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Senioren entdecken die Online-Spielewelt

Immer mehr Senioren entdecken ihre Leidenschaft für das Internet. In Österreich haben die 55- bis 75-Jährigen in den letzten Jahren enorm aufgeholt. Heute sind 70 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen im Internet unterwegs. Das geht aus einer Erhebung der Statistik Austria hervor. Online-Shopping steht dabei an erster Stelle, aber auch Online-Spiele erfahren viel Zuspruch. Die Spieleprogrammierer haben sich auf ihr älter werdendes Publikum eingestellt und entwickeln immer mehr Spiele für Senioren. Gerade der Computer kann die Beeinträchtigung von Senioren in Zusammenhang mit nachlassender Sehkraft, Feinmotorik und Vereinsamung nahezu ideal ausgleichen. Und von diesen Vorteilen wollen immer mehr Senioren profitieren.

Abwechslung ist Trumpf

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Es ist abzusehen, dass sich der Anteil der Senioren, die online spielen weiter zunehmen wird. Der Spaß am Spiel bleibt aber nur dann erhalten, wenn es genügend Abwechslung gibt. Eine riesige Auswahl an Spielen bietet das Online Casino Österreich mit Spielen von mehr als 45 Herstellern. Das Spieleangebot reicht von klassischen Spielautomaten über die neuesten Videospiele bis hin zu Glücksspielen und Sportwetten. Klassische Spiele werden von den Senioren dabei bevorzugt. Denk- und Geschicklichkeitsspiele stehen hoch im Kurs. Diese Spiele haben auch einen positiven gesundheitlichen Aspekt, sie trainieren Gedächtnis und Reaktionsvermögen und sind vielleicht deshalb so beliebt.

Die Sprache als Hindernis

Noch nicht eingestellt haben sich die Programmierer aber auf ein ganz anderes Problem: Die meisten Senioren jenseits der 70 hatten nicht wie Jüngere Englisch schon in der Volksschule. Die „Gamer-Sprache“ ist aber gespickt mit Anglizismen: Adds, all-in, bashen, cheater, defaut und unzählige andere Begriffe mehr machen so manches Spiel für ältere Menschen unzugänglich, auch wenn sie das Spiel selbst gerne einmal ausprobieren würden. Sprache soll eigentlich integrieren, in der Welt der Online-Spieler aber schließt sie all jene aus, die sich auf die fremde Begriffswelt nicht verstehen. Dass es anders sein kann, haben Studenten der Universität Bayreuth gezeigt. Sie veröffentlichten ein PC-Spiel mit fränkischer Übersetzung.

Moderne Informationstechnologie in deutscher Sprache

Wie deutsche Computersprache aussehen könnte, hat der für seine Perry Rhodan-Bücher bekannte Schriftsteller Andreas Eschbach in seinem Buch „NSA“ vorbildlich aufgezeigt. In dieser großartigen Geschichte verfügen die Nationalsozialisten über moderne Computertechnik, mit der sie die Bevölkerung lückenlos überwachen. In diesem Buch ist der Computer ein Komputer, die Serverfarm ein Datensilo, Handys heißen Volkstelefon, E-Mails sind einfach Elektropost und das World Wide Web ist ein Weltnetz. Selbst für soziale Medien hat Eschbach deutsche Begriffe gefunden. Das Bargeld ist abgeschafft, Termine beim Arzt, Bestellungen von Konzertkarten oder Fahrkarten werden online erledigt und das Nationale Sicherheits-Amt (NSA) zeichnet jede noch so kleine Aktion auf seinen riesigen Datensilos im Keller des Amtes auf. Eine düstere Vision, aber die konsequente Anwendung deutscher Begriffe für moderne Informationstechnologie weiß zu begeistern und lässt zugleich die Datensammelwut unserer Tage in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Das Interesse ist vorhanden

Das Interesse an Computerspielen steigt, wenn Senioren ein wenig Hilfestellung bekommen. Das hat eine Studie mit 300 Teilnehmern in Seniorenheimen im Jahr 2017 in Deutschland gezeigt. Über einen Zeitraum von acht Wochen hatten die Senioren Gelegenheit, Online-Spiele auszuprobieren. Interessierten sich zu Beginn der Untersuchung nur 33 Prozent der Bewohner für Online-Spiele, waren es nach der Testphase 49 Prozent, darunter auch über 80-Jährige. Die Studie fand heraus, dass voreingestellte Apps den Senioren den Spielezugang erleichtern. Die Auswahl der Spiele bestand aus einer Mischung von Klassikern aus der analogen Spielewelt. Kartenspiele, Kreuzwort- und Schieberätsel, Puzzle, aber auch Artillerie-Spiele wie Angry Birds oder Geschicklichkeitsspiele wie Labyrinth Lite fanden großen Anklang bei den Senioren. Die Studie zeigte aber auch, wie sehr die Senioren von der digitalen Welt profitieren können.

Senioren entdecken das Online-Spiel im Team

Auch das Online-Spiel im Team findet unter den Senioren immer mehr Anhänger. Während Computer und Konsole eher zu kompliziert für die sogenannten „Silver Gamer“ waren, stieg das Interesse an Online-Spielen in der Gruppe mit dem Einzug von Tablet und Smartphone in immer mehr Haushalten sprunghaft an. Und die Senioren begnügen sich längst nicht mehr mit Kartenspielen. Das Team „Silver Snipers“ mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren trat 2017 bei der DreamHack in Schweden an. Das weltweit bekannte und beliebte Gaming-Festival zählt zu den bedeutendsten eSport-Wettbewerben. Die „Silver Snipers“ waren das älteste Team am Start und überraschte das fachkundige Publikum mit seinen Fähigkeiten.

Spieleentwickler müssen die Bedürfnisse Älterer berücksichtigen

Softwarehersteller müssen also in Zukunft mit Blick auf die demografische Entwicklung und das wachsende Interesse der Senioren an Unterhaltung und Abwechslung durch Online-Spiele Rechnung tragen. Dabei ist es wichtig, bei neuen Spielen eben auch die Bedürfnisse älterer Spieler zu berücksichtigen. Das setzt nicht zuletzt eine einfache, verständliche Sprache voraus, die den Senioren nicht mehr abverlangt, als sie leisten können. Denn der Spaß am Spiel ist schnell verflogen, wenn vorab erst einmal sprachliche Hürden überwunden werden müssen. Senioren können und wollen auch die Spiele der jüngeren Generationen spielen. Das setzt aber entsprechend verständliche Anleitung voraus.