Bayreuth Tigers

Tigers: Jetzt geht’s gegen zwei Top-Teams

Kaufbeuren und Ravensburg sind die Gegner der Tigers am kommenden Wochenende. Gegen beide Kontrahenten, die derzeit mit jeweils 79 Punkten auf den Plätzen zwei und drei der Tabelle stehen, hat man in der aktuellen Saison bereits drei Spiele absolviert. Dabei hatte man jeweils zwei Mal das Nachsehen und konnte die jeweils letzte Partie gewinnen.

Freitag: Ab nach Kaufbeuren

Zunächst geht es für den Tigers-Tross am Freitag nach Kaufbeuren. Gegen die Allgäuer, die sich seit Saisonbeginn – mit einer kurzen Unterbrechung – immer tabellarisch im Playoff-Bereich aufhalten, verlor man im September und November zwei Mal knapp in der Overtime und feierte Ende Dezember den ersten Sieg im Tigerkäfig. Gleich sieben Akteure haben bereits eine zweistellige Torausbeute. Herausragend dabei ist der Finne Sami Blomqvist mit derzeit 59 Punkten (32 Tore). Nach Brandon Gracel (48 P./18 T.) und Joseph Lewis (36/15) folgen mit Ossi Saarinen (34/11) und Jere Laaksonen (30/16) erneut zwei Finnen, die in der Offensive brandgefährlich auftreten.

Mit Julian Eichinger (24/2) steht ein erfahrener Offensivverteidiger im Kader, der in zwei Spielen gegen die Tigers drei Punkte sammeln konnte, der aber seit einigen Wochen verletzungsbedingt fehlt. Im Tor steht mit Stefan Vajs ein „Vielspieler“, der insgesamt bereits seine neunte Saison im Allgäu spielt, die zweitmeisten Einsatzminuten im Liga-Ranking hat, und derzeit, zusammen mit Jonas Langmann aus Ravensburg, die meisten Siege (je 23), unter den Torstehern einfahren konnte. Bei den Specialteams liegt man jeweils im Mittelfeld der Liga. So steht man mit einer PP-Quote von 21,4% auf Platz sieben, ebenso wie mit einer Quote 79,9% in Unterzahl.

Sonntag: Ravensburg kommt

Am Sonntag erwartet man die „Towerstars“ im Tigerkäfig. Einer deutlichen Niederlage der Tigers zu Beginn der Saison folgte ein knapper Erfolg der Ehrenberger-Schützlinge Mitte November und schließlich der Erfolg der Tigers beim „Sonderzug-Spiel“ am 30.12. in Ravensburg, als man die drei Punkte entführen konnte. Insgesamt fast dreißig Spieltage thronte man an der Tabellenspitze, von der man derzeit von den Lausitzer Füchsen (zwei Spiele mehr absolviert) verdrängt wurde. Gleich zehn Spieler haben 26 oder mehr Scorerpunkte in der laufenden Saison erzielt, was die Ausgeglichenheit und die Stärke der Puzzlestädter eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Topscorer ist mit Andreas Driendl (50 Punkte/15 Tore) einer der besten Deutschen DEL2-Angreifer und Spieler des Jahres 2017/18, der erst kürzlich seinen Vertrag um zwei weitere Spielzeiten verlängert hat. Mit Zucker, Pompei, Mayer, Czarnik und Just stehen weitere Angreifer im Kader, die den Gegner massiv unter Druck setzen können und sich regelmäßig aufs Scoreboard eintragen lassen. Pozivil und Sturm sind Defender, die immer wiederkehrend und mit jeweils über 30 Punkten ihre offensive Durchschlagskraft unter Beweis stellen. Jonas Langmann spielt seine dritte Saison in Ravensburg und ist mit einer Fangquote von 92,09% in dieser Kategorie der beste Schlussmann der Liga, der regelmäßig aufläuft. Im Powerplay findet man sich mit 17,7% Erfolgsquote allerdings nur an Position Acht der Liga wieder, einen Platz vor den Tigers. In der Unterzahl-Tabelle rangiert man etwas weiter oben, auf Position Vier und ist zudem mit neun erzielten Shorthander-Toren brandgefährlich.

Dass man nach dem eher schweren Saisonbeginn inzwischen mithalten kann und sich – nach den guten Ergebnissen der letzten Wochen sowie den zuletzt positiv gestalteten Partien gegen die nun anstehenden Gegner – auch bei den Top-Teams der Liga was ausrechnen kann, ist bekannt. So wird es für die Tigers darum gehen, Punkte einzufahren, um den aktuellen zehnten Tabellenplatz zu verteidigen.

Mit welchem Personal die Tigers am Wochenende aufs Eis gehen, entscheidet sich kurzfristig. „Wir hatten einige Kranke, die nicht oder nicht die komplette Woche trainieren konnten. Daher werden wir erst am Freitag sehen, wie und mit welchen Reihen wir die Spiele angehen werden“, so der kurze Ausblick von Coach Petri Kujala.