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„Grauenhafte Bedingungen“ in Bayreuther Feuerwehrhaus: Kommt ein Neubau?

St. Georgen bekommt ein neues Feuerwehrhaus. Das hat der Stadtrat am Montag (8. Februar 2021) beschlossen. Beim Thema gab es viele Diskussionen.

Bayreuth bekommt ein neues Feuerwehrhaus. Am Montag (8.2.2021) wurde dieses Vorhaben in den Haushaltsplan der Stadt Bayreuth aufgenommen. Die Stadtratsmitglieder tagten mehrere Stunden: Es standen auch andere Themen auf dem Plan.

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„Grauenhafte Bedingungen“ in Bayreuther Feuerwehrhaus – Neubau soll kommen

In der Oberfrankenhalle diskutieren Bayreuther Stadträte am Montag (8.2.2021) über den Haushaltsplan für 2021. Dabei ging es auch um die Feuerwehr in St. Georgen. Thomas Bauske (SPD) war bei der Sitzung dagegen, den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses nach hinten zu verschieben. Es gebe mittlerweile ein Grundstück. “Nach langen und zähen Verhandlungen konnte die Stadt Bayreuth das Grundstück erwerben”, bestätigte Ulrich Pfeifer, berufsmäßiges Stadtratsmitglied. Deswegen wollten Bauske und auch Stephan Müller (BG), dass dieser Punkt in den Haushalt eingestellt werde.

“Es ist eine Baumaßnahme, die wichtig ist, aber wir haben eine Prioritätenliste. Wenn wir eine neue Maßnahme aufnehmen, muss eine andere gestrichen werden.”

(Oberbürgermeister Thomas Ebersberger)

Thomas Hacker (FDP) war dafür stattdessen die öffentliche Toilette am Chamberlainhaus zu streichen. Diese ist aktuell mit 150.000 Euro im Haushalt 2021 eingestellt.

Angespannte Personalsituation im Hochbauamt

Baureferentin Urte Kelm informierte darüber, dass die Personalsituation im Hochbauamt angespannt sei. Insofern sich daran nichts ändere, könnten nicht unzählig zusätzliche Projekte angefangen werden. Ebersberger wies zudem daraufhin, dass begonnene Projekte beendet werden sollten und nicht ein neues nach dem anderen angefangen werden solle, “damit wir uns nicht verzetteln”.

Wolfgang Gruber (DU) fand es nicht gut, wenn jeder Stadtrat versucht, seinen Verein politisch besser darzustellen. Damit kritisierte er Bauskes Einsatz für die Feuerwehr St. Georgen. Natürlich sei es wichtig, dass die Feuerwehr ein neues Gerätehaus bekommt, aber andere Dinge seien auch wichtig. “Das ist kein Feuerwehrhaus, das ist ein Schuppen”, sagte Müller. “Die Feuerwehr St. Georgen braucht ein neues Feuerwehrhaus.”

Ein Projekt nach dem anderen

Für Kelm machte es in diesem Fall keinen Sinn, einen externen Planer zu beauftragen. Zudem gebe es ja keinen bereits fertigen Plan dafür. “Wir brauchen eine Person, die sich da dran setzt. Und die fehlt an anderer Stelle”, sagt Kelm. “Wir können das Feuerwehrhaus St. Georgen nicht planen, ohne weiteres Personal einzustellen oder etwas anderes zu streichen.”

Die Baureferentin möchte zuerst das Feuerwehrhaus Süd im Jahr 2021 abschließen und dann St. Georgen im nächsten Jahr angehen. “In St. Georgen gibt es keine Absauganlage, die seit Jahren Vorschrift ist”, sagte Bauske. Er befürchtete, dass die Maßnahme komplett rausfällt, wenn diese auf Null gesetzt werden.

Grauenhafte Bedingungen im Feuerwehrhaus St. Georgen

“St. Georgen genügt nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen eines Feuerwehrhauses”, sagt auch Michael Hohl (CSU). Er plädierte leidenschaftlich dafür, dass eine größere Position in den Haushalt eingestellt werde, um das Projekt anzufinanzieren. Hohl sprach dabei von 50.000 Euro.

“Bei St. Georgen handelt es sich um die Abteilung mit den zweitmeisten Einsätzen”, erklärte Stefan Schuh (JB). “Es sind grauenhafte Bedingungen vor Ort. Was das Feuerwehrhaus angeht, besteht dringender Handlungsbedarf.” Das Haus sei wirklich nicht mehr tragbar, sagte auch Müller.

Entscheidung im Bayreuther Stadtrat

“Es geht um die personellen Ressourcen, die da sind”, erklärte Ebersberger. “Keiner bestreitet, dass es notwendig ist.” Wenn etwas anderes nach hinten geschoben wird, würde man sich hinterher wieder wundern, warum irgendetwas nicht umgesetzt werden konnte. “Wir haben jetzt den Antrag, dass das Feuerwehrhaus St. Georgen mit 50.000 Euro in den Haushalt eingestellt wird”, sagte der Oberbürgermeister. Die Stadträte stimmten mehrheitlich dafür. Die komplette Fraktion der Grünen und weitere stimmten jedoch dagegen.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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