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Veruntreuung bei Bayreuther Steuerkanzlei

Bei einer Betriebsprüfung der Steuerberatungsgesellschaft Gewerbetreuhand Oberfranken GmbH (GTO) im ersten Halbjahr 2019 hat das Finanzamt Bayreuth festgestellt, dass Umsatzsteuer-Voranmeldungen manipuliert wurden. Verantwortlich dafür war ein Mitarbeiter, von dem sich das Unternehmen bereits getrennt hat, bestätigt Erwin Weißflach, Geschäftsführer der GTO GmbH, auf Nachfrage des Bayreuther Tagblatts.

Der Mitarbeiter hat sich somit der Untreue schuldig gemacht.

(GTO-Geschäftsführer Erwin Weißflach)

Angelegenheiten geklärt

„Wir haben die Angelegenheit mit dem Finanzamt geklärt und unsere Mandanten über die Unregelmäßigkeiten mit einem Schreiben informiert“, sagt Weißflach. Welche Summe die Steuerkanzlei an das Finanzamt Bayreuth zahlen musste, verriet der Geschäftsführer nicht. „Das unterliegt dem Steuergeheimnis.“

Das Unternehmen habe einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer damit beauftragt, die Jahresabschlüsse der GTO zu prüfen. „Diese Prüfung dauert aber noch an“, sagt der Geschäftsführer.

Mandanten nicht direkt betroffen

Wie hoch die Schadensersatzansprüche sind, könne Weißflach noch nicht sagen. „Ich weiß nicht, um wie viel Geld unser ehemaliger Mitarbeiter sich bereichert hat. Die Ermittlungen dauern noch an.“ Aber: Die Mandanten der GTO seien nicht direkt betroffen, betont er.

Nicht verhandlungsfähig

Fest stehe, dass der Beschuldigte nicht verhandlungsfähig sei und momentan kein Verfahren wegen Veruntreuung gegen ihn eingeleitet werden könne, sagt Weißflach.