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Saaser Waldfest: Tradition statt Experimente

An einem Wochenende im Juni packen mehr als 95 Freiwillige mit an, um auf der Waldlichtung neben dem Sportheim das Waldfest auf die Beine zu stellen. Drei Tage lang, von Samstag bis Montag, feiern die Bayreuther gemeinsam, gemütlich zwischen Bäumen und Hütten. Die Redaktion hat mit Georg Ramming, dem Vorstand der Siedler- und Eigenheimervereinigung Bayreuth-Saas e.V., über das Fest mit besonderem Flair gesprochen.

95 Helfer packen mit an

Schon am Donnerstag hat der Aufbau für das Saaser Waldfest begonnen. 140 Biergarnituren mussten in den Wald gebracht und aufgestellt werden. „Gut 95 Freiwillige aus der Siedlervereinigung helfen in diesem Jahr mit“, erklärt Ramming. Das Waldfest gäbe es hier schon seit mehr als 50 Jahren.

Georg Ramming, erster Vorstand der Siedler- und Eigenheimervereinigung Bayreuth-Saas e.V. auf dem Waldfest.
Georg Ramming, Organisator und Vorstand der Siedler- und Eigenheimervereinigung Bayreuth-Saas e.V., Foto: red

Es ist das Fest mit dem wohl schönsten Biergarten Bayreuths. Ohne unser super eingespieltes Team, wäre das nicht möglich!

(Georg Ramming, Vorstand der Siedler- und Eigenheimervereinigung Bayreuth-Saas e.V.)

 

Selbst gestaltete Hütten

Umrahmt wird die Biergartenfläche mit hellen und dunklen Holzhütten. An manchen Stellen ragen Äste hinein. Geranien in lila, rot und weiß schmücken deren Verkaufsfenster. Dort gibt es Bratwürste, Fischbrötchen, Obazda, Brezeln, Pizza und nebenan Getränke. Ausgeschenkt werden ausschließlich heimische Biersorten, von der Brauerei Maisel. Da bleibe man beim Traditionellen, ganz ohne Experimente. „Die Hütten haben wir einmal selbst gebaut. Sie bleiben auch nach dem Waldfest hier stehen“, erklärt er. Im Winter würde dort die Waldweihnacht stattfinden.

Im Wald lässt es sich gut aushalten bei der Wärme, die sich im Bayreuther Stadtzentrum angestaut hat. Viele sind mit dem Rad gekommen. Mehr als 1.200 Gäste besuchen täglich das Fest, so Georg Ramming. Der Sonntag startete morgens traditionell mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Frühschoppen. Ein Anziehungspunkt sei auch das Oldtimer- und Landmaschinentreffen auf dem Hartplatz, unterhalb des Biergartens am Nachmittag.

Ein gemütliches Fest

Mit einer ländlichen Kerwa oder dem Volksfest im Stadtzentrum hat das Saaser Waldfest wenig gemeinsam. Die Atmosphäre hier ist insgesamt eher ruhig und gelassen. Die Besucher wirken ausgeglichen und lauschen den Klängen des JD Musikduos. Niemand grölt oder tanzt auf den Tischen. Die Besucher sitzen einfach gemütlich beisammen. „Am Montag gibt es nachmittags ein Kinderfest mit Kaffee und Kuchen. Abends beim Festbetrieb spielen diesmal Indian Summer live“, so Ramming. Dann seien wieder viele helfende Hände gefragt. Denn schon kurz nach Mitternacht, am frühen Dienstagmorgen, beginne der Abbau.