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Frau stirbt bei Unfall in der Fußgängerzone WM-Public Viewing in und um Bayreuth Jean Paul Platz soll aufgehübscht werden

Zuletzt aktualisiert am 16. August 2022 | 18:35

Politik

Hat Lauterbach die eigenen Corona-Regeln missachtet?

von bt-Redaktion

Erst vor Kurzem erkrankte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach an Corona. Nun werden Stimmen laut, die ihm Vorhalten, er habe gegen die Isolationspflicht verstoßen. 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wird juristisch von einem Bayreuther AfD-Abgeordneten angegriffen. Symbolfoto: https://i4thumbs.glomex.com/
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wird juristisch von einem Bayreuther AfD-Abgeordneten angegriffen. Symbolfoto: https://i4thumbs.glomex.com/

Noch ist die Infektion von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mit dem Coronavirus nicht lange her, da werden Stimmen laut, er habe gegen die Regeln zur Isolationspflicht verstoßen.

Wie inFranken berichtet, werfen mehrere Politiker Lauterbach den Verstoß vor. Der Minister habe selbst gesagt, er fühle sich noch nicht ganz fit, sei aber am Folgenden Tag im Kabinett erschienen.

Missachtete Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Corona-Regeln?

Zum Verständnis: Die Corona-Regeln in Berlin besagen, dass man 48 Stunden Symptomfreiheit sein muss, bevor die Isolation beendet werden darf.

Wie es in Medienberichten heißt, könnte diese Regelung für Lauterbach noch von Bedeutung sein. Zumindest wenn es nach Marcel Luthe, früherer Abgeordneter und jetziger GG-Gewerkschafts-Chef, geht, der angeblich den Gesundheitsminister angezeigt haben soll. Lesen Sie auch: Lauterbach mit Corona infiziert.




Gleiche Regeln für alle – egal ob Bürger oder Minister

Gegenüber der „Berliner Zeitung“ erklärte Luthe: Es gehe hierbei um eine „Gleichbehandlung von Bürgern und Gesundheitsminister.“ Weiter sagte er: „Der Gleichbehandlungsgrundsatz gebietet es, den Fall nun öffentlich aufzuklären und Herrn Lauterbach zur Verantwortung zu ziehen. Oder alle anderen Bürger ebenfalls in Ruhe zu lassen.

Die Vorgaben des Robert Koch-Instituts in Sachen Isolation habe Lauterbach aber erfüllt. Danach sei eine Wiederaufnahme der Tätigkeit durch ein „negatives PCR-Resultat oder ein positives Testresultat mit einem Ct-Wert von >30 zulässig“. Eigenen Aussagen dem Spiegel gegenüber zu folge, sei einfach „noch nicht fit gewesen“. Und seine drei Coronatests waren alle negativ – und zwar 48 Stunden bevor er die Isolation beendet habe.

Marcel Luthe zweifelt wegen der genannten Aussage an, dass der Gesundheitsminister wirklich 48 Stunden lang keine Symptome mehr hatte. Zusätzlich führt er noch einen Lauterbach-Post bei Twitter vom selben Tag an: „Hoffe, die Genesung ist bald komplett“.

Die letzten 4 Tage. Langsam geht es aufwärts. Aber COVID ist keine Kleinigkeit. Trotz 4 Impfungen und Paxlovid hatte ich stärkere Symptome als erwartet. Danke für die guten Wünsche. Hoffe, die Genesung ist bald komplett. pic.twitter.com/IJbjKS9jMy

— Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) August 9, 2022

Quarantäne eingehalten: Lauterbach verteidigt sich und hält an der Regelung fest

„Es wird vollkommen zu Recht gefragt, ob ich gegen Isolationsregeln verstoßen habe. Denn wer das tut, gefährdet seine Mitmenschen“, erklärte Lauterbach. „An der Isolationsregel müssen wir festhalten“, sagte er. Sonst gingen Menschen mit Symptomen ins Büro, und Arbeitgeber könnten entsprechend Druck auf ihre Angestellten ausüben. „Das können wir nicht wollen.“

In der „Welt“ wird Tino Sorge, Jurist und gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, wie folgend zitiert: „Quarantäneregeln gelten auch für Minister – gerade für den Bundesgesundheitsminister. Er hat eine Vorbildfunktion, die besonderes Feingefühl erfordert. Unabhängig davon wird zu diskutieren sein, wie sinnvoll die Quarantäne-Regelungen noch sind.“

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