Freitag

The Silence

Der bt-Kinokritiker war wieder im Einsatz. Wie jede Woche hat sich Alex Bauer auch am gestrigen Donnerstag auf den Weg ins Kino gemacht. Zusammen mit zwei Lesern des Bayreuther Tagblatt hat sich der Cineast dort den Film „The Silence“ angesehen und anschließend bewertet. Mit dabei waren in dieser Woche Tino Schmidt und Tobias Welzbacher.

Darum geht’s:

Die Meinung von Tino Schmidt:

Das sagt Tobias Welzbacher:

bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

Neigschaut: bt- Kinokritiker Alex Bauer.

Wie wichtig es ist, dass Türscharniere ordentlich geölt sind, kann man ab sofort im Horror-Thriller „The Silence“ sehen. Ja, man könnte fast sagen, die Türen sind die heimlichen Stars im Film, müssen doch die Protagonisten des Films sehr sehr viele aufmachen. Lautlos noch dazu. Denn eine quietschende Tür könnte das Ende für die kleine Familie sein, die auf der Flucht vor Monsterfledermäusen ist. Diese Viecher reagieren nämlich auf Geräusche und töten alles, was eben nur einen Ticken zu laut ist. Und hey, die Idee ist wirklich gut und hätte Potenzial für einen ziemlich guten Film gehabt. Doch irgendwie läuft es in den eineinhalb Stunden nicht rund. Das liegt vor allem daran, dass die Flucht der Familie nicht gerade spannend erzählt wird. Monster kommen, die Familie flüchtet aus der Stadt, großes Tamtam, irgendwelche verrückten Freaks tauchen auf, Mord und Totschlag, Ende. Ja, halt wie immer und leider sehr durchschnittlich. Das Spiel mit den Geräuschen ist am Anfang noch wirklich interessant, es macht Spaß, den Figuren zuzuschlagen, wie sie versuchen, so lautlos wie möglich zu sein. Doch auch das ebbt ziemlich schnell ab, wenn sie dann irgendwann die gefühlt 34. Tür aufmachen. Da hofft man, dass eine so richtig quietscht und die Action einsetzt. Fehlanzeige. Achso, das Ende kommt übrigens sehr abrupt und ziemlich einfallslos daher. Auch schade irgendwie. Trotzdem ist „The Silence“ kein schlechter Film, sind doch ein paar Szenen dabei, die spannend sind und das Potenzial erahnen lassen, dass etwas vergeudet wurde.“
3 von 5 Sterne