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Flohmarkt

Birken-Flohmarkt geht in die nächste Runde – trotz Corona

Zum dritten Mal soll am 27. Juni 2020 der Birken-Flohmarkt in Bayreuth stattfinden. Vorerst zumindest, wie Organisatorin Magdalena Aderhold betont.

In den vergangenen Jahren fand der Stadtteilflohmarkt im Bayreuther Süden einen großen Anklang sowohl bei den Verkäufern als auch bei den Käufern, die das für Bayreuth neue Format gerne angenommen haben. Bereits im Herbst letzten Jahres wurde der neue Termin auf den 27. Juni festgelegt – dann kam Corona und damit die Absage vieler Veranstaltungen, auch des Flohmarkts auf dem Volksfestplatz.

Das einzigartige Projekt fand 2018 zum ersten Mal statt – und das ganz ohne die Unterstützung von der Stadt oder anderen Sponsoren. 

Kleiner Stadtteil-Flohmarkt in der Bayreuther Birken

„Darunter fällt der kleine, aber feine Flohmarkt in der Birken meiner Meinung nach nicht“, sagt Magdalena Aderhold, die den Flohmarkt mehr oder weniger im Alleingang organisiert. „Im Gegensatz zum Volksfestplatz verläuft sich hier alles über ein im Vergleich riesiges Gebiet. Die Erfahrung aus den letzten beiden Jahren zeigt, dass sich auch an den Hotspots selten mehr als drei, vier Leute an einem Stand gleichzeitig aufhalten. Da ist in jedem Supermarkt mehr Gedränge.“

Stände auf privaten Grundstücken im Stadtteil Birken in Bayreuth

Das Besondere an einem Stadtteilflohmarkt: Da die Verkäufer die Stände auf ihren privaten Grundstücken aufbauen, muss die Veranstaltung nicht beim Ordnungsamt gemeldet werden. Dieses Jahr sieht es ein bisschen anders aus, sagt die Organisatorin. „Ich bin in Kontakt mit dem Ordnungsamt, damit alles seine Richtigkeit hat, da möchte ich auf der sicheren Seite sein, ob das nun Auflagen sind wie Abstand oder Maskenpflicht oder die generelle Durchführung der Veranstaltung.“ Bis Ende Juni könne schließlich noch viel passieren, sowohl positiv als auch negativ. „Von einer Absage kurz vor knapp bis hin zu einem Flohmarkt ohne Restriktionen wie im vergangenen Jahr kann alles passieren – man weiß es einfach heute noch nicht. Deshalb ist es mir auch wichtig, mich mit der Stadt Bayreuth abzustimmen.“ Und auch den Verkäufern entgegenzukommen: Anmeldungen sind jederzeit möglich, Standgebühren können aber erst kurz vor der Veranstaltung bezahlt werden, wenn es sicher ist, ob der Flohmarkt stattfindet. „Auch wenn es mich natürlich auch freuen würde, wenn der eine oder andere das Geld trotzdem überweist, auch auf die Gefahr hin, dass ich absagen muss und das Geld bei mir bleibt.“ Denn außer den Standgebühren, die die Werbekosten wie Website, Flyer und Plakate kaum decken, hat Aderhold keine Einnahmen. „Das ist einfach mein Birken-Baby, es macht einfach unglaublich viel Spaß zu sehen, wie sich mein Stadtteil mit Leben füllt und Nachbarn sich näher kommen, da investiere ich gerne auch mal ein paar Euro, aber Unterstützung würde ich natürlich nicht ablehnen“, lacht sie.

Birken-Flohmarkt am 27. Juni

Der Birken-Flohmarkt findet am 27. Juni von 16 bis 20 Uhr in ganz Birken statt. Im gesamten Stadtteil werden Stände mit Flohmarktware aufgebaut. Die Idee hinter der Veranstaltung ist nicht nur, Flohmarktsachen bequem direkt vor dem Haus zu verkaufen, sondern auch die Nachbarschaft zu beleben und den Nachhaltigkeitsgedanken zu pflegen – warum wegschmeißen, wenn es jemand anders noch brauchen kann? Weitere Informationen sind unter www.birken-flohmarkt.de zu finden.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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