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Zuletzt aktualisiert am 31. August 2021 | 10:11

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Mobilität in der Stadt

Das Thema Umweltschutz ist mittlerweile in vielen Bereichen unseres Lebens Thema – und das ist gut so. Gerade im Sektor Mobilität gibt es dabei aber noch Einiges zu verbessern.

Nachhaltige Mobilität durch Muskelkraft. Symbolbild: Unsplash.com/Let's Kick
Nachhaltige Mobilität durch Muskelkraft. Symbolbild: Unsplash.com/Let's Kick

Und ja: jede einzelne Person kann dazu, sei es im Alltag oder auf Reisen, etwas beitragen. Besonders im städtischen Bereich sind die Möglichkeiten, Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Mobilität zu leben, recht umfangreich.

Ein paar Möglichkeiten, Mobilität nachhaltiger zu gestalten

Hier sind im Folgenden ein paar Möglichkeiten aufgelistet, um die eigenen Wege von A nach B grüner zu gestalten:

  • Fahrgemeinschaften: Das Bilden von Fahrgemeinschaften verringert die Anzahl der Autos auf unseren Straßen. Das Ziel: Statt fünf fast leerer Autos auf der Straße nur ein volles.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Wo immer möglich, sollten öffentliche Verkehrsmittel anstatt des eigenen Autos genutzt werden. Neben dem Umweltaspekt ist der Weg auf diese Weise zumeist auch stressfreier, da man sich nicht ständig konzentrieren muss.
  • Fahrrad und Roller nutzen: Wer nicht allzu weit pendelt, kann auch auf das Fahrrad, auf ein Skateboard oder einen Roller zurückgreifen, um mittlere Strecken zurückzulegen. Gerade für die sogenannte letzte Meile von einer Endhaltestelle beispielsweise zum Arbeitsplatz sind diese Fortbewegungsmittel sehr praktisch.
  • Zu Fuß gehen: Kürzere Strecken, etwa zum nächsten Bahnhof oder in den nahegelegenen Supermarkt können von den meisten Menschen auch problemlos zu Fuß zurückgelegt werden, was gleichzeitig auch gut für die persönliche Fitness ist.

Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln

Wo immer es möglich ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ans Ziel zu kommen, sollte dies auch genutzt werden. Das ist umweltschonender, die Hauptverkehrsstraßen werden weniger verstopft und es bedeutet meist ein stressfreieres Reisen als mit dem Auto zu fahren. In Großstädten und Ballungsgebieten sind Anbindungen in den meisten Fällen gut ausgebaut. Und: Die Nutzung von Öffis anstatt PKW und LKW würde in Deutschland jährlich etwa 15 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Radfahren und andere Alternativen – nachhaltige Mobilität durch Muskelkraft

Durch ein gutes Netz an Radwegen in den Städten, welches immer weiter ausgebaut wird, wird auch Fahrradfahren immer beliebter. Zudem geht der Trend hin zum E-Scooter und Tretroller, auch bei Erwachsenen. E-Roller sind mittlerweile in vielen Städten flächendeckend zum Leihen verfügbar und können bei Bedarf einfach genutzt werden, wodurch allerdings natürlich zusätzliche Kosten durch die Betreiber der entsprechenden Plattformen anfallen. Herkömmliche Tretroller stellen eine kompakte Lösung dar, um die letzte Meile zu Bus und Bahn oder von dort bis zum Arbeitsplatz bequem zurücklegen zu können und auch ein wenig Bewegung in den Alltag zu integrieren. Man kann sie kompakt unterm Arm transportieren und benötigt im Gegensatz zu einem Fahrrad im ÖPNV kein extra Ticket. In einem Tretroller Shop gibt es dafür Fahrzeuge für verschiedenste Bedürfnisse und alle Altersklassen.

Nachhaltige Verkehrskonzepte für eine verbesserte Mobilität

Einfluss auf die aktuellen Verkehrskonzepte und damit auch auf die Nachhaltigkeit dieser hat die städtische Verkehrspolitik. Sie hat die Aufgabe, diverse Mobilitätsbedürfnisse zu erfüllen und dabei unerwünschte Nebenwirkungen zu reduzieren. Wichtige Punkte sind dabei zum Beispiel der gute Ausbau der Fahrradwege und geringe Wartezeiten bei Bus und Bahn. Auch die Ticketpreise sollten leistbar sein, um öffentliche Verkehrsmittel attraktiver gegenüber dem kostenintensiven PKW zu machen. Viele Kommunen sind hier auf einem guten Weg und haben sogenannte 365-EUR-Tickets eingeführt, die das ganze Jahr über genutzt werden können.

Verkehrsanbindung in ländlichen Gebieten oft noch

Zudem muss die Verkehrsanbindung ländlicher Gebiete, deren Einwohner oft keine Alternative zum Pkw sehen, noch deutlich ausgebaut werden. Hier besteht vielerorts noch ein erheblicher Verbesserungsbedarf und im Gegensatz zum regen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel in urbanen Regionen gibt es bei manchen Anbietern im ÖPNV sogar die Tendenz, dass Verbindungen wegfallen, da sie nicht mehr als lukrativ erachtet werden. Dies gilt insbesondere für den Schienenverkehr.

Die Mobilität der Zukunft

Für die Zukunft ist eine Sicherung der Mobilität bei einer gleichzeitigen Minimierung der negativen Auswirkungen wichtig. Dabei geht es um einen Interessenausgleich zwischen der Gesellschaft, der Umwelt und der Wirtschaft – die sich bekanntlich nicht immer einig sind, was denn das Beste für alle sei. Hier sollte es um eine Reduzierung der PKWs auf unseren Straßen gehen und auf der anderen Seite um einen Ausbau des Netzes an öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrradwegen – eine Verkehrswende. Die Ticketpreise und auch die Intervalle der Öffis sollen Menschen dazu verleiten, lieber öffentlich zu fahren als mit dem Auto – sei es aus Bequemlichkeitsgründen, aufgrund der Kosten oder der Umwelt zuliebe.

Nachhaltige und umweltschonende Mobilität als Schritt eine gute Zukunft

Das Thema Nachhaltigkeit hat längst auch in den Bereich der Mobilität Einzug gehalten. Jeder und jede Einzelne kann dazu beitragen, unsere Umwelt durch ein paar kleine Veränderungen gesünder zu machen. Aber auch die Verkehrspolitik ist hier in der Verantwortung – denn solche Veränderungen sollten auch einfach zu bewältigen sein. Etwa mit gut ausgebauten Netzen an öffentlichen Verkehrsmitteln, besseren Radwegen und attraktiveren Angeboten für jene, die diese auch nutzen wollen. Gerade die Situation der Verkehrsanbindung in ländlichen Regionen darf hierbei nicht außer Acht gelassen werden.

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