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Verein zum Erhalt der Wirtshauskultur: Raucherräume gleich Umweltschutz

Dass dem Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) das Rauchverbot in Kneipen ein Dorn im Auge ist, ist bekannt. Jetzt nimmt der Verein erneut Anlauf, das Gesetz zu verändern. Raucherbereiche in den Kneipen und Gaststätten sollen erlaubt werden – der Umwelt zuliebe.

In einer Mitteilung schreibt Ursula Zimmermann, die Geschäftsführerin des Vereins, dass in Deutschland täglich rund 200 Millionen Zigaretten geraucht würden. Ein Großteil der Stummel lande auf der Straße – auch wegen des Nichtraucherschutzgesetzes. Weil die Stummel aber noch zahlreiche Giftstoffe enthielten, werde damit der Boden belastet. Das Gesetz wirke sich somit umweltschädlich aus. Mit speziellen Raucherräumen könne die Umweltbelastung daher „drastisch“ reduziert werden, heißt es.

Die Raucher wurden in den vergangenen Jahren gewissermaßen auf die Straße gesetzt. Als Folge dieser Regelungen werden viele der Zigarettenstummel nichtmehr in Aschenbecher, sondern ebenfalls im Freien entsorgt.

(Franz Bergmüller, Vorsitzender des VEBWK)

Der Umwelt zuliebe fordere der VEBWK jetzt die Einrichtung spezieller Raucherbereiche und -räume, die entsprechend gekennzeichnet und ausgestattet sind. Durch breit aufgestellte Kampagnen und Hinweise sollten Raucher dann auf diese Bereiche hingewiesen werden und für mehr Bewusstsein für die Umweltverschmutzung durch weggeworfenen Zigarettenstummel gesorgt werden.

Den Giftmix aus Arsen, Nikotin und anderen schädlichen Stoffen von den Straßen zu holen, ist dabei wichtiger Schritt in die richtige Richtung, den wir gemeinsam mit der Politik dringend gehen müssen.

(Franz Bergmüller)