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Umweltschutz: Ein Bus voller Bayreuther fährt zur Großdemo

Die Fridays-for-Future-Bewegung hat längst nicht mehr etwas mit Schuleschwänzen zu tun. Die Jugendlichen, die sich in den Ortsgruppen in ganz Deutschland und weltweit für den Klimaschutz engagieren, meinen es ernst. Wie sehr sie für eine saubere Klimapolitik kämpfen, beweisen die Aktivisten wieder am Wochenende. In Aachen versammeln sich Fridays-for-Future-Gruppen aus ganz Europa zu einem gigantischen internationalen Streik in der Nähe des Drei-Länder-Ecks. Auch Jugendliche aus Bayreuth reisen mit dem Bus nach Aachen, um sich für den Klimaschutz stark zu machen, zwei Bayreuther fahren sogar mit dem Fahrrad zur Demo. Damit alle, die nicht mitfahren können, trotzdem dabei sind, berichtet das Bayreuther Tagblatt am Freitag und Samstag über die Aktionen.

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Aktionen im Braunkohlerevier

Engagierte aus sechzehn Ländern gehen dabei gemeinsam auf die Straße. Ihr Ziel: Der Politik zeigen, dass Klimaschutz ein globales Problem ist, das nicht national gelöst werden kann.

Das ganze Wochenende über finden im rheinischen Braunkohlerevier, dem größten CO2-Produzenten Europas, Aktionen von „Ende Gelände“ statt, bei denen Menschen mit ihren Körpern die Kohle-Infrastruktur blockieren.

Klimaschutz-Konzert mit internationalen Stars

Der große Streik in Aachen beginnt am Freitag um 12 Uhr an mehreren Orten in der Stadt. Vor dem Tivoli, dem Fußballstadion von Alemania Aachen, kommen um 14 Uhr alle zu einer Abschlusskundgebung zusammen. Danach steigt ein großes Klimagerechtigkeits-Konzert mit bekannten Musikern. Unter anderem machen Ruslana, die ukrainische Gewinnerin des ESC und politische Aktivistin, Brass Riot, Leo Holldack und Bodo Wartke mit Songs zum Klimaschutz Stimmung.

Blockade

Am Samstag machen die Aktivisten an der Kante des Tagebaus Garzweiler auf eine gerechte Klimapolitik aufmerksam – unter anderem mit einem „Teach In“. Direkt an der Tagebaukante bauen die Demo-Teilnehmer ein Klassenzimmer auf, um dem Energiekonzern RWE klar zu machen, dass sein Platz in den Geschichtsbüchern ist. Nach der Lektion ziehen die Klimaschützer weiter nach Keyenberg. Das Dorf ist wegen des Braunkohleabbaus vom Abbaggern bedroht.