behauptung aufgestellt, zum Zeitpunkt der Kulturausschusssitzung am 16.10.2017 sei weder der Schaden bereits ermittelt gewesen, noch habe zu diesem Zeitpunkt bereits ein notarielles Schuldanerkenntnis der Frau S. vorgelegen.
  2. Der damalige und heutige Beirat und Stadtratskollege Dr. Stefan Specht hat, nachdem der Stadt Akteneinsicht in die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten gewährt worden war, weiter so getan, als habe es am 16.10.2017 noch einer vollstreckbaren Ausfertigung des bereits am 13.10.2017 abgegebenen notariellen Schuldanerkenntnisses bedurft und als ob eine vorherige Information über die Vorkommnisse im Zentrum am 16.10.2017 dieses Schuldanerkenntnis gefährden könnte.

Ein Blick von oben ins Foyer des Zentrums während des Filmfests Kontrast. Foto: Luka Popp

Beide Punkte 1) und 2) haben sich, nachdem seitens der Stadt Akteneinsicht in die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte genommen wurde, als falsch herausgestellt, die Äußerungen der beiden Stadtratskollegen dann damit als Lügen:

Denn bereits am 13.10.2017 lag das unterschriebene notarielle Schuldanerkenntnis vor. Zu seiner Gültigkeit bedurfte es nicht einer vollstreckbaren Ausfertigung. Der Schaden war bereits vor dem Notariatstermin vom 13.10.2017 seitens des Zentrums beziffert worden.

Dass es sich bei letzterem zunächst um eine vorläufige Bezifferung handelt, ändert an der Tatsache nichts, dass sowohl die Größenordnung bekannt war, als auch das Schuldanerkenntnis im vollen Umfang abgegeben war.

Nachdem wir durch die staatsanwaltschaftliche Akteneinsicht der Stadt Kenntnis von diesen Unwahrheiten erhalten hatten, haben wir sowohl Herrn Kollegen Dr. Specht, als auch Herrn Kollegen Klötzer mehrfach aufgefordert, diese unwahren Behauptungen richtig zu stellen und sich dafür zu entschuldigen, dass diese unwahren Behauptungen in die Welt gesetzt wurden. Letztmalig erfolgte diese Aufforderung noch in der Woche vor Veröffentlichung unseres angegriffenen Blattes ,,Bayreuth Mittendrin”. Wir erklärten, dass wir damit einverstanden seien, von einer Verteilung des bereits gedruckten Blattes abzusehen, wenn denn zuvor ein Eingeständnis des eigenen Fehlverhaltens und eine entsprechende Entschuldigung durch die beiden Kollegen erfolgt wären.

Erst als beides nicht geschah, wählten wir den Weg in die Öffentlichkeit.

Zentrum Bayreuth

Foto: Das Zentrum

Wie Sie aus den Ausführungen entnehmen können, geht es uns gerade nicht darum, in vereinsinterne Abläufe von außen einzugreifen, sondern wir kritisieren das Verhalten der beiden Stadträte als Stadträte.

Denn diese sind dem Wohl der Stadt Bayreuth verpflichtet und wenn die Loyalität gegenüber dem Verein diese Verpflichtung überstrahlt, so können wir in dem dann gezeigten Verhalten nur ein Fehlverhalten sehen.

Ein solches führt aber gerade dazu, dass das notwendige Vertrauen in der Zusammenarbeit mit dem Verein Risse bekommt und die Frage gestellt werden muss, ob die Herren Kollegen Dr. Specht und Klötzer ihrer Verantwortung und Verpflichtung gegenüber der Stadt im notwendigen Maße nachkommen.

Besucher beim Filmfest im Zentrum, Foto: kontrast Filmfest / Luka Popp

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass schon eine Vermögensgefährdung einen Schaden im strafrechtlichen Sinne darstellt und dass selbstverständlich verzögerte Gehaltszahlungen – wie sie vorgekommen sind – einzig und allein auf den Umstand zurückzuführen sind, dass mit anvertrautem Geld – seitens der Frau S. – nicht ordnungsgemäß umgegangen wurde. Hätte aufgrund dieser verspäteten Gehaltszahlungen einer der Mitarbeiter gekündigt, so wäre neben dem Gefährdungsschaden ein weiterer Schaden eingetreten. Glücklicherweise ist dies nicht geschehen. Tatsächlich sind hier aber wohl viele günstige Umstände, wie z.B. die Darlehensgewährung zusammen gekommen, die Schlimmeres verhindert haben. Zu diesen glücklichen Umständen gehörte nach unserem Dafürhalten auch, dass auch wir seitens der BG in der Haushaltsberatung der Zuschussgewährung an das Zentrum zugestimmt haben.’Dies geschah, um das Zentrum gerade in dieser schwierigen Zeit nicht im Regen stehen zu lassen.

