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Weihnachtsdeko in Bayreuth: Mehr als nur aufhängen

Lichterkette in Bayreuth: In acht Metern Höhe arbeitet Martin Müller in der Bayreuther Innenstadt. Er ist einer der vielen Arbeiter, die die Weihnachtsdekoration in der Bayreuther Innenstadt aufhängen. Er ist für die Lichterketten zwischen den Häusern zuständig.

Lichterkette Bayreuth: Bei jedem Wetter

„Ich mache das schon seit 30 Jahren“, sagt Müller. Das wichtigste bei diesem Job: „Man darf nicht wetterempfindlich sein, denn es geht bei jeder Witterung raus.“ Schnee, Matsch, Regen, Sturm – alles hat es schon gegeben. Einen Tag aussetzen gab es bisher nicht, erinnert sich Müller. „Aber wir mussten es mal unterbrechen, als das Wetter zu wild wurde“, sagt er.

Die „Schutzgemeinschaft Lichterkette“ ist verantwortlich für diesen weihnachtlichen Schmuck in der Innenstadt. Dabei werden viele Firmen beauftragt, die Dekoration in der Bayreuther Innenstadt aufzuhängen. Mehrere Teams sind mit jeweils drei Mann unterwegs. Einer sichert den Verkehr, ein anderer hält die Leiter und der Dritte hängt auf, beschreibt Müller die Arbeit.

Lichterkette Bayreuth: An manchen Stellen bleibt es dunkel

Doch an einigen Punkten in der Innenstadt wird es dunkel bleiben. Der Grund: Die Geschäftsinhaber müssen für diese Lichterkette zahlen. Wer nicht zahlt, bekommt auch keine. So werden entweder Birnen herausgedreht oder ganze Ketten fallen weg.

Die Haken sind an den jeweiligen Häusern vorgegeben. Ab und zu müssten einige erneuert werden, aber das werde gleich mit erledigt. Bis zu acht Meter muss Martin Müller in die Lüfte. „Ja, man sollte schwindelfrei sein.“ Die Lichterketten hängen mindestens auf fünf Meter, „nur in den alten Straßen hängen sie teilweise auf 4,50 Meter.

Innenstadt Bayreuth: Ortskunde war gefragt

Früher war das aufhängen kniffliger als heute, erinnert sich Müller. „Die Geschäftsnamen standen auf den Ketten.“ Aber immer Laufe der Zeit war das Geschäft nicht mehr an dem Ort oder ist komplett verschwunden. „Mann musste schon Ahnung von Bayreuth haben. Wer sich da nicht ausgekannt hat, hatte keine Chance“, weiß Müller.

Bis zum 22. November müssen alle Lichterketten hängen. Dafür müssen die Mitarbeiter täglich acht Stunden arbeiten.