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Volleyball: BSV empfängt Mühldorf zum Spitzenspiel

Vier Siege mit 3:1, drei mit 3:0, 21 von 21 möglichen Punkten – diese beinahe makellose Bilanz weisen die Volleyballer des TSV Mühldorf auf. Am Sonntag (15 Uhr, Turnhalle am Roten Main) treten sie beim BSV 98 Bayreuth an, der ebenfalls einen sehr guten Start in die Regionalligasaison hingelegt und als Tabellendritter schon 16 Zähler gesammelt hat. Nun ist das Ziel des einheimischen Teams der beiden Spielertrainer Milan Dörnhöfer und Manuel Wolz, den Oberbayern den 1. Advent zu vermiesen.

Mit jedem Sieg, den die Mühldorfer um Ex-Nationalspieler Michi Mayer (38 Jahre/55 Länderspiele) feierten, stiegen auch ihr Selbstvertrauen und die Zuversicht, den Aufstieg in die 3. Liga diesmal zu packen. Nach dem 3:1 gegen den TSV Zirndorf, den ärgsten Verfolger, waren Sätze zu lesen wie: „Jetzt muss zweifellos der Aufstieg unser Ziel sein“ (Mayer) sowie „Mühldorf ist spätestens jetzt Aufstiegsaspirant Nummer eins“. Die Mannschaft scheint kaum Schwächen zu haben und lebt auch von ihren sehr guten Sprungaufschlägen.  

Dass der TSV so sehr gelobt wird, passt den Bayreuthern gut in den Kram. „Wir können in dieser Begegnung doch völlig frei aufspielen und haben absolut nichts zu verlieren“, sagte Milan Dörnhöfer nach dem Dienstag-Training. Manuel Wolz sieht es so: „Wir haben in dieser Saison mehr als 1200 Punkte ausgespielt und dabei fast immer auf dasselbe mannschaftliche Gerüst bauen können. Wir sind also sehr gut aufeinander abgestimmt und eingespielt.“

Die Hoffnung, dass der BSV noch einmal mit dem vollen Kader (elf Akteure) antreten kann, haben sich indes zerschlagen. Tim Gamisch (Schulter ausgekugelt) und Julius Spantig (kein Risiko vor der anstehenden Knie-OP) sind am Sonntag nicht dabei. Als ihr Team vor genau einem Jahr in Bayreuth mit 3:2 gewann, war Angreifer Spantig einer der Matchwinner, als er im Tiebreak genau ins Eck traf, an einem erfolgreichen Block gegen Mayer beteiligt war und gar noch das 12:9 machte. „Bayreuth war stark und wir nicht gut genug“, hatte Routinier Mayer erkennen müssen. Ähnliche Worte am Sonntag aus dem Mund des Mühldorfers wären den Mannen um Kapitän Fabian Buck sehr recht… Dann würden wohl auch die von den Spielern gebackenen Plätzchen noch besser munden. 


Text: Jürgen Schott