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Zwei neue Kindergärten entstehen

Etwa 100 Kindergartenplätze fehlen derzeit in Bayreuth. Zwei Neubauten wurden jetzt auf den Weg gebracht.

An den Eingang zur Wilhelminenaue soll nicht nur eine Trainingshalle für den Bayreuther Basketball-Nachwuchs, eine medi-Geschäftsstelle und eine Praxis für Physiotherapie entstehen. Geplant ist dort auch das neue Zuhause des Waldorfkindergartens. Der ist derzeit noch im alten Schulhaus im Stadtteil Destuben untergebracht. Die Mitglieder des Hauptausschusses der Stadt haben den Plänen jetzt zugestimmt. Mit rund 2,1 Millionen Euro wird die Stadt den Kindergartenneubau des Vereins bezuschussen. Weitere etwa 500.000 Euro kommen vom Freistaat.

An den Eingangsbereich zur Wilhelminenaue kommt ein Neubau für den Waldorfkindergarten. Foto: Thorsten Gütling

Auch die Kindertagesstätte Kreuz wird neu gebaut. Zuvor soll das bestehende Gebäude in der Fröbelstaße abgerissen werden. Gegen den Abriss hatten Erwachsene, die den Kreuzer Kindergarten früher selbst besucht haben, im vergangenen Jahr über 100 Unterschriften gesammelt. Abriss und Neubau wird die Stadt mit rund 2,9 Millionen Euro bezuschussen. 600.000 Euro bleiben bei der Diakonie als Träger und dem Freistaat hängen.

Foto: Thorsten Gütling

Insgesamt investiert die Stadt heuer rund 16 Millionen Euro in die Kinderbetreuung. In den vergangenen fünf Jahren wurden bereits fünf Millionen in den Ausbau der Kindergärten gesteckt. 40 Einrichtungen mit insgesamt 2500 Plätzen gibt es. Jedes zweite Kind unter drei Jahren findet demnach einen Platz in einer der Krippen, in den Kindergärten ist theoretisch Platz für jedes Kind zwischen drei und sechs. Und dennoch hagelte es zuletzt Kritik.

Foto: Thorsten Gütling

Weil nämlich bekannt wurde, dass in der Stadt zum nächsten Kindergartenjahr rund 100 Betreuungsplätze fehlen. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, die versprochen hat, Bayreuth zur kinderfreundlichsten Stadt Deutschlands zu machen, wird deshalb derzeit von vielen kritisiert. Sie selbst erklärt den Engpass auf Nachfrage mit der Entscheidung des Freistaats, den Zeitpunkt der Einschulung künftig nicht mehr vom Alter des Kindes am sogenannten Stichtag abhängig zu machen, sondern einen Korridor von mehreren Wochen dafür zu schaffen. Einige Plätze würden dadurch später als geplant frei. Außerdem sei der Ausbau der Betreuungsplätze in Bayreuth noch nicht abgeschlossen. Unter anderem im früheren Ärztehaus soll eine Kindertagesstätte entstehen, genauso wie die besagte Einrichtung am Eingang der Wilhelminenaue und der Neubau im Kreuz. Zeitnah soll der Engpass behoben werden, indem einige städtische Einrichtungen zunächst mehr Kinder als üblich aufnehmen. Spätestens zum Beginn des neuen Kindergartenjahres soll die Vollversorgung wieder erreicht sein.