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Volleyball: BSV sinnt auf Revanche

Wenn am Samstag der BSV Bayreuth auf den TSV Zirndorf trifft, dann drängen die Bayreuther auf Revanche.

Denn das letzte aufeinandertreffen der beiden Teams ging unschön aus für den BSV. 14:11 führten sie im entscheidenden fünften Satz des Regionalligaspiels, zwei Punkte waren quasi schon verbucht, dann vergaben sie drei Matchbälle in Folge und verloren noch. Nun gibt es am Samstag (20 Uhr) in Zirndorf die Chance zur Revanche.

Rang 4 ist beachtlich

„Na klar, wir hätten gewinnen müssen, aber das ist Schnee von gestern“, sagt Milan Dörnhöfer passend zu den aktuellen winterlichen Verhältnissen über die Partie vom 20. Oktober 2018. Der Spielertrainer des BSV muss sich auch nicht grämen, hat sein Team seit diesem Tag doch fünf der acht folgenden Spiele gewonnen und sich in der Tabelle oben festgesetzt. Rang vier mit 22 Punkten ist eine beachtliche Bilanz.

Noch besser stehen freilich die Zirndorfer da; sie nehmen mit 26 Punkten den zweiten Platz ein.

„Bis zum Saisonende wollen wir nun alles gewinnen.“

(Klaus Wischermann, Trainer des TSV Zirndorf)

Das Ziel: den anscheinend bereits uneinholbar enteilten Spitzenreiter TSV Mühldorf (30) noch unter Druck zu setzen. Der Aufstieg in die 3. Liga, in der der TSV Zirndorf zuletzt 2016/17 spielte, ist nur dem Meister garantiert. Doch womöglich ergibt sich – wie 2018 – durch Startplatzverzichte anderer auch für den Regionalliga-Vize noch eine Möglichkeit aufzusteigen.

Der Spitzenreiter ist einfach besser

Milan Dörnhöfer meint: „Ich glaube nicht, dass Zirndorf noch etwas gegen Mühldorf ausrichtet. Der Spitzenreiter ist einfach besser.“ Besser als Zirndorf war vor elf Monaten auch der BSV Bayreuth, als er in der Jahnhalle im Landkreis Fürth überraschend mit 3:2 gewann. Warum die Wagnerstädter auch jetzt einen derartigen Coup für möglich halten, begründet ihr Trainer und Zuspieler so:

„Wir haben nach der Niederlage in Marktredwitz zuletzt beim 3:1 gegen den SC Freising bewiesen, dass wir wieder da sind.“

Quasi nicht mehr da ist Mittelblocker Jan Wißling, der beruflich nach Luxemburg zieht und sein vorgesehenes Abschiedsspiel aus privaten Gründen absagen musste. Ihn ersetzt Volker Nissels, der zuletzt pausiert hatte. Auch beim gastgebenden TSV fällt ein Mann der Mitte aus: der hochgelobte Janis Späth ist verletzt.

Klaus Wischermann ist deshalb nicht beunruhigt: 

Wir haben noch zwei andere sehr gute Mittelblocker.“

Dennoch erwartet er am Samstag keine leichte Aufgabe: „Mit Milan Dörnhöfer hat der BSV einen sehr guten Mann an der richtigen Stelle. Mein Tipp war schon vor der Saison, dass Bayreuth im oberen Mittelfeld der Tabelle mitspielen wird. Im Hinspiel hatten wir sicher einiges Glück, aber es war in dieser Schlussphase auch etwas Unvermögen des Gegners im Spiel.“ Wischermanns Team hat 2018/19 bisher außer in Mühldorf nur in Marktredwitz verloren, und dies nach äußerst umstrittenen Schiedsrichter-Pfiffen.