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Versuchter Mord in Bayreuth – Angeklagter rastet in Klinik aus

Vor dem Landgericht Bayreuth musste sich heute (3. Dezember 2019) ein Angeklagter wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags in zwei Fällen verantworten. Der Mann soll im März 2019 drei Menschen im Jobcenter Bayreuth mit einem Messer angegriffen haben. Das Gericht hat die Öffentlichkeit von dem Verfahren ausgeschlossen. Eine öffentliche Verhandlung wäre für den Angeklagten eine zu „starke persönliche Belastung“, erklärte der Richter.

Bayreuth: Versuchter Mord im Jobcenter

Der Richter folgte dem Antrag des Anwalts des Angeklagten. Neben der Schuld- und Straffrage gehe es in diesem Verfahren auch um die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung. Deshalb wird es in dem Verfahren um „den höchstpersönlichen Lebensbereich“ des 38-Jährigen gehen.

Dazu trägt auch ein Vorfall vom 29.11.2019 aus dem Bezirkskrankenhaus bei, in dem der Angeklagte untergebracht ist. Dort soll er eine Krankenschwester einen Patienten und einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verletzt haben, sagte der Richter. Dieser Angriff zeige die psychische Belastung des 38-Jährigen wegen dieses Verfahrens.

Das ist im März in Bayreuth geschehen

Nach den Polizeimeldungen vom 6. März 2019 soll der Angeklagte in das Jobcenter in der Spinnereistraße in Bayreuth gegangen sein. Dort soll er drei Mitarbeiter mit einem Messer angegriffen haben. Dabei soll er gezielt auf einen Mitarbeiter eingestochen haben, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Als zwei Mitarbeiter ihrem Kollegen zur Hilfe eilten, habe der 38-Jährige auch diese Mitarbeiter verletzt.

Mordprozess in Bayreuth

Die Verhandlung wurde auf sechs Termine ab Anfang Dezember angesetzt. Voraussichtlich soll das Urteil am 16. Dezember 2019 gesprochen werden.