Sie dürfen versichert sein, dass wir weder mit der Zukunft des Zentrums spielen, noch das Zentrum zum Thema im Wahlkampf machen wollen. Genauso können Sie aber versichert sein, dass wir das Verhalten der Stadtratskollegen Dr. Specht und Klötzer nicht einfach so hinnehmen.

Insofern hoffen wir, dass wir bezüglich lhres Schreibens vom 09.04.2017 klären konnten, weshalb wir explizit bei Herrn Klötzer und bei Herrn Dr. Specht von Lügen sprechen; dass wir keinesfalls den gesamten Vorstand, sondern lediglich die beiden Stadtratskollegen angreifen, dass wir die schon geleistete und auch die zukünftige Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Zentrums wertschätzen und dass wir schon aus Sorge um das Zentrum nicht mit der Zukunft des Zentrums spielen werden.

Nachdem Sie lhr Schreiben vom 09.04.2019 als Offenen Brief behandelt haben, werden wir mit unserem Brief ebenso verfahren.

Stephan Müller
Fraktionsvorsitzender der Bayreuther Gemeinschaft

Karsten Schieseck
Stadtrat der BG

Offener Brief: Das Zentrum wehrt sich gegen “Skandalisierung”

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Mit einem offenen Brief haben sich die Vorstände des Zentrums-Vereins an die Öffentlichkeit gewandt. Sie zeigen sich “in großer Sorge um das Zentrum” und fordern eine Ende der “Skandalisierung” des Vereins. Hier ist der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Vorstand des Trägervereins sind wir in großer Sorge. In Sorge um das ZENTRUM. Und genau deshalb wenden wir uns heute mit diesem Schreiben an Sie.

Sie alle wissen, dass die betrügerischen Machenschaften unserer früheren Geschäftsführerin das ZENTRUM vor große Herausforderungen gestellt haben. Wir alle verurteilen deren kriminelles Vorgehen aufs Schärfste. Und setzen darauf, dass die frühere Geschäftsführerin bei der gerichtlichen Aufarbeitung dieses Falles die ihr gebührende Strafe erhält. Das freilich ist nicht unsere Angelegenheit, sondern Aufgabe der Gerichte.

Der Vorstand des Trägervereins, darauf legen wir großen Wert, hat nicht nur frühzeitig Alarm geschlagen, als erste gesicherte Fakten über die Vorgänge ermittelt waren, sondern alles getan, um dieses hinterhältige und vereinsschädigende Verhalten aufzuklären. Beleg für Beleg wurde gesichtet, wir haben in unserem Kreis selbst Nachforschungen angestellt, unzählige Gespräche geführt, Aufklärung betrieben. Vor allem aber haben wir mit den ermittelnden Behörden eng zusammengearbeitet. Denn die Aufklärung in dieser Angelegenheit ist, wie Sie sich sicherlich vorzustellen vermögen, in unserem ureigenen Interesse.

Was uns aber betrübt, ja: wütend macht, ist der Umstand, dass Teile des Stadtrats nicht müde werden, das ZENTRUM zu skandalisieren und den Vorstand permanent der Lüge zu bezichtigen. Jüngster Coup der Bayreuther Gemeinschaft: Sie fordert zwei unserer Vorstandsmitglieder auf, die politische Verantwortung in dieser Angelegenheit zu übernehmen und ihre Ämter niederzulegen.

Zentrum Bayreuth

Foto: Das Zentrum

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Nun herrscht in Deutschland glücklicherweise die Meinungsfreiheit. Sie werden aber verstehen, dass uns eine solche Öffentlichkeitsarbeit erschreckt. Und zwar aus verschiedenen Gründen:

