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Zugverkehr nach Nürnberg läuft wieder Neuer Imbiss „Stern“ öffnet am 15. September Berufsschule zum Schulstart doch noch nicht bezugsfertig

Zuletzt aktualisiert am 18. Mai 2020 | 15:41

Mitglieder des Bayreuther Stadtrats

Stefan Specht (CSU): „Bayreuth hat kulturell viel mehr zu bieten als nur die Bayreuther Festspiele“

Bei der Kommunalwahl 2020 wurde Stefan Specht (CSU) zum fünften Mal in Folge in den Bayreuther Stadtrat gewählt. 

Stefan Specht (CSU) findet, dass ein Neubau des Klinikums an der Hohen Warte viele Vorteile habe. Foto: Privat.
Stefan Specht (CSU) findet, dass ein Neubau des Klinikums an der Hohen Warte viele Vorteile habe. Foto: Privat.

Bei der Kommunalwahl 2020 wurde Stefan Specht (CSU) zum fünften Mal in Folge in den Bayreuther Stadtrat gewählt. Im Gespräch mit dem Bayreuther Tagblatt erzählt er von den Folgen des Coronavirus auf Bayreuth, der kulturellen Situation nach dem Ausfall der Festspiele und mehr. Außerdem verrät Specht, was er sich von Thomas Ebersberger (CSU) als neuen Oberbürgermeister erwartet. Auch Stefan Schlags ist wieder im Bayreuther Stadtrat: Dort habe es in den letzten Jahren „ganz üble Szenen“ gegeben, sagt Stefan Schlags (Die Grünen).

Der Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayreuther Stadtrat: Stefan Specht

Bei der Kommunalwahl 2020 holte Stefan Specht (CSU) über 10.000 Stimmen. Damit stand fest: Der amtierende Fraktionsvorsitzende der CSU geht damit in seine fünfte Amtszeit als Stadtrat in Bayreuth. Für Specht werde die kommenden Jahre dort mit Sicherheit anders werden. Der Grund dafür: Seit Mai ist Spechts Parteikollege Thomas Ebersberger neuer Oberbürgermeister der Wagnerstadt. Von ihm erhofft sich Specht in erster Linie, dass er die Kommunikation im Stadtrat und den Ausschüssen deutlich verbessere.

Thomas Ebersberger ist ein Mensch, der kommunikativ an die Kommunalpolitik herangeht. Ich erhoffe mir, dass das zu einem besseren Miteinander im Stadtrat in den nächsten Jahren führt.

(Stefan Specht, CSU)

Mehr Gruppierungen im Stadtrat führen zu spannenderer Demokratie

Dass im Bayreuther Stadtrat in Zukunft zehn Gruppierungen vertreten sind – neben den etablierten Kräften sicherten sich dieses Mal auch die AfD, die Frauenliste und die Linke Sitze – mache das kommunalpolitische Geschäfts erstmal schwerer. Durch die fortschreitende Zersplitterung müsse man mehr reden und mehr verhandeln. Dadurch könne es passieren, dass Entscheidungen länger benötigen.

Das habe jedoch auch etwas Positives: Man müsse seine eigenen Positionen öfters überprüfen und hinterfragen. Dies würde die Demokratie auf Dauer spannender machen, sagt Specht, da so aus der breiteren Basis an Meinungen mehr für die Stadt herausgeholt werden könne.

Stefan Specht (CSU) im Porträt. Foto: Privat.

„Die finanziellen Schäden durch Corona lassen sich bislang nur erahnen“

Für Specht sei es klar, dass der jetzige Stadtrat und Bayreuths neuer Oberbürgermeister Thomas Ebersberger in Zukunft daran gemessen werden würden, wie es ihnen gelungen ist, die Folgen des Coronavirus zu überwinden. Dabei stünden in erster Linie die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie im Vordergrund, denn um die Maßnahmen des Infektionsschutzes kümmere sich der Krisenstab vorbildlich und professionell.

Generell lassen sich die wirtschaftlichen und finanziellen Schäden durch Covid-19 im Moment nur erahnen. Klar sei, dass sich die wirtschaftliche Basis Bayreuths und der Kommunen sich deutlich verschlechtern würde, sagt Specht. Deshalb sei es wichtig, noch sorgfältiger mit den finanziellen Mitteln umzugehen.

Wir müssen unsere ambitionierten Projekte wie das Friedrichsforum oder die Schulsanierungsprojekte jetzt konzentriert fertig stellen.

(Stefan Specht, CSU)

Ausfall der Festspiele eine Chance für kleinere Veranstaltungen

Aufgrund des Coronavirus wurden in Bayreuth 2020 zahlreiche Veranstaltungen abgesagt. Auch die Richard Wagner Festspiele sind davon betroffen: Zum ersten Mal seit 1951 wird die Großveranstaltung nicht stattfinden. Dies würde natürlich ein großes Loch in die Kassen der Stadt, der Hotels, Restaurants und Co. reißen, sagt Specht.

Dennoch würde Specht darin auch eine Chance sehen, durch den Ausfall der Festspiele die kulturelle Vielfalt und Breite Bayreuths im Sommer und Herbst sichtbarer machen zu können. Damit würden all die Veranstaltungen und Einrichtungen, die sich normalerweise im Windschatten der Festspiele befinden, größere Rollen spielen.

Bayreuth hat kulturell viel mehr zu bieten als nur die Bayreuther Festspiele. Es gibt eine ganze Reihe an tollen Museen und andere Events.

(Stefan Specht, CSU)

Kulturszene in Bayreuth muss sich neu erfinden

Für Herbst 2020 ist das erste Barockfestival „Bayreuth Baroque“ im Markgräflichen Opernhaus geplant. Specht hofft, dass sich die Lage bis dahin entspannt habe und die Veranstaltungen stattfinden können. Diese neue, große Festivalreihe könne dann einen wichtigen Platz in Bayreuth einnehmen.

Generell müsse sich die Kulturszene in Bayreuth durch das Coronavirus und die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen neu erfinden. Dabei hat Specht großes Vertrauen in die Kulturszene, dass diese kreativ und mit neuen Ideen auf die Situation regieren werde.

„Etwas für Bayreuth tun“

Dass Specht 1996 überhaupt für den Bayreuther Stadtrat kandidierte, lag an der damaligen heftigen Diskussion um die Umgestaltung der Innenstadt. Aufgrund der anhaltenden Diskussionen sei ihm damals klar geworden, dass er sich für die Stadt engagieren müsse, in der er lebt. Das möchte er in den nächsten Jahren im Bayreuther Stadtrat auch weiterhin tun.

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt

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