Politik

„Straße der Demokratie“: Die Linke fordert Umbenennung einer großen Straße in Bayreuth

Die Linke will in Bayreuth ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Sie fordert die Umbenennung der Hindenburgstraße.

Die Linke in Bayreuth fordert die Umbenennung der Hindenburgstraße. Damit will sie ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen.

Ginge es nach der Partei, soll die Straße künftig „Straße der Demokratie“ heißen.

Die Linke will die Hindenburgstraße in Bayreuth umbenennen

Die Partei Die Linke will die Hindenburgstraße in Bayreuth umbenennen. Anlässlich des Internationalen Tages der Demokratie am 15. September hat die Partei ein Schreiben mit entsprechender Forderung an die Stadtverwaltung geschickt. Sie kritisiert die Rolle des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten.

Damit möchte Die Linke auf die Gefahr hinweisen, die von auch heute noch von rechtsextremen Parteien ausgingen, wie die Partei in einem Schreiben mitteilt. Der Bundestagsdirektkandidat der Linken, Sven Schröder, sagt: „Alle Demokraten müssen sich entschieden von rechtsextremen Parteien und Personen distanzieren.“ Sehen Sie hier Sven Schröder im bt-Portrait.

Hindenburgstraße in Bayreuth: Linke gegen politische Verharmlosung

„Die Nationalsozialisten konnten erst durch Hindenburgs historische Fehleinschätzung, Adolf Hitler demokratisch kontrollieren zu können, die Macht ergreifen“, zeigt sich der Kreisvorsitzende der Linken, René Liebermann überzeugt. „Auch heute noch wird unsere Demokratie durch Rechtsextremisten bedroht.“ Gegenüber dem bt sagt Liebermann, eine der Straßen mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in Bayreuth dürfe mit ihrem Namen deshalb nicht verharmlosend wirken.

Erst im August jährte sich der 100. Todestag des bayerischen Schriftstellers Ludwig Thoma. Er hetzte gegen Ende seines Lebens antisemitisch. Lesen Sie hier, was Bayreuther Stadträte dem bt zu einer möglichen Umbenennung der Ludwig-Thoma-Straße sagten.