  • Unsere Vorstandsmitglieder sind zunächst und vor allem dem Verein und seinen Mitgliedern gegenüber verantwortlich. Und die haben, das sollte man bitte zur Kenntnis nehmen, den derzeit agierenden Vorstand jeweils einstimmig gewählt bzw. im Amt bestätigt. Das betrifft ausdrücklich auch jene Vorstandsmitglieder, die im Amt waren, als der Betrug passierte.
  • Selbstverständlich hat der Vorstand auch gegenüber den Bürgern der Stadt, vertreten durch den Stadtrat, Verpflichtungen. Dann zumal, wenn es um Zuschussfragen geht. Es gibt aber keine geteilte Verantwortung im Vorstand. Insofern sollte, wenn jemand die Arbeit des Vorstands kritisiert, der Rücktritt des gesamten Vorstands gefordert werden. Wenn aber, wie zuletzt durch die Bayreuther Gemeinschaft, lediglich zwei CSU-Mitglieder, die – nach wohlgemerkt eindeutigem Votum der Mitglieder – weiter im Vorstand tätig sind, zur Übernahme der politischen Verantwortung aufgefordert werden, so ist das blanker Unsinn – oder soll man sagen: Wahlkampf? Soll da etwa die Öffentlichkeit für dumm verkauft werden?
  • Nun sind die meisten Vorstandsmitglieder keine Frischlinge im Ehrenamt und durchaus gestählt im Umgang mit Kritik. Ginge es nur um uns, könnte man sagen: Sei’s drum, das muss man eben aushalten, wenn man sich engagiert – auch wenn insbesondere ehrenrührige Vorwürfe durchaus schwer zu verdauen sind.
  • Aber es geht nicht nur um uns, sondern es geht ums ZENTRUM und vor allem auch um seine Mitarbeiter/innen, die für das Kulturleben der Stadt Bayreuth hervorragende Arbeit leisten und die es leid sind, immer wieder auf die öffentlichen Anfeindungen angesprochen zu werden.
kontrast-Filmfest im Zentrum mit Plakaten

Foto: kontrast-Filmfest / Luka Popp

Wir appellieren daher an Stadtverwaltung und Stadtrat:

  • Machen Sie das ZENTRUM nicht zum Wahlkampfthema! Dafür taugt es nicht.
  • Der Stadt ist nachweislich kein Schaden durch die kriminellen Taten unserer früheren Geschäftsführerin entstanden. Das belegen sämtliche Berichte, Untersuchungen und Befragungen. Also ist es nicht Sache des Stadtrats, sondern der Gerichte, hier zu urteilen.
  • Diskussionen um Zuschüsse und Verträge in diesem Kontext anzustoßen ist unsinnig, weil es an der Qualität der ZENTRUMs-Arbeit nichts zu deuteln gibt. Auch und gerade jetzt nicht, da das ZENTRUM als Ersatzspielstätte für die Stadthalle genutzt wird. Unsere Mitarbeiter/innen machen ihren Job hervorragend, sie arbeiten und engagieren sich für die Bürger und Besucher dieser Stadt und erhalten von diesen viel Lob und Anerkennung. Obendrein gefährden unsinnige öffentliche Debatten unsere alltägliche Arbeit und die Verhandlungen mit zukünftigen Projektpartnern. Bitte berücksichtigen Sie dabei, dass gerade auf der deutsch-französischen Ebene, aber auch im übrigen europäischen Bereich, die Arbeit in Bayreuth besonders wertgeschätzt wird.
  • Zerstören Sie nicht das Vertrauen und das hohe Ansehen, das sich das ZENTRUM in den zurückliegenden Jahren hart erarbeitet hat – auch und vor allem durch wichtige europäische Jugendprojekte.
  • Spielen Sie nicht mit der Zukunft des ZENTRUMs. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, das am Ende die Stadt teuer zu stehen kommen könnte.
  • Schenken Sie uns, dem Vorstand des ZENTRUMs, Ihr Vertrauen. Wir beantworten gerne alle Ihre Fragen, wir stehen jederzeit für die politisch Verantwortlichen in Bayreuth für Gespräche zur Verfügung. Transparenz beim Umgang mit öffentlichen Geldern ist für uns selbstverständlich und allerhöchste Verpflichtung gegenüber allen unseren Geldgebern. Und wir wissen auch, welche Verantwortung wir in diesem Ehrenamt haben. Aber wir wehren uns dagegen, dass das Zentrum permanent in ein schlechtes Licht gerückt wird. Das hat diese traditionsreiche Einrichtung nicht verdient.

Für den Vorstand des Zentrums:

Klaus Klötzer, Harald Thyroff, Dr. Wolfgang Richter, Nicolaus Richter, Jutta Bühl, Nancy Kamprad, Dr. Christoph Rabenstein, Gert-Dieter Meier, Dr. Stefan Specht.

Nach Veruntreuung im Zentrum: “Verhöhnung des Ehrenamts”

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Der Streit um die Frage, wann die Verantwortlichen des Zentrums von der Veruntreuung der Gelder durch die frühere Geschäftsführerin wussten und warum sie den Stadtrat nicht informierten, geht in die nächste Runde.

