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Schule und Coronavirus

„Die Pandemie bestimmt den Takt“: So soll es für Schüler in Bayern im Februar weitergehen

Der Lockdown in Deutschland wurde bis Mitte Februar verlängert: auch an Schulen. In Bayern sollen ab 1. Februar jedoch einige Klassen wieder in die Schulen zurückkehren. 

In einem Rundschreiben hat sich Michael Piazolo, der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus an die Eltern gewandt. Dabei ging es um die Verlängerung des Distanzunterrichts für Schüler. Erst kürzlich haben sich Elternbeiräte aus Oberfranken in einem Brandbrief an Ministerpräsident Söder gewandt. 

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Distanzunterricht für Schüler in Bayern verlängert: Schreiben des Kultusministers

„Seit dem 11. Januar 2021 befinden sich die bayerischen Schulen im Distanzunterricht. Ich weiß, dass diese Situation für viele Familien alles andere als einfach ist.“

(Michael Piazolo, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus)

Aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen und der Sorge vor den neuen Mutationen wurde der Lockdown in Deutschland bis Mitte Februar verlängert. Davon betroffen sind auch die Schulen. Daher habe der Ministerrat nun mehrere Entscheidungen getroffen.

An allen Schularten und in allen Jahrgangsstufen findet bis einschließlich 12. Februar 2021 weiterhin verpflichtender Distanzunterricht statt. Dabei gibt es einige Ausnahmen.

Diese Klassen gehen im Februar in den Wechselunterricht

Um die Prüfungsvorbereitung in der Schule fortzusetzen, findet ab Montag, 1. Februar 2021, für

  • die Jahrgangsstufe Q12 des Gymnasiums,
  • die Jahrgangsstufe III an den Abendgymnasien und Kollegs
  • die Jahrgangsstufen 12 und 13 der FOS/BOS und der entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung,
  • für Schüler beruflicher Schulen (einschließlich der entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung), bei denen bis zum 26. März 2021 Abschlussprüfungen bzw. Kammerprüfungen anstehen,

Wechselunterricht statt.

Strenge Hygieneauflagen für den Wechselunterricht

Schriftliche Leistungsnachweise können auch in voller Klassen- bzw. Kursstärke durchgeführt werden, wenn im Prüfungsraum durchgängig ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Die Ausnahme bleibt auf diese Schularten beschränkt, da hier die Abschlussprüfungen trotz der Verschiebungen früher beginnen als an den übrigen Schulen.

Für den Wechselunterricht gelten strenge Hygieneauflagen (Mindestabstand von 1,5 Metern in den Klassenzimmern, Unterricht in nur halber Klassenstärke, Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände einschließlich Klassenzimmer). Über die genaue Umsetzung informiert Sie Ihre Schule.

Notbetreuung bleibt bestehen

Für Kinder, für die sonst keine Betreuungsmöglichkeit besteht, bieten die Schulen weiterhin eine Notbetreuung an. Hierfür gelten die bisherigen Rahmenbedingungen unverändert weiter.

Die Pandemie bestimmt den Takt: So soll es für die anderen Klassen weitergehen

„Gerne würde ich Ihnen heute eine klare Antwort auf die Frage geben, wann auch die übrigen Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule gehen können. Den Takt unserer Entscheidungen bestimmt aber nach wie vor die Pandemie. So kann ich Ihnen heute nur in Aussicht stellen, dass wir ab dem 15. Februar 2021 die Abschlussklassen aller Schularten sowie möglichst viele weitere Jahrgangsstufen wenigstens in den Wechselunterricht zurückholen wollen. Ob dies tatsächlich möglich sein wird, müssen wir einmal mehr abwarten.“

(Michael Piazolo)

Umso wichtiger sei es, in den kommenden Wochen alle Chancen zu nutzen, die der Distanzunterricht bietet, sagt der Kultusminister. Das Schuljahr 2020/21 sei kein normales Schuljahr – das würden wir alle jeden Tag aufs Neue erleben, so Piazolo. Daher sei der „Fahrplan“ für das Schuljahr an Corona angepasst worden. Zu den Maßnahmen zählt die Verschiebung der Abschlussprüfungen oder die Reduzierung der verpflichtenden Probearbeiten und Schulaufgaben. Falls nötig, werde es weitere Anpassungen geben.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

 Redaktion