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Gesundheit

Klinikum Bayreuth: Enorme Anteilnahme nach emotionalem Post – Mitarbeiter wie „Aussätzige“ behandelt

Mit dem Post auf Facebook hat das Klinikum Bayreuth für enorme Aufmerksamkeit gesorgt. Sie haben beschrieben, wie Mitarbeiter wegen der Corona-Mutation wie Aussätzige behandelt wurden. So war das Feedback.

Die Mitarbeiter bei der Klinikum Bayreuth GmbH werden nach den Verdachtsfällen der Corona-Mutation teilweise wie „Aussätzige“ behandelt. Das schrieb der Leiter der Unternehmenskommunikation, Frank Schmälzle, in einer Nachricht auf Facebook. So waren die Reaktionen der User.

Hier gibt es den Post auf Facebook: Mitarbeiter des Klinikums werden wie „Aussätzige“ behandelt.

Enorme Anteilnahme wegen Post vom Klinikum Bayreuth

„Behandelt uns nicht wie Aussätzige. Bitte behandelt uns menschlich“, schrieb Schmälzle in dem Post auf Facebook. Diese Worte gingen dann viral. Auch ein Bayreuther Gastronom hat wegen des Beitrags eine Aktion für die Mitarbeiter im Klinikum ins Leben gerufen.

„Mir war nicht klar, was dann passieren würde. Ihr habt diesen Post mehr als 3800 mal geteilt. Mehr als 280.000 Menschen haben ihn gesehen. Fast 850 Kommentare habt Ihr geschrieben – die allermeisten so freundlich, so warmherzig, so mitfühlend, so differenziert und auf den Punkt, dass mir die Worte fehlen“, resümiert Schmälzle auf Facebook.

Bayreuth: Das waren die Reaktionen

Weiter zitiert Schmälzle Kommentare und Nachrichten der Facebook-Nutzer. Klaus M. zum Beispiel schreibt: „Solange Pflegekräfte arbeiten und gesund bleiben, werden sie als Helden gefeiert. Passiert dann das Unvermeidbare und jemand steckt sich an, werden sie ausgegrenzt. Pflegekräfte sind auch nur Menschen und keine Superhelden aus irgendwelchen Comics.“

Weiter teilt Maike F. unter dem Post mit: „Sprachlos. Traurig. Das sind Menschen, die EUCH retten und betreuen, wenn Ihr das Virus habt.“

Und Caro L. schreibt: „Ich bin fassungslos, wie egoistisch und unaufgeklärt die Gesellschaft reagiert. Ihr macht im Klinikum einen tollen Job und bekommt die angespannte Lage wieder in den Griff.“

Reaktionen von Kollegen und anderen Kliniken

„Wir haben Kommentare von anderen Kliniken bekommen, zum Beispiel aus Nürnberg vom St. Theresienkrankenhaus oder vom BRK, das uns versichert hat, für die Betreuung der Kinder meiner Kolleginnen und Kollegen weiter da zu sein“, beschreibt Schmälzle.

Spontan habe sich außerdem eine Facebook-Gruppe gegründet, deren Mitglieder Hilfe für Pflegekräfte während der Pendlerquarantäne anbieten.

Anschließend resümiert Schmälzle: „Der Post ging viral – und wir haben seit Freitag einen neuen Virus im Haus: einen, der gut tut und hilft. Der neue Virus heißt Solidarität.“

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Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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