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Nachdem am Freitagabend die Bundestagsabgeordnete der CSU, Silke Launert, die Forderung der Bayreuther Gemeinschaft nach Rücktritt der Stadträte Klaus Klötzer (Vorsitzender des Zentrum-Vereins) und Stefan Specht (Besitzer) bei ihrer Rede zur Wahl als CSU-Kreisvorsitzende zurückwies, holt nun die Bayreuther Gemeinschaft zum Gegenschlag aus.

Launert hatte gesagt und das im Anschluss auch über eine Pressemitteilung verteilen lassen:

Diese Forderung ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der sich ehrenamtlich engagiert.

(Silke Launert, CSU-Kreisvorsitzende Bayreuth-Stadt)

Darauf antwortet jetzt der Fraktionsvorsitzende der Bayreuther Gemeinschaft, Stephan Müller, in einer Pressemitteilung:

Die Äußerung kann nur als Verhöhnung des ehrenamtlichen Engagements gedeutet werden. In jedem Verein übernehmen Ehrenamtliche Verantwortung und stehen für ihren Verein gerade und es ist mit Sicherheit nicht die Regel, dass in diesen Vereinen ein solch unwahrhaftes Verhalten gezeigt wird, wie es die Vereinsverantwortlichen im Zentrum an den Tag gelegt haben.

(Stephan Müller, Fraktionsvorsitzender der BG im Bayreuther Stadtrat)

Müller schreibt weiter:

Womöglich liegt es daran, dass die hauptamtliche Büroleiterin des Wahlkreisbüros von Dr. Silke Launert in Bayreuth zu jener Zeit, als es zu den Vorkommnissen um die Veruntreuung von über 200.000 Euro im Zentrum kam, die Schatzmeisterin des Vereins war. Zudem bekleidet die ehemalige Schatzmeisterin verschiedene Funktionen innerhalb der Bayreuther CSU.

(Stephan Müller)

Filmkritik Teil 4: Diese Filme laufen beim Filmfest Kontrast

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„Dumme Idee“ ist das Motto des 20. Bayreuther Filmfests Kontrast, das von Freitag bis Sonntag im Zentrum stattfindet. In den vier Tagen vor dem Start des Filmfests bespricht das bt-Team acht der insgesamt 80 Filme und die Tagblatt-Redakteure geben ihr Statement ab, ob sich der Besuch lohnt.

Filmtipp 7: Tracing Addai

Ein Kurzfilm von Esther Niemeier.

Läuft beim Filmfest Kontrast im Block 4 am Samstag, den 9. März ab 16 Uhr.

Tracing Addai. Foto: kontrast-filmfest.

Darum geht’s:

Mit Anfang 20 lässt Addai alles hinter sich und zieht nach Syrien, um im Bürgerkrieg zu helfen. Von dort schreibt er seiner Mutter: „Mach dir keine Sorgen, mir geht’s gut.“ Zwei Jahre später erhält Addais Mutter dann einen Brief aus dem Gefängnis von einem Freund von Addai, Ilias. Der wurde in Deutschland als Terrorist verurteilt und möchte sie treffen. Er schreibt ihr: „Eines müssen Sie mir glauben, wir gingen mit guten Absichten.“


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Filmtipp 8: Les enfants et le conte de fées passionnant

Ein Kurzfilm der Familie Hofmann

Läuft beim Filmfest Kontrast am Samstag ab 18 Uhr in Block 5.

Foto: kontrast-filmfest

Darum geht’s:

Ins Deutsche übersetzt heißt der Film “Die Kinder und das aufregende Märchen”. Und das ist es auch. Vier Kinder wollen einen Kurzfilm drehen. Ein Märchen soll es sein. Erst braucht es einen Märchenonkel, dann Figuren, Dinge und Sätze, die der Onkel in dem Märchen unterbringen muss. Mit Hilfe der Kinder schafft der Märchenonkel das am Ende auch. Bis es soweit ist, nimmt er die Kinder und die Zuschauer aber mit auf eine recht abenteuerliche Reise. Kurzfilme drehen ist wie zaubern, eben nur anders.

 

Filmkritik Teil 1: Diese Filme laufen beim Filmfest Kontrast

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“Dumme Idee” ist das Motto des 20. Bayreuther Filmfests Kontrast, das von Freitag bis Sonntag im Zentrum stattfindet. In den vier Tagen vor dem Start des Filmfests bespricht das bt acht der insgesamt 80 Filme und die Tagblatt-Redakteure sagen, ob sich der Besuch lohnt.

Filmtipp 1: Antenna

Ein Kurzfilm von Carsten Woike.

Läuft beim Filmfest Kontrast im Kinderfilmblock 2 am Sonntag, 10.März, ab 15 Uhr im Zentrum.

