Freizeit

Wilhelminenaue: So geht’s im Naturgarten weiter

Mitte Mai hat die Initiative Summer in der City gemeinsam mit Schülern der Grundschule St. Johannis den Naturgarten an der Wilhelminenaue eröffnet. Obstbäume wurden gepflanzt und mit dem Aufbau einer Totholzhecke, als Lebensraum für Insekten, begonnen. Seither hat sich einiges getan.

Wilhelminenaue: 120 Meter neuer Lebensraum für Insekten

Eine 120 Meter lange Totholzhecke, aus verschiedenen Ästen, Bambusrohren und Stämmen, ist am vergangenen Donnerstag fertig gestellt worden. Sie dient als Lebensraum für zahlreiche Insekten. An der höchsten Stelle misst sie 4,50 Meter. Ziel von Summer in der City ist es, sich für die Artenvielfalt im Stadtgebiet zu engagieren. „Jeder, der Lust hat, kann immer donnerstags ab 16 Uhr spontan vorbeikommen“, sagt Thomas Pickel, der Projektleiter des Naturgartens. Zu Beginn jedes Treffens werde den Helfern vorgestellt, an was gerade gearbeitet wird. Anschließend könne man sich aussuchen, wobei man mithelfen möchte.

So sieht der Naturgarten bisher aus

Was bald noch entstehen soll

Im Naturgarten lagern noch einige Haufen aus Steinen und Totholz. „Daraus soll ein Tunnel für Moose und Farne gebaut werden“, sagt Pickel. Drei Meter tief in der Erde können die Sandsteine, die dann an den Rändern des Tunnels positioniert werden, gut Wasser speichern um eine optimale Basis für die Pflanzen zu schaffen.

In zwei Wochen werde dann mit den Erdarbeiten begonnen: dann entstehen Wege, Teiche, eine Hügellandschaft und Ende des Sommers auch Blühwiesen. „Gepflanzt werden sollen 10.000 heimische Blühpflanzen, wie Flockenblumen, Wiesensalbei, Kuckucksnelken oder die Gemeine Ochsenzunge“, sagt Pickel. Außerdem soll ein Container gebaut werden, in dem das Werkzeug gelagert werden kann.

Inzwischen haben sich die Treffen im Naturgarten auch zu einem schönen sozialen Event entwickelt. Oft sitzt man nach der Aktion noch zusammen. Der Verein stellt Getränke und manche Helfer etwas zu Essen. Mit der Zeit ist man stolz und erkennt, was man dort gemeinsam in der Gruppe geschaffen hat.

(Thomas Pickel, Projektleiter des Naturgartens)

Werkeln & Planen

In der Hecke und an hohen Stämmen finden sich auch Nisthilfen für Vögel. „Immer freitags von 15 bis 19 Uhr trifft sich unsere Werkelgruppe. Jeder darf kreativ dabei sein, wie er seine Nisthilfe gestalten möchte“, sagt Pickel. Treffpunkt sei in der Peter-Henlein-Straße 11, Kapazität gäbe es dort für 20 bis 30 Leute. „Was uns noch fehlt sind mehr Elektrogeräte, wie zum Beispiel Stichsägen“, erklärt Pickel. Über Spenden würden sie sich freuen. Außerdem werden noch Leute für die Planung, aus dem Bereichen IT oder Marketing, gesucht. „Wir suchen Helfer aus verschiedenen Bereichen, damit das Team möglichst breit aufgestellt ist“, erklärt Thomas Pickel. Das nächste Vereinstreffen, das im Zweiwochen-Rhythmus stattfindet, ist am Dienstag, den 18. Juni, um 19 Uhr. 

Selbst mit anpacken: So geht’s

Foto: red

Werkzeug und Gießkannen werden vom Verein gestellt. Selbst mitbringen sollte man hingegen Arbeitshandschuhe und entsprechende Kleidung. Summer in der City arbeitet in verschiedenen Kleingruppen, um einzelne Aktionen zu realisieren. Egal ob kurz- oder langfristig: Jeder könne sich flexibel im Projekt einbringen und soviel Zeit investieren, wie es ihm gerade möglich ist. Mehr als 50 Helfer hätten sich in den vergangenen fünf Wochen eingebracht. „Wir freuen uns immer über neue Gesichter“, sagt Pickel. Wer das Projekt Naturgarten lieber mit Spenden als mit Tatkraft, unterstützen möchte, kann das hier tun.

Foto: red

 

Zweites Projekt in der Wilhelminenaue

Auf der anderen Seite der Wilhelminenaue, wenn man vom Radweg am Wohnmobile-Parkplatz Friedrichstraße aus kommt, wurde im letzten Jahr auch schon ein Mitmachgarten mit einer Fläche von 115 Quadratmetern angelegt. Dort schwärmen heute hunderte Schmetterlinge und Bienen. „Wer wissen möchte, ob wir unsere Arbeit gut machen, kann sich den fertigen Mitmachgarten am Roten Main ansehen“, so Thomas Pickel, stellvertretender Vorsitzender der Initiative.

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