Zuletzt aktualisiert am

Nachrichten aus dem Landkreis Bayreuth

Solidarität mit der Regenbogenfahne: Das plant das Landratsamt Bayreuth

Das Landratsamt Bayreuth möchte seine Solidarität mit Menschen jeder sexuellen Identität zeigen. Die Regenbogenfarben werden mit im Spiel sein.

Die aktuellen Solidaritätsbekundungen mit Homo-, Bi- und Transsexuellen erreicht das Landratsamt Bayreuth. Die Behörde möchte ein Zeichen setzen. Bayreuther Politiker äußerten am Mittwoch (23. Juni) gegenüber dem bt ihre Meinung zum Verbot der Regenbogen-Beleuchtung der Münchener Allianz-Arena.

Landratsamt Bayreuth plant Aktion – was zu den Regenbogenfarben bisher bekannt ist

Nun also auch das Landratsamt Bayreuth. Die nationale und internationale Welle der Solidaritätsbekundung mit Menschen aller sexuellen Identitäten erfasst auch die Behörde. „Wir haben intern gemeinsam diskutiert und waren uns schnell einig, dass das Landratsamt Bayreuth eine vielfältige und tolerante Behörde ist. Entsprechend möchten wir ein Zeichen mit den Regenbogenfarben setzen“, sagte Pressesprecher Hannes Huttinger auf Nachfrage des bt.

„Das Landratsamt Bayreuth hat eine Regenbogen-Fahne bestellt. Sobald sie eingetroffen ist, werden wir sie an einem Fahnenmast vor unserem Haus in der Markgrafenallee hissen. Dort soll sie dann mindestens bis zum Ende der Fußball-Europameisterschaft wehen“, sagt Huttinger weiter.

Bis es soweit ist, hat das Landratsamt Bayreuth bereits auf Facebook Flagge gezeigt.

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Regenbogen-Aktion am Landratsamt Bayreuth – wer noch dahinter steckt

Die Idee einer Regenbogenfahne hat vorher auch im Kreisrat die Runde gemacht. Susanne Bauer, Kreisrätin des Landkreis Bayreuth und Stadträtin in Pegnitz stand hier bereits seit Mai im Austausch mit Landrat Florian Wiedemann. „Ich habe das Anliegen an den Landrat herangetragen. Wir haben miteinander geschrieben und er stand sofort hinter der Idee“, sagt die Grünen-Politikerin dem bt. Im Kultur- und Sozialausschuss am 7. Juni hat Bauer dann nochmal nachgefragt. Der Stein war ins Rollen gebracht.

Susanne Bauer kommt aus Pegnitz. Dort weht bereits seit Anfang Juni eine Regenbogen-Fahne vor dem Rathaus. Bauer habe nach eigenen Angaben durchweg positive Rückmeldungen erhalten. „Uns ist es wichtig, in Pegnitz nicht bloß Symbolpolitik zu betreiben. Queere Leute kehren dem ländlichen Raum den Rücken, wenn sie ihre Anliegen dort nicht vertreten wissen.“

Regenbogenfahne in Bayreuth: Nach dem Landratsamt das Bayreuther Rathaus?

Möglicherweise bleiben das Pegnitzer Rathaus und das Landratsamt Bayreuth nicht die einzigen Behörden, vor denen die Regenbogenfahne weht. Auch vor dem Bayreuther Rathaus soll eine Regenbogenfahne wehen. Auch in Bayreuth gibt es eine queere Community. Und das sogar mit eigenem Verein. „Am 6. Juni wurde Queer Bayreuth gegründet“, sagt Mitbegründerin und Grünen-Stadträtin Louisa Hübner.

Bereits im September 2020 hat Louisa Hübner einen Antrag an die Verwaltung gerichtet. Der ist aktuell als laufende Angelegenheit eingestuft. Aktuell hakt es an nicht vorrätigen Fahnenmasten. Der Rathausvorplatz soll Hübner zufolge bis Sommer 2022 fertiggestellt werden – dann inklusive Fahnenmasten. Wenn es nach Hübner ginge, soll an einem davon die Regenbogenfahne gehisst werden.

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit