Politik

„Mayors for Peace“: Bayreuth setzt Zeichen für eine atomwaffenfreie Welt

Am Mittwoch hat Oberbürgermeister Thomas Ebersberger ein Zeichen gegen den Einsatz von Atomwaffen gesetzt. 

Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger hat am Mittwoch (8.7.2020) auf dem Luitpoldplatz vor dem Neuen Rathaus die Flagge der Initiative „Mayors for Peace“ gehisst.

Bündnis “Mayors for Peace”

Bayreuth ist seit Juni vergangenen Jahres Teil dieses internationalen Städtenetzwerks. Das Bündnis setzt sich für eine atomwaffenfreie Welt ein. Über 7.800 Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt, davon knapp 700 in der Bundesrepublik, setzen an diesem Flaggentag ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen.

„Die internationalen Bemühungen um Rüstungsbegrenzung befinden sich in einer gefährlichen Phase der Stagnation. Nationale Egoismen nehmen zu, unsere Welt ist unberechenbarer geworden. Umso wichtiger ist es, dass heute rund um den Globus die Städte Flagge zeigen für eine atomwaffenfreie Welt.“

(Oberbürgermeister Thomas Ebersberger)

Bündnis setzt sich gegen Atomwaffen ein

Mit der Aktion wird an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag erinnert. Dieser stellte am 8. Juli 1996 fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung zu Verhandlungen über nukleare Abrüstung unter internationaler Kontrolle bestehe. Städte wären im Falle eines atomaren Angriffs durch ihre Wirtschaftskraft, ihre Infrastruktur und ihre hohe Bevölkerungszahl herausgehobene Ziele. Das Bündnis der „Mayors for Peace“ setzt sich für das Recht der Bevölkerung auf ein Leben frei von der Bedrohung durch Atomwaffen ein. Es fordert weltweit die Regierungen auf, dem 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. In dem Vertrag werden Atomwaffen ausdrücklich geächtet.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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