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Wie die bt-Redakteure ganz persönlich Weihnachten feiern

An Heiligabend gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat, danach geht die Familie in die Kirche und im Anschluss ist Bescherung. So schaut Weihnachten wohl beim Durchschnitts-Deutschen aus. Aber stimmt das noch? Jeder feiert Weihnachten mittlerweile auf seine eigene Art und Weise, bildet eigene Traditionen und Rituale. Wir zeigen euch hier, wie der Heiligabend bei den Redakteuren des Bayreuther Tagblatts aussieht.

Der Heiligabend bei Christoph Wiedemann

Früher war alles einfacher – als alle Geschwister noch im Elternhaus wohnten. Mittlerweile arbeiten alle – auch an Weihnachten. Wann wer nach Hause kommt – und wie lange – ergibt sich spontan. Aber unsere Familientraditionen bestehen bis heute, egal wer Weihnachten bei Mama und Papa verbringt. Zuerst wird der Baum geschmückt (den wir mittlerweile schon vor der Bescherung bestaunen dürfen). Der Großteil geht am Nachmittag in eine überfüllte Kindermette.

Christoph Wiedemann, Foto: Redaktion

Nach der Kirche kommt die Bescherung. Alle versammeln sich um den Baum und die weibliche Familienhälfte singt zumindest ein weihnachtliches Lied, bevor die Geschenke ausgepackt werden. Und erst danach gibt es das weihnachtliche Abendessen, ganz traditionell: Pizzabrötchen. Der restliche Abend wird gemütlich mit Kevin Allein Zuhaus und einem Brettspiel gefeiert.

Weihnachten bei Susanne Monz

Für mich beginnt Weihnachten eigentlich schon am 23. Dezember. Dann stellen wir gemeinsam den Christbaum auf und schmücken ihn. Heiligabend verbringe ich mit meiner Mama. Ganz traditionell mit Backschinken und Kartoffelsalat. Im Anschluss findet die Bescherung statt, wir sitzen gemütlich zusammen, schauen Sissi an und lassen den Abend bei einem Glas Wein ausklingen. Am späteren Abend gesellt sich dann mein Mann zu uns, der Heiligabend leider immer arbeiten muss.

Die anderen beiden Feiertage werden aufgeteilt. Den ersten Feiertag verbringen wir bei meinen Schwiegereltern und den Geschwistern meines Mannes. Seit einigen Jahren hat es sich eingebürgert, dass meine Mama und ich am zweiten Weihnachtsfeiertag für die Familie ein Drei-Gänge-Menü kochen. Der krönende Abschluss von einem hoffentlich schönen Weihnachtsfest.

Susanne Monz. Foto: Redaktion

Heiligabend bei Torsten Geiling

Weihnachten beginnt jedes Jahr ein bisschen früher, wenn meine Schwiegereltern das Menü für die Festtage mit uns festlegen. Dieses Jahr war das im Oktober. Dabei ist der Heiligabend gesetzt: Es gibt jedes Jahr Königsberger Klopse. Tradition hat auch das Schmücken des Weihnachtsbaumes durch meine Frau und die Diskussion, ob denn auch heuer wieder echte Kerzen am Baum brennen müssen. Müssen sie, trotz unseres zehn Monate alten krabbelnden Sohnes. Der Abend selbst wird festlich: Zuerst kommt das Menü, dann werden Weihnachtslieder gesungen, bevor die Geschenke ausgepackt werden. Und da ich nicht nur Schwiegereltern sondern auch Eltern habe, grüßt ein paar Tage später das Murmeltier, wenn wir das ganze dort noch einmal wiederholen. Allerdings ohne Klopse.

Heiligabend bei Frederik Eichstädt

Ich gebe es ja zu: Als Kind ging es mir an Weihnachten nur um die Geschenke. Klar, für einen Jungspund ist es eine tolle Sache, von Bekannten und der Verwandtschaft mit Geschenken überhäuft zu werden. Die Plätzchen, das gute Essen und der funkelnde Baum bildeten dabei einen gelungenen Rahmen für allerhand große und kleine Freuden, die in Form von Präsenten unter dem Baum lagen. Mittlerweile ist das anders: Zwar ist der Rahmen der gleiche geblieben, doch mein Blick darauf hat sich verändert.

Wie damals auch, verbringe ich den Heiligen Abend immer noch jedes Jahr bei meinen Eltern. Wie damals, gehen wir um 16 Uhr zum Gottesdienst, fahren anschließend nach Hause und essen gemeinsam zu Abend – jedes Jahr als Beilage auf dem Tisch: Serviettenknödel. Im Hintergrund laufen auch heute noch dieselben Weihnachtslieder, die schon damals aus den Boxen des CD Players kamen. Unter dem Baum liegen auch heute noch Geschenke von Bekannten und der Familie.

Doch für mich stehen sie schon lange nicht mehr im Mittelpunkt. Dort steht jetzt die festliche Stimmung, das Drumherum und vor allem die, inzwischen größer gewordene, Familie. Denn, wie mein Kleiner mir vor einigen Tagen erst sagte: “An Weihnachten sind Kinder die Hauptheit!” – und da möchte ich ihm nicht widersprechen!

Weihnachten bei Carolin Richter

Weihnachten startet am 24. Dezember nachmittags mit meinem Nachbarn, der zu Tee und Plätzchen vorbeikommt. Er ist gefühlt so etwas wie mein dritter Opa und darf deswegen nie fehlen. Danach kommen die Geschenke in einen Korb und es geht weiter zu meinem richtigen Opa. Dort warten Cousins, Onkel, Tanten, Großcousins – eben eine riesige Familie. Obwohl ich kein riesiger Fan von Christstollen bin, esse ich den von Opa gerne: Schließlich ist er selbst gebacken, wird dick eingefettet und dann mit kiloweise Puderzucker bestäubt.

Nach der ersten Bescherung, fahren wir dann zurück zu meinen Eltern. Auch Oma kommt zum Essen vorbei. Es gibt eine riesige Schüssel Kartoffelsalat und verschiedene warme Würste. Spät am Abend folgt die zweite Bescherung, während Bill Cosby Weihnachtslieder trällert. PC und Fernseher bleiben an diesem Abend aus.

Carolin Richter, Foto: Redaktion