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Volleyball: Ersatzgeschwächte Bayreuther verlieren beim Meister

Den Mühldorfer „Nachrichten“ war die Meldung einen Platz auf der Titelseite wert: Der heimische TSV hat seinen eigenen Punkterekord gebrochen und den Aufstieg in die 3. Liga der Herren im Volleyball mit aktuell 48 Zählern – zu denen noch drei hinzukommen können – gekrönt. Was das Bayreuth angeht? Nun, der BSV 98 hat die drei Punkte zum Rekord in der Stadt am Inn abgeliefert. Die Oberfranken verloren vor 350 Zuschauern mit 0:3 (18:25, 22:25, 22:25), was angesichts ihrer personellen Ausstattung nicht weiter verwunderlich war. 

Viele Ausfälle

Spielertrainer Milan Dörnhöfer, Jörg Fredersdorf, die beiden Liberos Franz Damaschke und Christian Dinkel – die Liste der abwesenden BSVer war sehr lang. Lukas Neidl, an der Wade verletzt, reiste mit und coachte die sieben Kollegen. Alessandro Bozzato (45), in dieser Saison für den BSV schon in der Bezirksliga und in der Landesliga am Ball, agierte als Libero. Der Gegner indes nutzte die erlaubte Spielerzahl (zwölf) voll aus, wechselte nach den Sätzen munter durch und konnte nach einer Netto-Spielzeit von 75 Minuten die angesetzte Meisterfeier starten. 

Gute Leistung der Bayreuther

Bis dahin hatten die Bayreuther zwei passable Durchgänge und einen guten gespielt. Im ersten Satz wurde aus einer 8:7-Führung ein 10:15-Rückstand, der nicht mehr aufzuholen war. In Durchgang zwei lag der BSV beim 11:10 letztmals vorn, musste aber erst nach dem 15:15 klein beigeben und bewies mit der Aufholjagd zum 20:21 und 21:22 gute Moral. Der Satz ging dennoch verloren, und im folgenden spielte der gehandicapte bisherige Tabellenvierte sogar bis in die Schlussphase mit dem Spitzenreiter auf Augenhöhe. Drei Punkte in Folge gelangen ihm zum 21:19, beim 22:20 schien ein vierter Satz fällig. Doch Mühldorfs frischer Zuspieler Alex Brandstetter, erst zum dritten Abschnitt eingewechselt, sorgte am Aufschlag für eine Wiederholung des Hinspielresultats von 3:0.

Ausblick

Die Bayreuther schließen die Saison am kommenden Samstag (23. März, 19.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SV Memmelsdorf ab. Für den BSV geht es dann „nur“ darum, ob er Vierter, Fünfter oder Sechster wird; die Gäste aus dem Bamberger Vorort indes können mit einem Sieg den Klassenerhalt perfekt machen (falls Rivale SC Freising gleichzeitig gegen Zirndorf verliert), aber auch als Verlierer den Weg zurück in die Bayernliga antreten (falls Rivale TV Mömlingen in Schwaig gewinnt).


Text: Jürgen Schott