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Protest

Gegen den Kohleausstieg: Unangemeldeter Protest vor Bayreuther SPD Bundestagsabgeordneten Büro

Vor dem Büro der SPD Bundestagsabgeordneten Anette Kramme in der Friedrich-Puchta-Straße in Bayreuth haben am Mittwoch (1.7.2020) junge Aktivisten demonstriert. Sie wollen so erreichen, dass die SPD am Freitag gegen den Kohleausstieg 2038 stimmen sollen.

Am Mittwoch (1.7.2020) protestieren junge Aktivisten vor dem Büro der SPD Bundestagsabgeordneten Anette Kramme in der Friedrich-Puchta-Straße in Bayreuth. Die Demonstranten fordern, dass die SPD am Freitag gegen den Kohleausstieg 2038 stimmen sollen.

Unangemeldeter Prostest in Bayreuth

Bisher sei in zahlreichen Studien belegt worden, dass ein Kohleausstieg bis 2030 möglich wäre. Würde der Kohleausstieg erst 2038 erfolgen, müssten im Vergleich viel aufwendigere Maßnahmen getroffen werden, um die Klimaschutzziele von Paris noch einhalten zu können.
Der Ausbau von erneuerbaren Energien, der nötig sei um die Klimaschutzziele zu erreichen, würde allein im Bereich Photovoltaik 200.000 Arbeitsplätze schaffen, erklären die Aktivisten. Deswegen haben sie sich auch dazu entschlossen, einen unangemeldeten Protest vor dem Büro der Bundestagsabgeordneten Anette Kramme (SPD) abzuhalten.
“Wir sind hier spontan, zufällig mit verschiedenen Leute aus verschiedenen Organisationen zusammengekommen und wollen einfach darauf aufmerksam machen, dass Anette Kramme als unsere Vertreterin im Bundestag gegen das Kohleausstiegsgesetz stimmen muss.”
(Magdalena Schlags, Aktivistin)

Aufmerksamkeit von Anette Kramme (SPD) erregen

“Wir sind heute hier, um Anette Kramme dazu aufzufordern, am Freitag gegen das Kohleausstiegsgesetz zu stimmen”, sagt Magdalena Schlags. Sie ist eine der Aktivisten, die sich relativ spontan zu dem Protest zusammengeschlossen haben. “Das Kohleausstiegsgesetz ist ein riesiger Rückschritt.” Ein so später Kohleausstieg hätte fatale Folgen für das Pariser Klimaabkommen, sagt Schlags. Denn bis dahin gäbe es keine Möglichkeiten mehr, die Ziele des Abkommens einhalten zu können. Deswegen haben sich die jungen Leute auch für diesen zivilen Ungehorsam entschieden. Dadurch erhoffen sie sich mehr Aufmerksamkeit, als bei einer regulär angemeldeten Demonstration, die in der Form auch nicht durchgeführt werden könnte.
“Wir wollen die Mitarbeiter innen nicht stören und sie bei ihrer Arbeit belästigen. Wir möchten sie nur darauf Aufmerksam machen, dass sie bitte Anette Kramme und den anderen Abgeordneten der SPD weitergeben sollen, gegen das Kohleausstiegsgesetz am Freitag zu stimmen.”
(Magdalena Schlags, Aktivistin)

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler