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Waldbrandgefahr: Luftrettungsstaffel im Einsatz

Am Wochenende soll es den von vielen lang ersehnten Regen geben. Bis dahin herrscht in Oberfranken die zweithöchste Gefahrenstufe für Waldbrände. Und auch danach wird sich die Situation kaum entspannen.

Aufgrund des anhaltenden trockenen Wetters und der damit verbundenen hohen Waldbrandgefahr hatte die Regierung von Oberfranken im Einvernehmen mit dem Amt für Landwirtschaft und Forsten daher auch in den vergangenen Tagen den Einsatz von Luftbeobachtern angeordnet. Trotz des vorhergesagten Regens ist es wahrscheinlich, dass auch am kommenden Wochenende die Luftrettungsstaffel wieder im Einsatz ist.

Foto: Deutscher Wetterdienst

Die meisten Beobachtungsflüge finden an den Wochenenden und Feiertagen statt, weil dann mehr Menschen im Wald sind und sich die Waldbrandgefahr damit erhöht, sagt Matthias Huttner, Abteilungsleiter Forsten im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth.

Luftbeobachtung – ein Beitrag zum Umweltschutz

Die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die Einsatzflugzeuge und die Piloten zur Verfügung. An Bord der Flugzeuge befinden sich neben den Piloten ausgebildete Luftbeobachter, die die Wälder aus der Luft auf mögliche Brandgefahren hin absuchen.

Waldbrandgefahr: Beobachtungsflug über einem oberfränkischen Waldgebiet; Foto: Peter Stollberg, Regierung von Oberfranken

Wird ein Brand festgestellt, werden die Feuerwehren über die integrierte Leitstelle alarmiert und die Einsatzkräfte vom Luftbeobachter zur Einsatzstelle gelotst. Die Kosten für angeforderte Flüge trägt die Regierung von Oberfranken.

Rekordjahr 2018

Schon letztes Jahr gab es einen Wärmerekord für Bayern. Im heißen Sommer waren die bayerischen Luftrettungsstaffeln 1.000 Stunden in der Luft. Sie haben 529 Rauchentwicklungen, darunter 22 Waldbrände, entdeckt.

Gefahr weiterhin bestehend

Auch jetzt appelliert die Regierung von Oberfranken an alle Besucher der oberfränkischen Wälder, äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.

Die Situation ist ähnlich wie vergangenes Jahr. Die Wasservorräte sind noch lange nicht aufgefüllt und auch die Niederschlagsprognose sagt nur geringe Niederschläge voraus. Da der Boden aber extrem trocken ist, reicht ein Tag Regen am Freitag nicht aus. Um die Gefahr zu reduzieren braucht es mehrere Tage Regen mit größeren Niederschlagsmengen.

(Matthias Huttner, Abteilungsleiter Forsten im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Rauchverbot zwischen März und Oktober

Ohnehin gilt zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober ein Rauchverbot im Wald. Zudem sollte wegen des Brandrisikos durch heiße Fahrzeugkatalysatoren keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund geparkt werden.