Bayreuth Tigers

Tigers: Sieg beim Tabellendritten, Ravensburg kann kommen

Nach einem Auswärtssieg beim Tabellendritten Kaufbeuren festigen die Tigers Platz 10 in der DEL2, der zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigen würde. Am Sonntag empfangen die Tigers jetzt zuhause den Tabellenzweiten Ravensburg.

Dabei mussten die Tigers am Freitagabend mit Potac, Mannes, Kirchhofer, Nienhuis und ab der 5. Minute mit Gläser auf mehrere Akteure verzichten. Zudem mussten Busch und Heatley während der Partie angeschlagen vom Feld. Auf der anderen Seite fehlten aber auch den Gastgebern einige Akteure.

Abgefälschter Schuss bringt Kaufbeuren in Führung

Von Beginn an waren die Tigers hochkonzentriert und hielten mit einer stabilen Abwehrarbeit die Gastgeber auf Distanz, ohne darauf zu verzichten, selbst immer wieder Nadelstiche zu setzen. Der Führungstreffer, durch den erst 18 Jahre alten Lillich, der Kaufbeurer resultierte aus einem abgefälschten Schuss, der Herden auf dem falschen Fuß erwischte. In der Folge waren gute Chancen Mangelware bis Saarinen nach 13 Minuten auf den Plan trat und sich mit einer geschickten Drehung freie Schussbahn verschaffen konnte, jedoch nicht mit dem starken „Save“ von Herden rechnete. Kurze Zeit später verzogen nacheinander Järveläinen und Veisert, verpassten damit den Ausgleich herzustellen und die glückliche Führung der Gastgeber zu egalisieren.

Tigers treffen drei Mal

Blitzstart für die Gelb-Schwarzen im zweiten Abschnitt. Heider, im Stile eines Torjägers, schnappte sich die Scheibe in der eigenen Zone, überlief die gegnerischen Akteure und zog aus der Halbdistanz trocken ab, sodass die Scheibe im linken oberen Toreck einschlug. Als Kaufbeuren nach 25 Minuten durch Lillich eine Strafe zog, und gut eine Minute mit Gracel der zweite Akteur gehen musste, ergab sich die Möglichkeit für Bayreuth, in doppelter Überzahl zu agieren und nur 11 Sekunden später nutzte diese Järveläinen, der von Bartosch angespielt wurde, zur Führung. Auch der zweite Treffer der Gastgeber fiel etwas mit Glück und erneut bekam Lillich die Möglichkeit und staubte die Scheibe ins Tor ab. Bei einem Powerplay, als Kunz die Strafbank drückte, hatten die Allgäuer noch die besten Gelegenheiten in diesem Spielabschnitt, doch Herden war stets auf dem Posten. Kronawitter war es, der mit einem platzierten Schuss nach 34 Minuten die erneute Führung herstellen konnte. Weitere Chancen, eine höhere Führung heraus zu schießen, ließen Gams, Bartosch und Rajala mit einem Pfostentreffer mit ein wenig Pech liegen.

Kronawitter macht den Deckel drauf

Den letzten Spielabschnitt gingen die Kaufbeurer wesentlich engagierter an und kreierten mehrfach Torgefahr. Beim Ausgleichstreffer hatte man jedoch erneut etwas Glück, nachdem Ketterer die Scheibe aus „luftiger Höhe“ ins Tor beförderte. Die lange Nachbetrachtung der Szene durch die Schiedsrichter beim Videobeweis lässt darauf schließen, dass es wohl sehr knapp gewesen sein muss mit dem regulären Treffer. Wolter, Billich, Schmidle – und Lillich, der nach einem kapitalen Fehlpass der Bayreuther Defensive völlig frei vor Herden stand – hatten im Anschluss gute Möglichkeiten. Als Haase Platz auf der Strafbank nehmen musste und die Allgäuer die Scheibe nicht klären konnten, trat Kronawitter auf den Plan und machte mit seinem zweiten Treffer den Sieg für die Tigers perfekt.

Kujala: „Die Jungs wollten mehr“

„Das waren heute drei wichtige Punkte. Ich fand, dass wir 40 Minuten gut gespielt und 20 Minuten gekämpft haben. Am Anfang waren wir 5 Verteidiger und 11 Stürmer. Zum Schluss nur noch 5 und 8. Ich wäre am Ende mit einem Punkt zufrieden gewesen aber die Jungs wollten ein bisschen mehr“, resümierte Petri Kujala das Spiel im Anschluss mit einem Augenzwinkern.

Kaufbeuren: „Zwei Drittel lang nicht unseren Job gemacht“

„Ich war zwei Drittel nicht zufrieden. Wir haben keine Bereitschaft gezeigt. Bayreuth war die bessere Mannschaft. Wir haben zwei Drittel lang nicht unseren Job gemacht. Im letzten Drittel waren wir etwas besser aber nicht gut genug und haben so den Sieg heute nicht verdient“, so die anerkennende und faire Analyse von Coach Andreas Brockmann.