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Volleyball: BSV mit Saisonendspurt unter widrigen Bedingungen

Dem Gegner keine Geschenke gemacht, dafür aber sich selbst beschenkt: So endete die Regionalliga-Saison für die Volleyballer des BSV 98 Bayreuth. Das Team gewann sein Heimspiel gegen den SC Memmelsdorf mit 3:1 (25:19, 16:25, 26:24, 26:24), verdrängte damit noch die VGF Marktredwitz vom vierten Tabellenplatz und bescherte dem Verlierer Überstunden. Die Mannschaft aus dem Bamberger Vorort muss nun nämlich als Tabellenachter in die Relegation.

Hoffen und Bangen nach Spielschluss

Sogar der direkte Abstieg schien für die Memmelsdorfer möglich. Als sie die Partie in der Turnhalle am Roten Main mit diversen eigenen Fehlern nach 101 Spielminuten beendet hatten, stieg die Spannung weiter. Man schaute via Internet voller Bangen nach Schwaig. Dort hatte der TV Mömlingen schon zwei Sätze gewonnen. Nun noch ein Erfolg der Unterfranken im vierten Durchgang, und sie hätten Memmelsdorf überholt. Doch der Kelch ging am SCM vorüber. Der SV Schwaig gewann Satz vier mit 25:22 und verurteilte Mömlingen damit zur Rückkehr in die Bayernliga.

Diese Klasse ist für den BSV aus Bayreuth vorerst kein Thema mehr. Er hat nach dem achten Platz im Vorjahr eine gute Runde gespielt, frühzeitig Punkte gehamstert und zum Ende hin noch einmal mit neun Zählern aus vier Partien auch unter widrigen Personalvoraussetzungen sein Können gezeigt.

Im Saisonfinale begannen die Bayreuther gut und kamen zum ersten Satzgewinn, als sie von 17:17 auf 23:17 davonzogen. Den Rückschlag im zweiten Durchgang beurteilte Spielertrainer Milan Dörnhöfer so:

„Der eine oder andere bei uns mag sich nach dem 25:19 wohl schon gedacht haben, das Spiel werde ein Selbstläufer.“

Dass es vorübergehend hakte, lag aber nicht daran, dass Dörnhöfer an diesem Tag seinen Job als Zuspieler komplett an Tim Gamisch abgetreten hatte. Vielmehr lobte er den Youngster: „Tim hat seine Sache gut gemacht.“

Die zwei Gesichter des BSV

Auch dessen gutes Zusammenspiel mit Kapitän Fabian Buck führte dann dazu, dass die Heim-Mannschaft die folgenden beiden Sätze knapp für sich entschied. Dabei zeigte der BSV zwei Gesichter. Zunächst strebte er aus führender Position (18:13) dem zweiten Teilerfolg entgegen, der aber erst nach drei vergebenen Satzbällen gelang: Manuel Wolz und Julius Spantig waren auf den Außenpositionen erfolgreich. Ein anderes Bild in Abschnitt vier: Da war eine Aufholjagd des Gastgebers nötig, der noch bei 17:19, 19:21 und 21:23 hinterherlief. Starke Blockaktionen brachten den Ausgleich, Memmelsdorf spielten danach offenbar die Nerven einen Streich, denn drei Fehler der Gäste erleichterten dem BSV das Siegen.