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Trotz guter Zahlen: Handwerk erreicht Wachstumsgrenze

Wie die Handwerkskammer für Oberfranken meldet, laufen die Geschäfte der oberfränkischen Handwerksbetriebe hervorragend. Weiterhin. Mit einem zeitnahen weiteren Wachstum, rechnet das Handwerk derzeit allerdings nicht.

Der Handwerkssektor in Oberfranken ist weiterhin gut ausgelastet: Knapp zwei Drittel der 531 befragten Betriebe berichten von einer guten Geschäftslage. 32,5 Prozent schätzen die Lage als befriedigend ein.

Thomas Zimmer, Präsident der HWK für Oberfranken
Thomas Zimmer, Präsident der HWK für Oberfranken, Archivfoto: red

Das oberfränkische Handwerk hat nach wie vor volle Auftragsbücher und kann seine konjunkturelle Stärke behaupten. Die Wirtschaftslage im Handwerk bleibt also stabil.

(Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken)

„Die Handwerkswirtschaft entwickelt sich solide, wächst aber weniger dynamisch“, so Zimmer. Von einem zeitnahen weiteren Wachstum sei vorerst nicht auszugehen.

Nachfrage gestiegen

Andere Entwicklungen freuen den HWK-Präsidenten: „Es haben wieder mehr Betriebe ihre Personaldecke erhöht und auch beim Umsatz konnten viele zulegen“. Fast ein Drittel der Betriebe habe den Umsatz gesteigert, weitere 57 Prozent konnten ihn konstant halten. Insgesamt ist die Nachfrage nach Handwerkerleistungen höher als im vorherigen Quartal.

Eine Wirtschaftspolitik zugunsten des Mittelstandes

„Um die Handwerkskonjunktur auch weiterhin so stabil zu halten, ist eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik notwendiger denn je. Die Sozialbeiträge müssen daher auch zukünftig unter der 40-Prozent-Marke bleiben, der Soli sollte für alle abgeschafft und die Bürokratie verringert werden“, fordert HWK-Geschäftsführer Thomas Koller. Die Pläne des Bundesinnenministeriums, die energetische Gebäudesanierung steuerlich zu fördern, sei ein Schritt in die richtige Richtung.

HWK Oberfranken
Archivfoto: HWK Oberfranken