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Kultur

Neues jüdisches Gemeinde- und Kulturzentrum für Bayreuth

Bayreuth bekommt ein neues jüdisches Gemeindezentrum: Die „Alte Münze“ wird das neue israelitische Gemeinde- und Kulturzentrum. Dafür stellt der Freistaat Bayern zusätzlich 500.000 Euro zur Verfügung. 

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Die „Alte Münze“ soll das neues jüdische Gemeindezentrum in Bayreuth werden. Die Fraktion der Bayreuther Gemeinschaft erneuert jetzt ihre Forderung nach einer Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Israel. In der Serie „bt öffnet Türen“ hat das Bayreuther Tagblatt bereits hinter die Mauern einer Bayreuther Moschee geblickt. 

„Alte Münze“ wird jüdisches Gemeindezentrum in Bayreuth

Am 19. August 2020 hat die Bayerische Staatsregierung neue Fördermittel für den Umbau des Baudenkmals „Alte Münze“ in Bayreuth zu einem jüdischen Gemeindezentrum verkündet. Dabei sagte Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler, dass zu den bereits bewilligten Fördermitteln weitere 500.000 Euro hinzukommen werden.

„Die Alte Münze wird die neue Heimat des Gemeinde- und Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth. Ich freue mich sehr, dass wir mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds die jüdische Gemeinde vor Ort unterstützen und zugleich ein wertvolles Gebäude der Bayreuther Stadtgeschichte erhalten können. Das ist Denkmalpflege nahe am Menschen“

(Bernd Sibler, Kunst- und Wissenschaftsminister)

BG fordert für Bayreuth Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Israel

Die Stadträte der BG haben ihre Forderung nach einer israelitischen Partnerstadt für Bayreuth erneuert. Gerade vor dem dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Stadt sei es dringend notwendig ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen, heißt es von Seiten der Bayreuther Gemeinschaft. Am 17. Juli 2020 hat die BG einen entsprechenden Antrag eingereicht.

„Jüdisches Leben gehört zu den festen Säulen unserer Stadtgesellschaft. Wir sehen in einer möglichen Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Israel einen wichtigen Schritt sowohl für die Gedenkkultur wie auch für eine Zukunft ohne Antisemitismus.“

(Erklärung der Bayreuther Gemeinschaft)

Die „Alte Münze“ in Bayreuth

Das Gebiet nördlich des markgräflichen Opernhauses war im 18. Jahrhundert markgräflichen Betrieben wie der Alten Münze vorbehalten. Nachdem die Münzprägung dort 1804 eingestellt worden war, diente das Gebäude von 1815 bis 1950 verschiedenen schulischen Nutzungen.

1956 wurde die städtische Jugendbücherei eingerichtet, ab 1972 beherbergte es Institutionen der Universität Bayreuth, zuletzt das sogenannte „Iwalewa-Haus“, das Afrika-Zentrum. Bis heute sind nur geringfügige Veränderungen am Gebäude vorgenommen worden.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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