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Uni: Leible wieder zum Präsidenten gewählt

Hochschulrat und Senat der Universität Bayreuth haben Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible mit deutlicher Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Der 55-Jährige setzte sich im ersten Wahlgang gegen die Mitbewerberin, Prof. Dr. Manuela Pietraß, durch und erhielt die erforderliche Stimmenmehrheit beider Wahlgremien. Die Wahl war turnusgemäß fällig, weil sich die sechsjährige Amtszeit von Leible dem Ende neigt.

„Ich freue mich sehr über das erneut in mich gesetzte Vertrauen und die Möglichkeit, dieser wunderbaren Universität weitere sechs Jahre in diesem Amt dienen zu dürfen.“ (Stefan Leible)

Die Gegenkandidatin

Dr. Adalbert Weiß, Vorsitzender des Hochschulrats der Universität Bayreuth, sagt: „Der Sieg über eine höchst respektable Gegenkandidatin, die sich ausgezeichnet präsentiert hat, dokumentiert die hohe Anerkennung und das Vertrauen, das sich Professor Leible während seiner ersten Amtszeit als Präsident erworben hat.“

Außerdem dankte Weiß Pietraß für ihre Bereitschaft, sich gegen einen amtierenden Präsidenten zur Wahl zu stellen: „Frau Professorin Pietraß war mit ihren klar strukturierten Aussagen zur strategischen Weiterentwicklung der Hochschule sowie mit ihren Vorstellungen zum Führungsstil eine Gegenkandidatin auf Augenhöhe mit guten Qualitäten für ein Präsidentenamt.“

Leibles Ziele

In einer Veranstaltung am 23. Januar, bei der sich die Bewerber um das Präsidentenamt vorstellten, skizzierte Leible unter der Überschrift ‚UBT 2025‘ seine Ziele für eine „kleine, aber feine“ Universität Bayreuth, die weiterhin „Qualität über Quantität“ stellt. Die Universität Bayreuth, so Leible, ist ein Freiraum für kreatives Denken, ein Platz für Mutige, ein Innovationsmotor und sie bietet ein vorzügliches Lebensumfeld.

Als größte Herausforderungen für die nächsten Jahre nannte Leible den Aufbau des Campus Kulmbach, die Einrichtung des Medizincampus Oberfranken, den Aufbau des Bayerischen Zentrums für Batterietechnik (BayBatt), die Integration des Exzellenzclusters ‘Africa Multiple‘ und die Etablierung eines ‚Instituts für Entrepreneurship & Innovation‘. Als vordringliche Aufgabe für alle Vorhaben bezeichnete Leible die Sicherung der Finanzströme. Für die Umsetzung des ‚Struktur- und Entwicklungsplans 2025‘ hob Leible insbesondere die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Gewinnung von jungen Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie die Digitalisierung der Lehre hervor. Mit einem ‚Humboldt Centre of International Excellence‘ will Leible u.a. die Internationalität und Exzellenz der Forschung an der Universität Bayreuth stärken. Um die Kommunikation auf dem Campus weiter voranzutreiben, plant Leible, beispielsweise einen ‚Faculty Club‘ zu errichten als einen Ort der Begegnung außerhalb des Fakultätsalltags, zur Vernetzung über Fakultätsgrenzen hinweg auch mit Alumni – kurz als einen „Ort, an dem Zukunft gedacht wird“.

Zur Person

Das Amt des Universitätspräsidenten hat Leible seit 1. Juli 2013 inne. Mit ihm war erstmals ein Bayreuther Absolvent an die Spitze dieser Universität gewählt worden. Der Norddeutsche, Leible kommt ursprünglich aus dem holsteinischen Bad Schwartau, hatte sich damals bewusst für ein Studium im oberfränkischen Bayreuth entschieden, denn hier konnte er ‚Jura mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung‘ (WiwiZ) studieren. Als einzige Hochschule in Deutschland bietet die Universität Bayreuth den Erwerb des Zusatzabschlusses ‚Wirtschaftsjurist‘ an, wobei ‚Wirtschaftsjurist Bayreuther Prägung‘ zu einem wohlklingenden Markennamen geworden ist. „Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth hat einen exzellenten Ruf, damals wie heute“, sagt Leible. Von ‚oberfränkischer Provinz’ will er nichts hören: „Von Anfang an habe ich mich hier auf dem Campus zu Hause gefühlt, die Stadt und die Universität Bayreuth sind für mich ein gutes Stück Heimat“, berichtet Leible. Seiner Universität – die er als „klein, aber fein“ beschreibt und an der er studierte, promovierte und sich habilitierte – fühlt er sich emotional auf besondere Weise verbunden. Der 55jährige Hochschullehrer lebt gern in Bayreuth, gemeinsam mit seiner Frau, die hier als Rechtsanwältin arbeitet, und mit der er zwei mittlerweile erwachsene Söhne hat.

 

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