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Geld

Von Wein bis Kunst: Lohnen sich alternative Geldanlagen?

Ein edler Tropfen, ein exklusiver Oldtimer, ein bedeutendes Kunstwerk – Liebhaber schöner Dinge zeichnen sich meist durch eine besondere Lebensart aus. Es kann aber auch ganz profan um etwas anderes gehen: um Geld.

Weine, Wagen und andere Sachwerte als Investment – das ist riskant, kann sich aber lohnen. Unter Umständen.

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Anlageprofis von tecis geben Tipps

Eins vorweg: Wer sein Geld einigermaßen rentabel und möglichst sicher anlegen möchte, sollte die Finger von „exotischen“ Investments lassen und auf dem klassischen Weg bleiben. Lässt man sich dabei von seriösen Profis beraten, geht man vermutlich am vernünftigsten mit seinem Geld um. Interessante Tipps zur Optimierung der persönlichen Finanzsituation haben zum Beispiel die Experten des Finanzdienstleisters tecis. Sie reichen von Altersvorsorge über Aktieninvestments bis zu Versicherungsfragen. Wer dann noch weiteren Investitionsspielraum hat, kann auch auf andere Anlageformen setzen.

In Wein lässt sich beispielsweise vortrefflich investieren. Auf Fünfjahresphasen gesehen ermittelte der globale Luxury Investment Index von einiger Zeit Zuwächse von teilweise mehr als 30 Prozent. Voraussetzung für eine erfolgreiche Spekulation auf edlen Rebensaft ist allerdings eine hervorragende Sachkenntnis. Dementsprechend sind es in Deutschland meist echte Weinkenner, die ihr Geld in diese Sparte stecken. Am häufigsten tun sie das in Bordeaux-Tropfen, gefolgt von Burgunder. Einsteigern raten die Experten des Fachportals das-investment.com: „Sie sollten zunächst die Preisentwicklung etwa beim Liv-Ex Fine Wine Investables Indizes beobachten, um ein Gefühl für den Markt zu entwickeln.“

Ein Whiskey für 1,4 Millionen Euro

Darf’s ein bisschen stärker sein? Auch edler Whiskey erfreut sich als Anlage- beziehungsweise Spekulationsobjekt großer Beliebtheit – wenn man es sich denn leisten kann. So wechselte 2019 eine Flasche 93 Jahre alter Single Malt aus der schottischen Destillerie Macallan für knapp 1,4 Millionen Euro den Besitzer. Whiskey aus Schottland oder Japan bringt in manchen Fällen Wertsteigerungen von süffigen 40 Prozent im Jahr, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtete. Experten glauben aber, dass bei einem derart hohen Preisniveau künftig nicht mehr viel Luft nach oben bleiben wird. Gleiches gilt für Oldtimer. Auch ihre Werte wachsen immer langsamer. „Die Preise für Garagengold stabilisieren sich auf hohem Niveau“, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Nur seltene Fahrzeuge in tadellosem Zustand erreichen nach vielen Jahren einen wirklich hohen Wert.

„Kunstinvestment ist kein Kurzstreckensprint“

Zeit sollte man also schon mitbringen, wenn man in ungewöhnliche Anlageobjekte investiert, wie zum Beispiel in Kunstwerke. „Das Kunstinvestment ist kein Kurzstreckensprint“, sagt die Kunstberaterin Dr. Ida Neumann im Interview mit dem Portal „finanz-heldinnen.de“. „In den meisten Fällen ist es wichtig, die Werke lange zu halten, bevor sie wieder veräußert werden.“ Risikoaffinität sei eine Voraussetzung für Investments in Kunst, meint die Expertin. Dabei lässt sich nicht nur mit Millionen-Kunstwerken spekulieren. Einsteigern empfiehlt Dr. Neumann zum Beispiel Grafiken, mit denen sich bei einem Investment von rund 10.000 Euro bereits gute bis sehr gut Gewinne erzielen ließen. Als Beispiel nennt sie einen Druck von Keith Haring, den ein Sammler 1996 für 4.000 D-Mark ersteigerte – und 2017 für 25.000 Euro wieder verkaufte. Man könnte sagen: Ein Bild von einem Investment!