Corona-Virus

„2G für fast alles“: Söder kündigt noch schärfere Corona Regeln „wegen der Ungeimpften“ für Bayern an

Es kommen noch schärfere Corona-Regeln in Bayern: Das hat Markus Söder am Sonntag erklärt – „wegen der Ungeimpften“.

  • Söder-Pressekonferenz am Sonntag, 14. November
  • „2G auf fast alles“: gleiche Wirkung wie Lockdown für Ungeimpfte in Österreich erhofft
  • Verschärfung der Maskenpflicht

Markus Söder zieht in Bayern die Daumenschrauben an: Ab kommender Woche gelten noch schärfere Corona-Regeln in Bayern.

Dies geschehe laut Söder „wegen der Ungeimpften“. Bei einer kurzfristigen Erklärung am Sonntag (14. November) nahm er auch das Wort „Triage“ in den Mund.

2G und 2G+Plus in Bayern: Söder verschärft erneut

In einer kurzfristigen Erklärung hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Sonntag erneut härtere Corona-Maßnahmen für Bayern erklärt. „Im Wesentlichen nur wegen den Ungeimpften“ befände man sich in Bayern in einer „dramatischen Situation“ wie er sagte. Nach einem Gespräch mit Krankenhausvertretern hatte sich diese Entscheidung Söder angekündigt.

„Die Lage ist dramatisch, das Gesundheitssystem wird nicht mehr lange halten, es droht ein Kollaps, es droht Triage“, sagte er in einer kurzfristig anberaumten Erklärung mit Hinblick auf die Situation in bayerischen Krankenhäuser. Weil die Geimpften langsam die Geduld verlören, kündigte er ab der kommenden Woche nochmals drastische Einschränkungen für Ungeimpfte an.

2G-Plus neu in Bayern: geimpft oder genesen sowie negativ getestet

„2G für fast alles“ lautet ab Dienstag die Devise im Freistaat. Dann tritt eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Auch wo bereits 2G gelte, werde es dann wieder Maskenpflicht geben, etwa im Lokal außerhalb des Sitzplatzes. Erst am Freitagabend (12. November) wurde 2G für Bayern ab Dienstag offiziell bestätigt.

In Diskotheken und Clubs werde dann 2G-Plus gelten: Nachweis einer Impfung oder Genesung in Verbindung mit einem negativen Corona-Schnelltest. Zudem solle das Boostern massiv vorangetrieben werden. Schon fünf Monate nach der Zweitimpfung soll die dritte Impfung erfolgen können. Weihnachtsmärkte könne man wegen der auslaufenden pandemischen Lage nicht absagen, so Söder.

Söder will „Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte“

Söder machte keinen Hehl daraus, dass er „Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte“ klar befürworte. Er relativierte aber auch: „Das geht rechtlich nicht.“ Eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, FFP2-Maskenpflicht im Fernverkehr und eine „Obergrenze bei Veranstaltungen“ müssten aber drin sein.

Söder befürwortete nochmal die flächendeckende Einführung der 2G-Regel – nicht nur in Bayern, sondern auch im Bund. Das habe die gleiche Wirkung wie ein „Lockdown für Ungeimpfte“, wie er in Österreich kommt. Die Umsetzung von 2G sei rechtlich machbar, beim Lockdown jedoch nicht. Wie das Handelsblatt berichtete, wollen die Ampel-Parteien die Pflicht zu Homeoffice wieder einführen.