Nachrichten aus Bayreuth

Bayreuther Brauhaus soll gebaut werden: Neues Projekt der Brauerei Maisel

Ein neues Bayreuther Brauhaus soll entstehen, das plant die Brauerei Maisel. Heute (22.6.2021) war das Projekt Thema im Bayreuther Bauausschuss. 

Die Brauerei Maisel will neu bauen: Bei Oberobsang soll das neue Bayreuther Brauhaus entstehen.

Standort für das Bayreuther Brauhaus steht fest: Das plant Maisel

Seit vier Generationen braut die Brauerfamilie Maisel nun schon am Standort Bayreuth ihre Biere und konnte die Brauerei dabei kontinuierlich ausbauen. In den letzten 15 Jahren hat sich die Beliebtheit ihrer Biere und damit auch der Absatz deutlich gegen den Trend in der Braubranche gesteigert, so dass die Familie Maisel nun den Entschluss gefasst hat, zusätzlich zum Maisel’s Brauhaus ihre Kapazitäten am Heimatstandort durch den Bau einer neuen Brauerei deutlich zu erhöhen. Direkt in der Nachbarschaft wurde ein geeignetes Grundstück gefunden, auf dem das „Bayreuther Brauhaus“ errichten werden soll. Im Bauausschuss der Stadt Bayreuth wurde am 22. Juni 2021 dem Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren zugestimmt.

Aufgrund der sehr positiven Entwicklung ist die Kapazitätsgrenze der aktuellen Braustätte an der Hindenburgstraße erreicht. Es ist abzusehen, dass die bereits in der Umsetzung befindlichen Investitionen (Erweiterung der Logistikfläche, Neubau eines Bürogebäudes, Modernisierung der Abfüllung, neue Gär- und Lagertanks, u.v.m.) nicht ausreichen werden, um die steigende Nachfrage insbesondere nach Bayreuther Hell zu befriedigen.

Aus diesem Grund hat sich die Familie Maisel nach Erweiterungsflächen umgesehen und sich schließlich für den zusätzlichen Neubau des „Bayreuther Brauhauses“ entschieden. Da der Brauerfamilie ihre Heimat in Bayreuth sehr am Herzen liegt, war die Freude groß, als ein passendes Grundstück unweit des Maisel’s Brauhauses gefunden wurde.

Maisel: Familiengeschichte weiter schreiben – moderne und nachhaltige Braustätte

„Wir sind mehr als dankbar dafür, dass sich unsere Biere weiter steigender Beliebtheit erfreuen. Da war es nur eine logische Konsequenz, trotz des rückläufigen Biermarktes in einen zusätzlichen Standort, das ‚Bayreuther Brauhaus‘ zu investieren,“ erklärt Brauereiinhaber Jeff Maisel die Entscheidung zum Brauereineubau. „Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass wir unser Projekt umsetzen dürfen und so die Familiengeschichte weiter schreiben können. Wie mein Großvater schon sagte: „ein Brauer der nicht baut, bald auch nicht mehr braut!“ “

Detailplanungen gibt es zum Bayreuther Brauhaus noch nicht, aber der Wunsch der Familie Maisel ist es, eine moderne sowie nachhaltige Braustätte zu errichten, in der 500.000 Hektoliter Bier pro Jahr hergestellt werden können. Die technische Ausstattung aller Braustätten wird vergleichbar sein, so dass die Mitarbeiter in Maisel’s Brauhaus, Bayreuther Brauhaus oder der Maisel & Friends Brauwerkstatt gleichermaßen eingesetzt werden können. Dies soll zum einen für Flexibilität sorgen und zum anderen auch den hohen Qualitätsanspruch erfüllen, den die Familienbrauerei als Messlatte ansetzt und der in verschiedenen Verkostungswettbewerben immer wieder bestätigt wird.

Wichtig ist Jeff Maisel auch die Umweltverträglichkeit der entstehenden Braustätte. Das Bayreuther Brauhaus wird nach neuesten technischen Standards einen geringen Wasser- und Energieverbrauch, sowie einen niedrigen CO2-Ausstoß haben. Zudem soll sich die Brauerei auch optisch gut in das grüne Landschaftsbild des Bayreuther Ortsteils Oberobsang einfügen.

Einen Zeitplan zur Fertigstellung gibt es noch nicht, aufgrund der bestehenden Kapazitätsprobleme wünscht sich die Familie Maisel allerdings eine schnelle Realisierung des Bauprojektes. Die Planungen sind daher bereits schon in vollem Gange.

Neues Bayreuther Brauhaus: Brauerei Maisel will bauen

Am Dienstag (22.6.2021) war das neue Brauhaus Thema im Bauausschuss des Bayreuther Stadtrats. Am Ende einigten sich die Mitglieder des Bauausschusses mehrheitlich auf die Einleitung des notwendigen Flächennutzungsplanänderungs- und Bebauungsplanverfahrens.

Im Zuge der Stadtratssitzung kam es bei diesem Thema zu hitzigen Diskussionen der Mitglieder. So sprach Stefan Schlags (Die Grünen) die Vermutung einer „Kungelrunde“ aus, woraufhin ihm Gert-Dieter Meier (Die Unabhängigen) riet, seine Wortwahl im öffentlichen Teil der Sitzung zu überdenken. Die Grünen forderten dabei eine Reihe von Punkten, wie Naturschutz, Photovoltaikanlagen und Flächenversieglung. Die anderen Fraktionen stimmten mit den ursprünglichen Planungen überein.

Am Ende war die Sache klar: Das Bauleitplanverfahren soll nun eingeleitet werden, es gab nur drei Gegenstimmen bei der Abstimmung. Das Thema wird in einer künftigen Sitzung des kompletten Stadtrats erneut besprochen. Dann wird die finale Entscheidung der Stadträte gefällt.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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