NachrichtenPolizeibericht

Tote Studentin Sophia L.: Ob Mord oder nicht, wird in Bayreuth entschieden

Im Juni des vergangenen Jahres hat die Polizei in Nordspanien eine Leiche gefunden. Bei der Toten handelt es sich um eine 28-Jährige Studentin, die zuvor per Anhalter von Leipzig in Richtung Nürnberg unterwegs gewesen ist. Nun verhandelt das Landgericht Bayreuth den Fall.

Die tote Anhalterin

Am 14. Juni 2018 wollte die 28-jährige Studentin von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. An einer Tankstelle im sächsischen Schkeuditz stieg sie dabei in einen Lastwagen. Der Fahrer war ein im Jahr 1977 geborener Marokkaner. Sicher ist, dass die Leiche der Anhalterin eine Woche später im Norden Spaniens aufgefunden wurde. Was dazwischen passierte, ist unklar.

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth legt dem Mann zur Last, Sophia L. angegriffen und in seine Gewalt gebracht zu haben. Danach soll er sie, laut Staatsanwaltschaft, getötet haben, um seine zuvor begangenen Straftaten zu verdecken.

Der Täter

Der Angeklagte selbst wurde in Spanien verhaftet und befindet sich derzeit in Bayreuth in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Tat. Nach seiner Version der Geschichte habe er die Tramperin im Rahmen einer Auseinandersetzung getötet.

Das Verfahren

Mit Beschluss vom 6. Juni 2019 hat die 1. Strafkammer des Landgerichts Bayreuth als Schwurgericht das Hauptverfahren eröffnet. Dabei hat der Vorsitzende insgesamt zwölf Hauptverhandlungstermine anberaumt. Sie liegen zwischen dem 23. Juli und dem 18. September.

Insgesamt 17 Zeugen werden zur Vernehmung geladen. Darüber hinaus sind mehrere Sachverständige am Verfahren beteiligt. Vom Verlauf der Beweisaufnahme hängt ab, ob bis zum 18. September ein Urteil gesprochen werden kann.