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Untreue

Verdacht der Untreue im Rathaus: Staatsanwaltschaft ermittelt in Gemeinde im Kreis Bayreuth

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermittelt im Rathaus von Bad Berneck. Der Kämmerer der Gemeinde soll Stiftungsgelder veruntreut haben.

Paukenschlag im Rathaus von Bad Berneck: Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue aufgenommen.

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Im Zentrum der Untersuchungen steht ein Kämmerer der Gemeinde. Er soll Stiftungsgelder auf sein Privatkonto überwiesen haben.

Verdacht der Untreue im Rathaus von Bad Berneck

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermittelt im Rathaus von Bad Berneck. Im Fokus der Untersuchungen steht ein Kämmerer der Fichtelgebirgsgemeinde. Er soll Stiftungsgelder in fünfstelliger Höhe auf sein privates Konto weitergeleitet haben. In der vergangenen Woche ist der Vorgang zufällig aufgefallen. Seitdem ist der Kämmerer von Bad Berneck von seiner Arbeit freigestellt. Im Mai durchsuchte die Staatsanwaltschaft das Bamberger Rathaus im Zuge der sogenannten Boni-Affäre.

Konkret geht es um die Carl und Elisabeth Thiesen Stiftung., wie Bad Bernecks Erster Bürgermeister dem bt mitteilt. Die Bad Bernecker Stiftung finanziert bedürftigen Menschen einen Urlaub in Bad Berneck. Der Kämmerer von Bad Berneck führt seit jeher die Stiftung.

Untreue in Bad Berneck „im unteren fünfstelligen Bereich“

Zinnert sagt auf bt-Anfrage, dass der Fall am Montag (27. September) der Staatsanwaltschaft in Bayreuth angezeigt worden sei.

Seit 2019 seien laut Zinnert „in sechs bis sieben Fällen“ ungewöhnliche Buchungen auf dem Stiftungskonto verzeichnet worden. Er habe bei der Bank das Empfängerkonto in Erfahrung gebracht. „Bisher geht es insgesamt um Summen im unteren fünfstelligen Bereich“, sagt Zinnert dem bt. Er rechnet damit, dass „demnächst die Staatsanwaltschaft bei uns aufschlagen wird.“

Staatsanwalt Martin Dippold hat dem bt diese Anzeige bestätigt. Mit Verweis auf laufende Ermittlungen wollte er sich nicht ausführlicher zum Untreueveredacht im Rathaus von Bad Berneck äußern.