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Vedans: „Die gesunde Mittagspause“ in Bayreuth

Daniel Meyer hat sich seinen Traum erfüllt. Obwohl der Bayreuther erst 23 ist, betreibt er seit eineinhalb Jahren seinen eigenen Snack-Imbiss in der Bayreuther Innenstadt – mit gesunden Produkten: das Vedans. Wie es dazu kam, erzählt er im bt-Interview.

Vedans-Inhaber Daniel Meyer aus Bayreuth. Foto: Redaktion

Alles begann mit Jamie Oliver

„Schon seit ich klein war, habe ich mich fürs Kochen und auch für Pflanzen, Obst und Gemüse begeistert“, sagt Daniel Meyer. „Ich habe damals immer eine Kochsendung mit Jamie Oliver geschaut“, erklärt er. Das habe ihn inspiriert. „Ich habe dann versucht die Gerichte nach zu kochen oder mir selbst eigene Kreationen ausgedacht“, fügt er hinzu.

Mir war früh klar, dass ich später einmal etwas mit Speisen machen möchte.

(Daniel Meyer, Inhaber Vedans)

Ein Schritt ins kalte Wasser

Nach dem Abi hat Meyer dann erst einmal begonnen VWL in Bayreuth zu studieren. „Ich wollte mir ursprünglich etwas Vorwissen im Bereich Finanzen aneignen, habe dann aber schnell gemerkt, dass es mir keinen Spaß macht“, erklärt er. Deswegen hat er dann trotzdem direkt einen Ort für seinen Laden in der Bayreuther Innenstadt gesucht. In der Richard-Wagner-Straße wurde er fündig.

Vedans in der Richard-Wagner-Straße. Foto: Redaktion

Vedans: Die Gesunde Mittagspause

„Ich wollte etwas machen, was mir in dieser Weise in Bayreuth noch gefehlt hat: Ein Ort, an dem man in der Pause schnell etwas essen kann – allerdings etwas Gesundes und Vollwertiges“, sagt der Bayreuther. Als Alternative habe man sonst oft nur Döner oder etwas vom Bäcker oder Metzger, erklärt er.

Im Mai 2018 eröffnete das „Vedans“. Um die Einrichtung hat sich Daniel Meyer selbst gekümmert: „Ich habe vieles mit Freunden oder meinem Opa aufgebau und gemalert.“ Von einer Freundin der Familie, die selbst schon mal einen Laden mit Lebensmitteln hatte, habe er wertvolle Tipps bekommen.

Der Beerensmoothie gibt Energie in der Pause. Foto: Redaktion

Genau sein Ding

„Natürlich hat nicht alles auf Anhieb geklappt. Aber nach einem halben Jahr hat sich schon eine Routine entwickelt“. Plötzlich sei er Ansprechpartner für alles gewesen. „Ich investiere viel Zeit und bin oft schon sehr früh hier, um vorzubereiten. Aber wer mich kennt weiß, dass das hier genau mein Ding ist“, erzählt er. Einen Ausgleich findet Daniel Meyer beim Basketball oder unterwegs mit Freunden.

Jede Woche gibt es ein neues Bowl-Special: diesmal zum Thema Italien. Foto: Redaktion.

Natürlich habe er einen Testlauf unter Bekannten gemacht, bevor das Vedans geöffnet hat. Für Kunden Essen zuzubereiten sei jedoch ganz anders, als wenn es Freunde und Familie sind:

Es muss alles perfekt sein. Die Kunden haben ja eine gewisse Erwartung, wenn sie Essen gehen

(Daniel Meyer, Inhaber Vedans)

Vegan oder vegetarisch?

Das Vedans-Team zählt inzwischen 15 Mitarbeiter. Die Gerichte kann man vor Ort essen oder verpackt in Papier und Maisstärke-Cups mitnehmen: Es gibt zum Beispiel herzhafte Bowls mit Gemüse, Nudeln, Reis, oder Süßkartoffeln: Die Bowl der Woche ist diesmal eine italienische mit Ruccola, Grillgemüse, Oliven, Pesto-Dressing und Nudelsalat. „Hier ist alles zu 95 Prozent vegan. Wer allerdings Käse und Kräuterquark zur Bowl oder Kuhmilch in den Kaffee möchte, bekommt das aber auch“, sagt Daniel Meyer. Außerdem gebe es verschiedene Eintöpfe oder Currys, sowie süße Bowls mit Porridge und Müsli oder Chia-Pudding.

Zum Nachtisch gibt’s Chia-Pudding mit Früchten. Foto: Redaktion

„So gut es geht, versuche ich die Zutaten von hier oder aus dem Nürnberger Umland zu bekommen. Nur bei den Avocados wird’s dann schwierig“, sagt er und lacht. Die Karte wechselt je nach Saison: „Ich frage auch bei den Kunden nach, was sie sich wünschen, um wieder neue Gerichte entwickeln zu können.“