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“Wie können bei einem Toilettenhäuschen die Kosten so durch die Decke gehen?”

Das Mehrzweckgebäude am Festspielpark in Bayreuth wird wesentlich teurer als gedacht. Um insgesamt 130.000 Euro sollen die Kosten steigen. Über diese Mehrkosten diskutierte der Bauausschuss am Dienstag (14. Januar 2020). Bereits im Vorfeld äußerten sich mehrere Fraktionen kritisch über die Kostensteigerung. 

670.000 Euro für ein Mehrzweckgebäude in Bayreuth

Geplant ist ein Mehrzweckgebäude, das sowohl einen Kiosk als auch eine Toilette beinhaltet. Dafür werden inzwischen 670.000 Euro angesetzt. Bereits im Dezember 2019 hat der Stadtrat die Mehrkosten genehmigt. Jetzt wurde das Thema nochmals im Bauausschuss behandelt.

Man habe versucht Kosten einzusparen, allerdings waren die geplanten Kosten der externen Architekten einfach zu niedrig angesetzt, erläuterte Urte Kelm, Baureferentin der Stadt Bayreuth. Durch die ganzjährige Nutzung brauche man eine Heizung und eine Lüftung. Das sei bei der Kostenschätzung 2016 nicht berücksichtigt worden.

Ich weise aber nochmal ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier immer noch um einen üblichen Standard beim Ausbau handelt und nicht um gehobenen Hightech!

(Urte Kelm, Baureferentin Stadt Bayreuth)

“Diese Kosten sind beispiellos”

Für die Fraktionen sind diese Kostensteigerungen trotzdem nicht nachvollziehbar. Stefan Specht von der CSU zeigte sich verärgert: “Bei so einem einfachen Bauwerk wie einem Toilettenhäuschen sind die Kostenexplosionen einfach beispiellos.” Trotzdem wolle er mit seiner Fraktion der Stadt die Blamage ersparen, den Bau nicht rechtzeitig vollenden zu können und stimmte schlussendlich den Mehrkosten widerwillig zu.

“Es ist an der Zeit Nein zu sagen”

Stefan Schlags von den Grünen wurde noch deutlicher:

Hier wird versucht eine High-Level-Lösung durchzuboxen. Es ist an der Zeit “Nein” zu sagen!

(Stefan Schlags, Grüne Bayreuth)

Am Ende stimmte der Bauauschuss trotzdem mehrheitlich für die Mehrkosten von 130.000 Euro.