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Gewerkschaft

Gewerkschaft fordert Lohn-Plus: Aktion vor der Hohen Warte

Vor der Bayreuther Hohen Warte fanden sich am Mittag Gewerkschaftsvertreter ein, um für ein Lohn-Plus zu streiten. 

Die Gewerkschaft ver.di forderte die Beschäftigten der Bayreuther Kliniken auf zu einer „aktiven Mittagspause“. Dabei wollten Gewerkschaftsvertreter den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst erläutern.

Laut ver.di hatten die Arbeitgeber bei der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt.

Was verhandelt und gefordert wird

In den Tarifverhandlunge, wird über die Höhe der Entgelte der Arbeitnehmer sowie der Auszubildenden und Praktikanten des Bundes und der Kommunalen Arbeitgeber verhandelt. Aufgrund der Inflationsraten von 10 Prozent, steigender Gas- und Lebensmittel Preise, sowie der Personalmangel fordert die ver.di Entgelterhöhungen. Die Tabellenentgelte der Beschäftigten sollen um 10,5 Prozent, mindestens aber um 500 Euro monatlich erhöht werden. Die Entgelte der Auszubildenden, Studenten und Praktikanten sollen um 200 Euro monatlich erhöht werden. Die Laufzeit der Regelungen soll dabei zwölf Monate betragen.

Darüber hinaus fordert die ver.di eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden, nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung. Sowie eine Verlängerung der Regelungen zur Altersteilzeitarbeit. Lesen sie auch: Was die Ansiedelung des XXXLutz in Bayreuth bedeuten würde.




Für wen verhandelt wird

Verhandelt wird laut ver.di für die gut 2,4 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes der Kommunen. Sowie für ihre wirtschaftlichen Betriebe und Unternehmen, als auch für die rund 148.000 Tarifbeschäftigten des Bundes. Hinzu kommen 111.000 Auszubildende und Studenten. Darüber hinaus 6.000 Auszubildende im Bereich des Bundes sowie 8.000 Praktikanten im Bereich der VKA.

Insgesamt werden laut ver.di mithin gut 2,5 Millionen Menschen von der Tarifrunde erfasst. Zudem sind rund 361.000 aktive Beamte sowie 187.000 Pensionäre betroffen. Die Besoldung der Beamten der Kommunen richtet sich nach den Gesetzen des jeweiligen Landes, sodass diese nicht einbezogen sind.

Gewerkschaftsvertreter haben heute, am 30. Januar 2023, vor der Hohen Warte Unterschriften für die Forderungen gesammelt. Sie wollten durch die Idee der „aktiven Mittagspause“ sehen, wie streikbereit das Personal der Hohen Warte ist. Dabei haben sich nur wenige Arbeitnehmer versammelt.

„Aufgrund dessen, dass alles teurer wird, finde ich das Gehalt, das ich erhalte, nicht ausreichend“, sagte eine Sozialpädagogin an der Hohen Warte gegenüber dem bt. Denn laut ihr sind auch die Tariferhöhungen der letzten Jahre für sie nicht üppig ausgefallen. Sie war bei der „aktiven Mittagspause“ dabei, außerhalb ihrer vorgeschriebenen Pausenzeit.

Die Idee der aktiven Mittagspause

„Therapeuten, Pflege und weiteres Personal, soll sich mit uns aufstellen und zeigen, dass sie unsere Forderungen unterstützen und ein Zeichen senden, dass die Tarifgebung der Arbeitgeber nicht stimmt“, so Jürgen Eberlin. Er ist als Ehrenamtlicher der ver.di tätig. In dem Verhandlungstermin des 24. Januar 2023, behaupteten die Arbeitnehmer laut Eberlin, dass es keinen Personalmangel in der Leitungsebene gäbe. „Bei ca. 100 offenen Stellen allein in Bayreuth kann das nicht stimmen“.

Verhandlungstermine

Mit den Arbeitgebern von Bund und VKA sind drei Verhandlungstermine vereinbart. Die erste Verhandlungsrunde fand bereits am 24. Januar 2023 statt. Die zweite Verhandlungsrunde ist am 22. und 23. Februar 2023 vorgesehen. Die dritte Verhandlungsrunde vom 27. bis 29. März 2023. Alle Verhandlungstermine finden im Kongresshotel in Potsdam statt.