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Lanzendorfer Brücke: Jetzt kommt die Fahrtrichtung Norden dran

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Der erste Teil ist geschafft, jetzt kommt der zweite an die Reihe. Nachdem die Autobahndirektion die A9 in Höhe der Lanzendorfer Brücke in Richtung Nürnberg saniert hat, kommt nun die Fahrtrichtung Berlin an die Reihe. Dafür wird derzeit zwischen den Anschlussstellen Bad Berneck und Bindlacher Berg die Verkehrsführung geändert. Insgesamt soll der Verkehr während der Bauarbeiten auf vier Spuren fließen.

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Erster Schritt: Der Verkehr nach Süden kommt auf die neue Brücke

In der Nacht von Freitag, den 19. Juli, auf Samstag, den 20. Juli, wird zunächst der Verkehr in Richtung Nürnberg auf den bereits sanierten Brückenteil verlegt.

Lanzendorfer Brücke. Archivfoto: Thorsten Gütling

Zweiter Schritt: Vollsperrung der Anschlussstelle A70

Ab Samstag erfolgt dann die Vollsperrung der Spange der A70 von Bamberg kommend in Richtung A9 in Fahrtrichtung Berlin. Die Spange Bindlacher Berg in Richtung Berlin ist von der Sperrung ebenfalls betroffen. Die Umleitungen sind jeweils ausgeschildert.

Über 1000 Meter lang: die Lanzendorfer Brücke. Foto: Thorsten Gütling

Dritter Schritt: Verkehr in Richtung Norden kommt auf die Gegenfahrbahn

In der Nacht von Sonntag, den 21. Juli, auf Montag, den 22. Juli, wird der Verkehr der Richtungsfahrbahn Berlin schließlich auf die Gegenfahrbahn umgelegt. Die so eingerichtete Verkehrsführung bleibt bis voraussichtlich November bestehen.

Lanzendorfer Brücke. Archivfoto: Thorsten Gütling

Vierter Schritt: Himmelkron bleibt teilweise gesperrt

Die Teilsperrung der Anschlussstelle Himmelkron in Fahrtrichtung Nürnberg von jeweils Montag um 4 Uhr bis Mittwoch um 10 Uhr bleibt auch für den zweiten Bauabschnitt erhalten.

Lanzendorfer Brücke. Archivfoto: Thorsten Gütling

Darum wird saniert:

Die Lanzendorfer Talbrücke ist 22 Jahre alt und muss saniert werden. Dabei werden Kappen, Fahrbahnbeläge und die zugehörige Abdichtung der Brücke sowie die Übergangskonstruktionen durch Neubauteile ersetzt. Die Schutzeinrichtungen werden bei dieser Gelegenheit durch Einbau von Bauteilen mit höherem Rückhaltevermögen ertüchtigt. Die Gesamtkosten der Brückeninstandsetzung betragen insgesamt circa 20 Millionen Euro.

Lanzendorfer Brücke: Baustelle in der Baustelle

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Die Autobahndirektion Nordbayern lässt in der kommenden Woche die Verkehrsführung an der Baustelle Lanzendorfer Brücke umbauen. Die Umbauarbeiten erfolgen in den Nächten zwischen dem 15. und dem 18. April, jeweils von 19:30 Uhr bis 6 Uhr. Danach stehen je Fahrtrichtung nur noch zwei Fahrspuren zur Verfügung. So hatten es verschiedenste Politiker gefordert um die breitere Fahrspuren zu ermöglichen und die Unfallgefahr zu senken. Die Zufahrt Bad Berneck/Himmelkron bleibt in Fahrtrichtung Nürnberg aber vorerst weiter gesperrt. Dagegen hatten Gewerbetreibende aus Himmelkron protestiert.

Die Autobahnauffahrt Himmelkron ist in Richtung Nürnberg gesperrt. Foto: Thorsten Gütling

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Während die Verkehrsführung umgelegt wird, steht je Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung. In der Nacht vom 17. auf den 18. April ist, für die abschließenden Umbauarbeiten, eine Vollsperrung in Richtung Nürnberg erforderlich. Der Verkehr wird dann bei Himmelkron und Bad Berneck von der Autobahn geführt.

Verschiebungen möglich

In Stein gemeißelt ist der Zeitplan allerdings nicht. Dafür sind die nötigen Markierungsarbeiten zu sehr von den Witterungsverhältnissen abhängig.

Lanzendorfer Brücke. Foto: Thorsten Gütling

Auffahrt Himmelkron bleibt erstmal gesperrt

Die Autobahnauffahrt bei Himmelkron in Richtung Süden bleibt aber auch nach der Reduzierung der Fahrspuren von fünf auf gesperrt. Zumindest vorerst. Voraussichtlich in der 19./20. Kalenderwoche wird erneut eine Videobeobachtung zur Auswertung des Verkehrsflusses in der Baustelle erfolgen. Ein früherer Termin sei nicht möglich, da aufgrund der Feiertage keine repräsentativen Ergebnisse erzielt werden könnten, heißt es in einer Pressemitteilung der Autobahndirektion Nordbayern. Erst nach Auswertung dieser Videobilder könne entschieden werden, zu welchen Zeiten die Auffahrt Himmelkron ohne Unfall- und Staugefahr freigegeben werden könne. Die Autobahndirektion gibt aber zu verstehen: Zumindest mit einer zeitweisen Freigabe der Auffahrt ist dann zu rechnen.

Lanzendorfer Brücke. Foto: Thorsten Gütling

Mehr Staus Richtung Süden als erwartet

Die Autobahndirektion weißt aber auch darauf hin, dass mit der bisherigen Regelung mit drei Spuren in Richtung Berlin Staus an den Spitzentagen Donnerstag und Freitag in diese Fahrtrichtung vermieden werden konnten. Allerdings: Auf den zwei spuren in Richtung Süden kam es häufiger zu Staus als erwartet. Die Autobahndirektion schreibt:

Insbesondere der hohe Schwerverkehrsanteil an den Spitzentagen Montag und Dienstag hat zu unakzeptablen kilometerlangen Rückstauungen der LKW im Vorfeld der Baustelle gesorgt. Besonders schwerwiegend war hierbei vor allem, dass sich diese in den Spitzenstunden aufgelaufenen Staus auch nur sehr langsam wieder abbauten.

Erschwerend hinzu gekommen sei, dass in Spitzenzeiten bis zu 600 Fahrzeuge pro stunde bei Himmelkron von der B 3030 auf die A9 in Richtung Süden auffuhren, darunter gut 100 Lastwagen. Die Staus hätten nach Sperrung der Auffahrt Himmelkron abgenommen.

Foto: Thorsten Gütling

Mehr Staus in Richtung Berlin erwartet

Da es nach der Änderung der Verkehrsführung zwar nur noch insgesamt vier Spuren gibt, die dafür aber allesamt breiter ausfallen, rechnet die Autobahndirektion mit einem besseren Verkehrsfluss in Richtung Süden. Die damit allerdings in Kauf genommene erhöhte Staugefahr in Richtung Berlin soll durch ein Stauwarnsystem  zumindest abgesichert werden.