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Vollökologische Wunder-Erde aus Thurnau

Sie ist zu 100 Prozent ökologisch und wird ausschließlich aus Komponenten aus der Region Oberfranken hergestellt: Schwarzerde, die aus ungenutzten organischen Reststoffen gewonnen wird. Daraus wird in einem Trocknungsverfahren, dem Pyrolyseverfahren, Pflanzenkohle gewonnen, die ein wichtiger Bestandteil des  wertvollen Schwarzerdegemischs ist. Zudem besitzt sie eine ähnliche Oberflächenstruktur wie ein Schwamm: So kann sie große Mengen an Wasser und Nährstoffen speichern.

Deswegen wird sie als „Wundererde“ bezeichnet. Außerdem bindet die Pflanzenkohle das 3,5-fache ihres Eigengewichts an CO2 und leistet damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Wir haben mit Uwe Saßmannshausen, einem der Geschäftsführer von bionero, darüber gesprochen, was die Erde so besonders macht und wie die Idee entstanden ist. Das Video-Interview dazu finden Sie über dem Text.

Hintergrund

Die Idee zur Terra Preta – portugiesisch für „schwarze Erde“ –  stammt ursprünglich aus dem Amazonasbecken. Es ist eine Mischung aus Holz- und Pflanzenkohle, Dung, Kompost und natürlichen Überresten. Daraus entsteht durch pyrogenen Kohlenstoff ein Wachstums-Booster für Pflanzen. Gemeinsam mit Professor Glaser von der Universität Halle-Wittenberg hat bionero ein Verfahren entwickelt, wie man solch eine Schwarzerde auch in Deutschland herstellen kann.