Darum geht’s:

Der 11-jährige Kai lebt mit seiner Schwester und seinem alkoholkranken Vater in der Nähe von Bremen. Mit seinem selbstgebastelten Funkgerät versucht er, Kontakt zu Außerirdischen aufzunehmen und lernt so eines Tages den 80-jährigen Ludwig kennen. Ein einsamer Mann oder ein echter Außerirdischer?

So findet bt-Redakteurin Susanne Jagodzik den Film:


Filmtipp 2: Ogon’ (Fire)

Ein Film von Maria Shulgina. Läuft beim Filmfest Kontrast im zweiten Block am Freitag, 8. März, ab 21 Uhr.

Darum geht’s:

Vor einer Leiche warten zwei Polizisten auf Verstärkung. Im Privatleben sind die beiden ein Paar und diskutieren gerade ihre Wochenendpläne, als sie erfährt, dass er sie betrügt. Die Situation eskaliert, sie zückt die Waffe, er flüchtet durch Bastellen und Obstkisten, bis sie stürzt und sich ein Schuss löst. Der trifft den Polizisten am Zeigefinger, so dass er wahrscheinlich nie mehr selbst eine Waffe bedienen kann. Das Paar trennt sich und trifft sich Wochen später an einem anderen Tatort wieder.

So findet bt-Redaktionsleiter Thorsten Gütling den Film:


Alle Infos zum Filmfest gibt es hier. 

 

44.000 Besucher im Zentrum

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Im ZENTRUM fand Ende November die Jahresmitgliederversammlung statt. Dabei wurde über die letzten beiden Jahre gesprochen. Auch einen Ausblick auf die geplanten Entwicklungen im Jahr 2019 gab es.

Rückblick auf die letzten Jahre

Der Tonus der Jahresmitgliederversammlung des Internationalen Jugendkulturzentrum Bayreuth e.V. war recht eindeutig: Die Jahre 2016 und 2017 waren Gute für DAS ZENTRUM Bayreuth. Laut Vorstand und Geschäftsführung habe DAS ZENTRUM “seinen Platz im Kulturleben der Stadt Bayreuth und der Region weiter festigen” können. In erster Linie sei das dem hohen Einsatz des Teams zu verdanken – durch sie hätten sich alle Besucher, Partner und Veranstalter rundum wohlgefühlt.

Insgesamt kamen 2017 so bei rund 550 Belegungen über 44.000 Besucher in das Kulturhaus. Auch Bürgermeister Thomas Eberberger lobte das Engagement und Angebot des ZENTRUMS. Er sei allerdings auch der Meinung, dass “es noch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten” gebe. Zu deren Umsetzung seien allerdings auch Personalzuschüsse nötig und für die gebe es “noch Luft nach oben”.

Wie geht es 2019 weiter?

Neben dem bereits breitgefächerten Veranstaltungen des Hauses, sollen im Jahr 2019 mehrere neue Projekte zur Nachwuchsbandförderung entstehen. Auch eine neue Hausgruppe rund um türkisches Kinder- und Jugendtheater wird es geben.

Wer selbst mitmachen, oder das Bayreuther Kulturangebot unterstützen möchte, der kann zu einem geringen Jahresbeitrag Mitglied des Internationalen Jugendkulturzentrum e.V. werden. Infos dazu gibt es auf:
www.das-zentrum.de

 

114. Schlacht der Poeten – Poetry Slam in Bayreuth

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Was? Schon wieder ein Monat rum? Das bedeutet endlich wieder Poetry Slam in Bayreuth! Mittlerweile zum 114. mal findet das dichterische Highlight statt. Und auch diesmal sind wieder echte Größen am Start:

  • Marius Loy, Baden-Württemberg-Vizemeister aus Esslingen
  • Thomas Schmidt, fränkischer Meister aus Schwabach
  • Elena Hammerschmid, bayerische U20-Meisterin aus Regensburg
  • Helmuth Steierwald, Thurn-und-Taxis-Kabarettpreis-Gewinner aus Nürnberg!

Als heimliches Highlight wird wieder Michael Jakob die Show moderieren.

Einlass ist am Mittwoch, den 24.10.2018, ab 18:45 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro / 6 Euro ermäßigt an der Abendkasse, Vorverkauf gibt es keinen. Plätze sind aber im Europasaal des Zentrums definitiv genug vorhanden.

P.S.: Wer nochmal die Speech der letzten Slam-Siegerin sehen will, der kann das hier tun:
https://www.bayreuther-tagblatt.de/slammen-im-zentrum/